{{commentsTotalLength}}

Mac's Finest (1)

Themen-Special: Foto & Grafik, Internet, Netzwerk & Server für OS X

Nach dem großen Erfolg der Themen-Specials "Unsere Besten", Teile 1, 2 und 3, die sich überwiegend an Windows-Anwender richteten, und vielen Anfragen nach ähnlichen Specials auch für den Mac, kommt hier das erste – zu den Themen Foto & Grafik, Internet, Netzwerk & Server.

Außerdem im Software-Verzeichnis: die Specials Mac's Finest, Teil 2, zu den Themen Systemsoftware, Audio & Video, Freizeit & Hobby, Wissenschaft & Technik sowie Teil 3 zu Office, Sicherheit, Programmierung, Spiele.

Wie bei den erwähnten Windows-Specials auch waren der Download-Rang, die Durchschnittsnote und das gute Abschneiden in c't wesentliche Auswahlkriterien für die Gratis-Programme. Die Texte stammen überwiegend aus der c't-Software-Kollektion; enstprechend finden Sie viele Vertreter in den kommenden drei Specials auch schon auf c't-CD oder -DVD, freilich über viele Scheiben verteilt und zum Teil bereits veraltet. Darüber hinaus wurden uns einige Programme, die wir noch nicht kannten, eine Erwähnung an dieser Stelle aber verdient haben, freundlicherweise von Mac-Anwendern genannt; diese haben wir neu beschrieben. An dieser Stelle herzlichen Dank für die Mithilfe. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass es nicht alle tollen Mac-Programme in dieses Special geschafft haben.

Betrachter und Konverter

Der GraphicConverter ist eine feste Software-Größe, auf der ganzen weiten Mac-Welt, seit vielen Jahren. Thorsten Lemkes Tool zeigt über 200 Grafik- und Fotoformate an und kann davon etwa 80 exportieren. Damit eignet es sich auch als universaler Bildbrowser. Es druckt und speichert Kontaktabzüge, zeigt Bilder als Diashow und erstellt HTML-Galerien inklusive Metadaten. Die Shareware läuft unbegrenzt, unregistriert zeigt sie aber zunächst zehn beziehungsweise später 30 Sekunden lang einen Startbildschirm und bietet keine Stapelverarbeitung. (akr)

Die eigenen Fotos gelangen mit JAlbum zu einer würdigen Darstellung im Web. Das Java-Werkzeug nimmt Bilderordner mittlerweile per Drag and Drop entgegen, einzelne Bilder verschiebt man mit der Maus an die richtige Stelle. Zahlreiche Vorlagen (Skins) geben den Galerien das gewisse Etwas. Wer mag, kann vor dem Veröffentlichen einer Galerie diverse Details anpassen, etwa die Größe und Qualität der Einzelbilder oder welche EXIF-Tags publiziert werden sollen. Mit dem integrierten FTP-Client spielt JAlbum das fertige Werk auch gleich auf den Server. (Tobias Engler/ad)

Poster und Panoramen

PosteRazor verteilt ein Foto auf mehrere Seiten und versieht diese mit Klebekanten, anhand derer man das Bild nach dem Ausdruck in Starschnitt-Manier zusammensetzen kann. Der Nutzer bestimmt Ausrichtung, Anzahl der Seiten und die Breite des Rands. Das Resultat schickt PosteRazor an den Drucker oder speichert es als PDF-Dokument. (akr)

Fürs Erstellen von Panoramabildern, großen Motiven aus zusammengesetzten Einzelfotos, erwartet Hugin grundsätzlich das Markieren einiger Kontrollpunkte im Überlappungsbereich aller Bilderpaare. Auch wenn jeweils fünf bis zehn solcher Punkte reichen, artet dies jedoch im Nu in eine abendfüllende Arbeit aus. Dabei empfiehlt es sich, die Punkte gleichmäßig zu verteilen und nicht zu nah am Rand zu platzieren, damit Hugin die Bilder besser zusammensetzen kann. Ein Optimierungslauf auf der Registerseite "Optimieren" überprüft danach alle Einstellungen, wobei eine Standardabweichung unter 5 auf ein gutes Resultat schließen lässt. Erst danach sollte man unter "Zusammenfügen" die Ausgabeoptionen setzen und den eigentlichen Programmlauf starten. (db)

