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Die 10 besten Cloud-Speicher

Dateien sichern, bearbeiten und teilen

Spezielle Speicherdienste ermöglichen es, Dateien auf allen Geräten synchron zu halten, zu bearbeiten und mit anderen zu teilen – oftmals sogar kostenlos. Wir stellen in der Bildergalerie zehn Cloud-Speicher vor, die wir für besonders gelungen halten.

Unter "Cloud Computing" versteht man das Auslagern von Diensten ins Internet, sodass der eigene Rechner nur noch Eingaben weitergibt und Ergebnisse anzeigt – die Berechnungen finden auf einem Server des jeweiligen Anbieters statt. Dieses Prinzip haben sich die Hersteller der Cloud-Speicher-Dienste – allen voran Dropbox – zunutze gemacht, um es Anwendern zu ermöglichen, persönliche Dateien im Internet zu sichern und lokal zu synchronisieren. Dieses einfache Konzept war so erfolgreich, dass es nun neben Dropbox eine Vielzahl an vergleichbaren Speicherdiensten gibt.

Der Speicherplatz ist in der Regel das limitierte Element in den kostenlosen Versionen der Cloud-Dienste. Das Geschäftsmodell ist einfach: wer mehr Speicherplatz braucht, muss zahlen. Allerdings ist der gratis zur Verfügung stehende Speicher von Anbieter zu Anbieter sehr verschieden – bei den hier vorgestellten Anbietern reicht dieser von 2 GB bis 50 GB und beträgt ungefähr 15 GB im Durchschnitt. In ganz anderen Dimensionen kämpfen drei Anbieter aus Fernost um ihre Kunden: Die Dienste Baidu Yun, Yunwei und 360 Yunpan bieten 1-2 Terabyte kostenlos und locken immer wieder mit zeitlich begrenzten Aktionen, in denen schon bis zu 36 TB kostenlos angeboten wurden. Allerdings sind diese Cloud-Dienste nur auf Chinesisch erhältlich und die Zugriffszeiten aus Deutschland so langsam, dass man den Account wohl mehrere Generationen vererben müsste, um die Cloud tatsächlich komplett füllen zu können.

Die zentrale Funktion der Speicherdienste ist die Synchronisation der lokalen Daten mit der Cloud. Dazu bieten die meisten Anbieter native Clients an, die den Cloud-Speicher als lokalen Ordner auf der Festplatte spiegeln und auf Änderungen überwachen. Wird eine Datei auf einem Gerät lokal bearbeitet, aktualisiert der Client automatisch die Datei in der Cloud. Möchte man die Arbeit später an einem anderen Gerät fortsetzen, stellt der Client fest, dass die Online-Version der Datei aktueller als die lokale ist und lädt die aktuelle Fassung herunter. Durch dieses Prinzip ist es besonders einfach geworden, Dateien auf mehreren Geräten ohne Aufwand synchron zu halten. Neben Clients für Desktop-Systeme bieten viele Hersteller auch Clients fürs Handy an, die oft zusätzliche Funktionen bieten, wie etwa das automatische Hochladen von Fotos. Einige Anbieter, etwa Box oder TelekomCloud, unterstützen auch das WebDAV-Protokoll, sodass sich selbst unter Systemen, für die kein nativer Client vorhanden ist, ein synchronisierter Ordner verbinden lässt – sofern das System WebDAV unterstützt, beispielsweise unter Linux. Wer auch seine Dropbox per WebDAV verbinden möchte, sollte sich das kostenpflichtige Tool DropDAV ansehen. Anstelle von WebDAV setzen jedoch viele lieber auf offene Schnittstellen, die es Entwicklern ermöglichen, aus ihrer Software auf die Dienste zuzugreifen. Das hat etwa unter Android zu einer Vielzahl an Dateimanagern geführt, die sich direkt mit den meisten Cloud-Speicherdiensten verbinden können.

