13.11.2007
Axel Vahldiek
Pimp my Stick
Tipps und Tools für den Einsatz portabler Software
Der Traum eines jeden IT-Nomaden: alle wichtigen Programme, Daten und Einstellungen auf dem USB-Stick immer dabei zu haben, sicher geschützt vor Zugriffen Fremder. Doch bis sich das vertraute Arbeitsgefühl einstellt und man mit dem Stick genauso komfortabel wie mit fest installierter Software arbeitet, bedarf es einiger Kniffe mit den richtigen Werkzeugen.
Artikel aus c't 14/07
Lesen Sie zum Thema bitte auch das Special Nimms mit! – Portable Software für USB-Sticks.
Wer seinen Desktop in der Hosentasche mit sich herumtragen möchte, muss sich anfangs ein wenig umgewöhnen: Das Windows-Startmenü hilft beim Aufrufen der Anwendungen nicht weiter und Doppelklicks auf Dokumente führen mitunter zu unerwarteten Ergebnissen. Außerdem gilt es, die eigenen Daten vor Verlust ebenso wie vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Doch einmal konfiguriert, arbeiten Sie mit dem Stick genauso schnell und komfortabel wie gewohnt.
Es gibt viele Programme, die versprechen, das Arbeiten mit einem USB-Stick zu erleichtern, indem sie etwa ein eigenes Startmenü auf dem Stick einrichten, über das die Anwendungen darauf leicht zugänglich sind. Dazu gehören kostenlose Programme wie die PortableApps.com Platform (PortableApps Suite) oder Pstart. Daneben existieren kostenpflichtige Lösungen wie Ceedo oder das nur mit Sticks erhältliche U3. Viele Hersteller legen ihren Speicherstäbchen auch Krypto-Software oder andere Speziallösungen bei.
Doch unsere Ansprüche sind hoch: Wir wollen eine Lösung, die nicht nur ein einfaches Starten der Anwendungen vom Stick erlaubt, sondern auch private und dienstliche Daten getrennt voneinander verschlüsselt, während die Notfall-Software unverschlüsselt danebenliegt. Zudem soll sie eine einfache Backup-Funktion mitbringen und schließlich auch dokumentenbasiertes Arbeiten gestatten.
Weil wir jedoch kein Produkt finden konnten, das unseren Ansprüchen vollständig entsprochen hätte, haben wir vorhandene Startmenüs durch eigene Tools und Skripte ergänzt. Diese Lösung ist in der Basisversion ruck, zuck einsatzbereit. Wer ein wenig Handarbeit und vielleicht auch noch den Umgang mit Ini-Dateien oder Skripten nicht scheut, kann sie zudem sehr flexibel an seine persönlichen Wünsche anpassen.