Bildbearbeitung

Digikam wurde ursprünglich als grafisches Frontent für den Linux-Desktop KDE zum Überspielen von Bildern der Kamera entwickelt, läuft aber mit Hilfe von Fink inzwischen auch auf dem Mac und bringt Funktionen zur Verwaltung, Bearbeitung und Präsentation von Fotos mit. Die meisten Export- und einige Bilbearbeitungsfunktionen stammen aus dem Kipi-Plug-in-Paket. Beim ersten Start erwartet das Programm die Angabe eines Verzeichnisses, in dessen Unterordnern es Bilder verwaltet. Jedes Unterverzeichnis stellt es als Album dar, in das man sowohl Bilder von der Digitalkamera als auch von der Festplatte importieren kann. Beim Kameraimport gefällt vor allem die Option, den Fotos einen aussagekräftigen Basisnamen zu geben, auf Wunsch dreht Digikam die Bilder anhand der EXIF-Informationen. Über zwei Leisten links und rechts am Fensterrand hat man Albenlisten nach Namen, Datum und Stichwörtern sowie Informationen zum gerade markierten Foto wie die EXIF- und IPTC-Daten und ein Histogramm immer im Blick. Den Bildern kann man Kommentare hinzufügen oder sie mit Schlagwörtern und Bewertungen von einem bis zu fünf Sternchen versehen. Die Schlagwörter und Bewertungen schreibt Digikam in die IPTC-Daten, Kommentare hinterlegt es in den JPEG-Headern einer Datei. Auf Wunsch schreibt es auch Namen, Copyright und Danksagung als IPTC-Daten in jedes Foto, das es von der Kamera überträgt; beim Import von Bildern auf der Festplatte gibt es diese Option jedoch nicht. Bei den Fotobearbeitungsfunktionen und den Effektfiltern sind die Korrekturdialoge besonders gut gelungen. Hier bekommt man wahlweise Original und Ergebnis nebeneinander oder vertikal respektive horizontal geteilt als Vorschau angezeigt. Anwender, die nicht die Geduld haben, die optimalen Werte mit Schiebereglern selbst einzustellen, können auf eine der Automatikfunktionen zurückgreifen. Sie erzielen besonders bei zu dunkel geratenen Aufnahmen gute Ergebnisse. Auch zum Schärfen gibt es vordefinierte Einstellungen wie einfaches Schärfen und unscharf Maskieren. Mit den künstlerischen Effekten verwandelt man seine Bilder in Ölgemälde, Kohlezeichnungen, verziert sie mit einer Textur oder mit Regentropfen. Zudem bietet Digikam verschiedene Möglichkeiten zur Präsentation der Fotosammlung. Neben Druckassistenten, HTML-Gallerie, Diashow- und Videofunktion unterstützt das Programm auch die PHP-Anwendung Gallery sowie den Online-Dienst Flickr. (Dominik Heimann/amu)

Der Bildeditor PhotoLine kann ein ausgewachsenes Farbmanagement mit CMYK- und 16-Bit-Unterstützung aufweisen. Mit Ebenen und nichtdestruktiven Ebeneneffekten sowie einem Makro-Recorder und der Unterstützung Photoshop-kompatibler Plug-ins beweist die Shareware, die sich auch unregistriert benutzen lässt, ihren professionellen Anspruch. Erwähnenswert sind die Textfunktionen, die hinter Buchstaben ein Foto hervorscheinen oder sie an Bezier-Kurven entlangfließen lassen. Außerdem bietet PhotoLine Tools zum Erstellen von Buttons inklusive Rollover-Effekt für die Webseite und druckt Poster oder Etiketten. (akr)