Das zweite große Merkmal der Cloud-Speicherdienste ist das Teilen von Dateien und Ordnern mit anderen Nutzern. Bei Dropbox etwa ist es seit jeher möglich, Ordner mit anderen Dropbox-Nutzern zu teilen, sodass diese Ordner auch über mehrere Nutzer hinweg synchronisiert bleiben. Sollte es dabei einmal vorkommen, dass ein Dokument von zwei Nutzern gleichzeitig bearbeitet wird, erkennt Dropbox dies und speichert die Version des zweiten Nutzers mit einem Konflikt-Hinweis im Dateinamen ab. Der offensichtliche Nachteil hierbei ist natürlich, dass die so entstandenen Dateien am Ende wieder manuell zu einer zusammengeführt werden müssen. Zwar arbeitet Dropbox derzeit an "Paper", das die Zusammenarbeit auf geteilten Dokumenten eleganter gestalten soll; noch befindet sich die Anwendung aber in einer geschlossenen Beta-Phase.

Einen Schritt voraus sind die drei großen Anbieter Google, Microsoft und Apple. Die haben in ihre Dienste gleich ganze Office-Suiten als Web-Apps eingebaut, die das Bearbeiten von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen direkt im Browser ermöglichen. Hierbei machen Markierungen in Echtzeit deutlich, welcher Nutzer gerade an welcher Stelle im Dokument arbeitet.

Einige Anbieter bieten für die gespeicherten Dateien auch Versionierung an. Das bedeutet, der Dienst speichert jede Dateiversion in einem bestimmten Zeitfenster – üblicherweise 30 Tage – in dem jede frühere Version wieder hergestellt werden kann. Hat man also mal ein Dokument versehentlich gelöscht oder ist ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zufrieden mit dem Ergebnis, kann man zu früheren Zuständen zurückzukehren. Bei einigen Anbietern ist diese Funktion allerdings auch kostenpflichtig oder auf bestimmte Dateiformate beschränkt.

Ein großes Problem bei Cloud-Diensten jeglicher Art ist natürlich die Sicherheit der Daten. Schließlich muss man dem Anbieter vertrauen, mit den Daten verantwortlich umzugehen. Und da die Server der meisten Anbieter in den USA stehen, fallen die dort gespeicherten Daten nicht unter das deutsche Datenschutzgesetz. Generell wird zwar versichert, dass die Daten verschlüsselt gespeichert werden und die Anbieter keinen Zugriff haben. Nachprüfbar ist gleichwohl nicht, was nach dem Speichern mit den Daten geschieht. Gerade nach den Skandalen um NSA und BND sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass die eigenen Daten auf fremden Servern eventuell abgefangen werden. Man kann das Risiko minimieren, indem man die Daten vor dem Hochladen selbst verschlüsselt. Besonders komfortabel gelingt dies mit dem kostenpflichtigen Tool BoxCryptor, das mit Clients für die wichtigsten Mobil- und Desktop-Systeme das ver- und entschlüsseln auf allen Geräten sehr mühelos gestaltet.

Wer einen eigenen Server besitzt und die Kontrolle über seine eigen Daten behalten möchte, sollte sich mit ownCloud anfreunden. Allerdings sind hier die Funktionen zum parallelen Bearbeiten von Dokumenten nicht so ausgereift wie bei anderen Anbietern. Wer schon ein Office-365-Abo besitzt, sollte bei OneDrive mit einem Terabyte Speicher in nächster Zukunft keine Platzangst bekommen. Wer Amazon-Prime-Kunde ist, kann Amazon Cloud Drive nutzen, um ein Backup seiner Fotosammlung zu erstellen. Da Fotos in der Regel nicht regelmäßig bearbeitet werden, wiegt hier auch die fehlende Synchronisation zwischen lokalem und Cloud-Speicher nicht so schwer. Studenten profitieren bei Dropbox von den Angeboten, den kostenlosen Speicher – zumindest während der Studienzeit – auf 25 GB zu erhöhen. Die Dienste von Apple und Google sind natürlich besonders für jene interessant, die sowieso eines der beiden Ökosysteme benutzen. Dabei sind die Dienste von Google auch mit anderen Systemen nutzbar – umgekehrt ist das nicht der Fall. (tta)

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