Die Bildbearbeitungs-Suite Gimp, ebenfalls ein Linux-Spross, kann es inzwischen im Umfang mit kommerziellen Profi-Tools wie Adobe Photoshop aufnehmen. Die aktuelle Version enthält das lang erwartete Farbmanagementsystem, mit dem sich über ICC-Dateien Arbeitsfarbraum sowie Monitor- und Druckerprofile festlegen und nach verschiedenen Rendering Intents umrechnen lassen. Beim Öffnen von Dateien fragt Gimp nach, ob es eingebettete ICC-Profile interpretieren oder verwerfen soll. Menü-Einträge wie ScriptFu und PythonFu finden sich nun unter den Filtern. Per Tabulator-Taste blendet Gimp alle Paletten aus. Fotografen können sich über Werkzeuge zum Korrigieren roter Augen, von Vignettierung und perspektivischer Verzerrung freuen. Objekte sollen sich nach grober Markierung halbautomatisch freistellen lassen. Eine bestehende Rechteckauswahl kann der Nutzer mit Anfassern ändern, ohne das Transformieren-Werkzeug bemühen zu müssen. Das Textwerkzeug zeigt Schrift bereits während der Eingabe an und lässt sie auf Wunsch an Pfaden entlanglaufen. Außerdem soll Gimp Photoshop-Dateien inklusive Ebenenmasken lesen, Photoshop-Werkzeugspitzen laden und EXIF-Informationen problemlos in JPEG-Dateien schreiben können. (akr)

Plug-ins

Über 30 mehr oder weniger nützliche Effekte vereint die Plug-in-Sammlung Freebies für Photoshop und kompatible. Die Palette reicht von Falschfarben zu psychedelischen Verfremdungen über Graufilter bis zu Schwarzweiß-Pixelgrafiken. Die Filter kommen mit einer Ausnahme ohne Einstellungsoptionen und Vorschau aus; das Resultat sieht man also erst im Nachhinein. Daher sollte man vor dem Anwenden eines Effekts die Ursprungsdaten auf einer weiteren Ebene sichern. (db)

Die Plug-in-Sammlung Harry's Filters vereint fast 70 Effektfilter, die sich über eine vorbildliche Oberfläche steuern lassen. In neun Kategorien wie Farbe, Rauschen oder Kunst findet der Anwender schnell den passenden Filter für seinen Zweck, um etwa Rauschen zu entfernen oder zu erzeugen. Die Vorschau zeigt das Resultat jeder Manipulation an den Schiebereglern sofort an. Solche Modifikationen kann man unter beliebigem Namen speichern. (db)

Vektorgrafik und Zeichnen

Der Open-Source-Vektorgrafikeditor Inkscape bringt manches raffinierte Werkzeug mit, bei dem kommerzielle Konkurrenten passen müssen: Kalligrafie-Linien belebt es durch beigemischtes Zittern, Masken und Ausschneidepfade blenden Bildteile aus, ohne deren Originalpfade anzugreifen. Ein Gaußscher Weichzeichner taucht sowohl eingebundene Bitmaps als auch Vektor-Objekte in Unschärfe. Verschiebt man einen Knoten, schmiegt sich der Verlauf des Pfades durch dessen Nachbarn weich in die neue Form. (pek)

Früher hieß es Programmablaufplan, heute, in einer etwas erweiterten Version, Unified Modeling Language (UML). Bei yEd Graph Editor handelt es sich um ein Programm, mit dem man UML-Graphen, Ablaufpläne und -diagramme entwerfen kann. Der Unterschied zu einem Vektormalprogramm besteht darin, dass spezielle Werkzeuge bereitstehen, um Knoten und Verknüpfungen zu erstellen und Graphen zu erzeugen, die dann auf ganz unterschiedliche Weise dargestellt und verformt werden können. Größe, Form, Farbe und Position der Knoten darf der Anwender nach Belieben festlegen und seine Graphen in verschiedenen Formaten speichern. Der yEd Graph Editor benötigt eine Java-Umgebung, für Mac OS X ja kein Problem. (Lars Bremer/se)

DTP

Es muss nicht immer QuarkXPress sein: Das kostenlose Desktop-Publishing-Programm Scribus glänzt beim Import, holt Vektorbilder in den Formaten PDF, EPS und SVG ins Boot und erlaubt Grafiken der letzteren beiden Typen mit Bordmitteln weiterzubearbeiten. Beim Export verwandelt es EPS-Bilder in Bitmaps, deren Auflösung der Anwender bestimmt. Grundlinienraster, optischer Spaltenausgleich und Textsatz innerhalb und entlang beliebiger Formen sorgen für ein professionelles Schriftbild und gestalterischen Freiraum. Allerdings sieht der Open-Source-Schriftsetzer weder Fußnoten vor noch beherrscht er eine automatische Umbruchkontrolle. Schreibfehler muss der Anwender bis auf Weiteres per Hand beseitigen. Der Export als PDF-Version 1.5 gelingt Scribus hingegen ohne Probleme. Beim Export als PDF/X-3 erscheinen transparent angelegte Objekte deckend. Eine Farbfläche und schwarzer Text wird korrekt überdruckt, Schrift in Magenta dagegen trotz gegenteiliger Anweisung nicht. Bei der PDF-Analyse mahnt Acrobat an, dass nicht alle Glyphen der verwendeten Schrift eingebettet seien, zeigt den vorgesehenen Text aber fehlerfrei an. (pek)

Malen

Beim Malprogramm ArtRage steht weniger die hundertprozentige Simulation realer Pinsel im Vordergrund als vielmehr der Spaß am Malen. Mittlerweile kann das Programm mit der ungewöhnlichen Oberfläche einen ernstzunehmenden Funktionsumfang bieten: Ölpinsel, Farbroller und -tuben, Spachtel, Filzstifte und Kreiden helfen, farbenfrohe Motive schnell zu erstellen. Viele Malwerkzeuge tragen sichtbar auf, ähnlich dem Impasto-Effekt von Corel Painter.
Die interessanteste Neuerung der Revision 2.5 ist das Lineal- und Schablonenwerkzeug. Auf der Arbeitsfläche abgelegte Lineale lassen sich jederzeit rotieren und skalieren; eine Stecknadel kennzeichnet den Drehpunkt. Schablonen funktionieren wie ihre realen Entsprechungen, lassen sich aber frei skalieren. Außerdem haben die Entwickler die Ebenenverwaltung ausgebaut, neue Tastenkürzel vergeben und das Werkzeugverhalten optimiert. Die Gratisversion ist auf einfache Malwerkzeuge und Funktionen beschränkt; online kostet das deutschsprachige Programm 25 US-Dollar. (ghi)

3D-Rendering

Wer mal in die Welt des 3D-Modelling hineinschnuppern möchte, findet in Wings 3D ein kostenloses und einfach zu bedienendes Einsteigerwerkzeug. Fans von Klickibunti werden am grauen Interface allerdings wenig Freude haben. Zur Bedienung ist eine Dreitastenmaus essenziell: Mit der linken Taste wird modelliert, die rechte öffnet ein kontextabhängiges Befehlsmenü und die mittlere dient zur Manipulation der Ansicht. Tastenkürzel lassen sich unkompliziert anpassen, aber auch neu definieren. Lathe-Werkzeuge oder Spline-basierendes Modelling gehören hier nicht zum Lieferumfang. Dafür produziert Wings 3D stets saubere Polygon-Meshes und bietet effektive Methoden zur Reduktion der Komplexität. Wings 3D wurde in Erlang geschrieben, einer interpretierten Sprache. Bei allzu hochaufgelösten 3D-Modellen steigt die Reaktionszeit bis zur Unbedienbarkeit. Die Software importiert und exportiert zahlreiche 3D-Formate. Zudem liest sie 2D-Kurven aus Illustrator ein und schreibt Konturen-Renderings als EPS. Zahlreiche Web-Tutorials helfen dem Einsteiger auf die Sprünge. Aber auch bei Modelling-Profis hat sich Wings 3D einen festen Platz in der Werkzeugkiste erarbeitet. Erfahrene Anwender finden die Reduktion auf das Wesentliche erfrischend und nutzen Wings 3D als 3D-Skizzenblock, dessen Rohergebnisse sie dann in anderen 3D-Anwendungen weiterverarbeiten. (ghi)

Blender, zuletzt durch den Open-Source-Film Elephants Dream einer breiteren Nutzerbasis bekannt geworden, meistert alle Funktionen für 3D-Modelling und Animation mit Partikeln, Figuren oder Spezialeffekten. Allerdings konfrontiert die Oberfläche den Benutzer mit einer Unmenge an Bedienelementen. Auch wenn sie sonst durchdacht wirkt, verlangt sie einige Zeit zum Einarbeiten. Dafür bietet der Echtzeitmodus Werkzeuge, um Computerspiele mit Kollisionen-Erkennung zu generieren und liefert eine eigene Spiele-Engine. (db)

Die Funktionsfülle des kostenlosen Raytracers übertrifft so manches kommerzielle Programm. Seit über zehn Jahren pflegt das 'POV-Team', eine engagierte Gruppe von freiwilligen Entwicklern, die Software. Damit ist POV-Ray eines der ältesten kontinuierlich weiterentwickelten Freeware-Projekte überhaupt. Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt stets auf möglichst hoher Qualität und der Umsetzung des aktuellen Stands der 3D-Technik. So setzte POV-Ray seinerzeit als eines der ersten Programme "Photon Mapping" um – diese Rendertechnik erzeugt Lichtreflexionen in Spiegeln sowie durch Brechungen entstehende Lichteffekte (Caustics). Im Unterschied zu den meisten anderen 3D-Softwarepaketen, die den Renderer eng mit den grafischen Modellierungswerkzeugen verbinden, arbeitet POV-Ray ausschließlich über Skripte. Dadurch lässt sich POV-Ray deutlich weiter programmieren und ausbauen als die meisten Konkurrenzprodukte. Wer nicht auf ein grafisches Gestaltungswerkzeug verzichten mag, greift entweder auf einen der zahlreichen Modeller zurück, die POV-Ray-Dateien schreiben – oder auf ein Konvertierungswerkzeug, das dem Freeware-Renderer 3D-Fremdformate nahe bringt. Neue Funktionen in der Version 3.5 erleichtern die Konvertierung anderer Formate: So unterstützt POV-Ray jetzt die zweidimensionale Texturierung entlang der Koordinaten einer Objektoberfläche (UV-Mapping) und ein neues kompaktes Format für Dreiecksgitter (mesh2). Zu den weiteren Verbesserungen gehören effizientere volumetrische Effekte wie Nebel oder Wolken (Media) und realistischere Reflexionen bei Objekten aus Glas und Metall. Die Berechnung diffuser Reflexionen wurde erweitert (Radiosity); zudem haben die Entwickler neue Lichtquellen-Eigenschaften eingeführt, darunter die Gruppierung von Lichtern. Zu den herausragenden Neuerungen zählt die Möglichkeit, Äquipotenzialflächen (Isosurfaces) beliebiger Funktionen ohne die vorherige Berechnung eines Dreiecksgitters darzustellen, was zum Beispiel die Berechnung von künstlichen Landschaften mit beliebiger Genauigkeit erlaubt, ohne viel Speicher zu belegen. (Christoph Hormann/ghi)

Surfen

Apples Safari hat viele Vorteile, es ist zum Beispiel schnell und – welch ein Wunder – besser in Mac OS X integriert als jeder anderer Browser. Gängige Features wie Tabbed-Browsing, RSS-Unterstützung oder das Sperren von Pop-Ups beherrscht der Web-Jäger ebenso gut wie die Konkurrenten. Neu hinzugekommen sind in Version 3 eine übersichtlichere Suchfunktion sowie die coole Möglichkeit, Web-Seiten auf Knopfdruck in Dashboard-Widgets zu verwandeln. In der täglichen Praxis vermutlich nützlicher ist da die integrierte PDF-Anzeige samt Zoom-Funktion. Auch das gemeinsame Speichern von Tab-Sets unter einem Bookmark erleichtert die Surferei; Plug-ins rüsten nach, was fehlt. Doch tadellos arbeitet auch Safari nicht: er stürzt durchaus bisweilen ab und hat nach wie vor mit einigen Webseiten ernsthafte Schwierigkeiten. Deshalb sollten Mac-Anwender stets einen zweiten Browser parat haben. Zum Glück kommen da mehrere Kandidaten in Frage. (Tobias Engler/se)

Opera besitzt viele nützliche Alleinstellungsmerkmale, etwa die Option, aus jedem Suchfeld eine Suchmaschine für die Browser-Oberfläche erzeugen zu können, oder die Einstellungen, mit denen der Benutzer seitenspezifisch festlegen kann, ob zum Beispiel JavaScript ausgeführt werden darf. Mit dem seit Version 9.2 verfügbaren "Speed Dial" kann der Benutzer bis zu neun Lesezeichen als Kurzwahltasten vorgeben. Wann immer er ein neues Browser-Tab öffnet, lädt Opera Miniaturvorschauen der Seiten. Mit einem Mausklick lassen sie sich öffnen. (jo)

Auch mit Version 2 ist Firefox ein schlanker, flotter Browser geblieben. Nichtsdestotrotz bietet er die ideale Grundausstattung für Surf-Touren, unter anderem mit Tab-Browsen, anpassbarem Suchfeld und der inkrementellen Suche für die Webseite. Wer Firefox aufbohren will, dem stehen so viele Erweiterungen zur Verfügung wie für keinen anderen Browser. Lesen Sie dazu bitte unser Themen-Special "Add-ons für Firefox". (jo)

Die Mac-Gemeinde hat den Mozilla-Abkömmling Camino längst als Alternative zu Safari akzeptiert. Wie der große Bruder Firefox vertraut Camino beim Rendering auf Gecko. Während Firefox am Mac allerdings etwas behäbig wirkt, braust Camino mit Vollgas los. Werbeblöcke werden auf Wunsch gar nicht erst angezeigt; die Cookie-Verwaltung glänzt nicht nur durch flexible Annahmeregeln, sondern auch durch eine hilfreiche Suchfunktion. Mehrere Lesezeichen können in Ordnern zusammengefasst werden, um sich so mit einem einzigen Klick auf einzelne Tabs verteilt öffnen zu lassen. (Thomas Hartfeld/ad)

Wer sich als rechtschaffener Bürger Sorgen macht, dass seine Surf-Exkursionen nicht ganz so privat sein könnten, wie gemeinhin angenommen, der kann JAP einsetzen. Der Client, der im Browser als Proxy eingetragen wird, leitet sämtliche Web-Verbindungen verschlüsselt an ein ausgeklügeltes Anonymisierungssystem weiter. Die Rekonstruktion individueller Nutzerdaten wird dadurch nahezu unmöglich, immer vorausgesetzt, es nehmen ausreichend viele Teilnehmer den Dienst zur selben Zeit in Anspruch. Der Nachteil: Das Surfen wird spürbar langsamer. (Tobias Engler/ad)

Mailen

Kaum ein anderes E-Mail-Programm zeigt sich den verschiedensten Anforderungsprofilen so gut gewachsen wie Thunderbird – und das zum Nulltarif. Egal ob POP oder IMAP, per Wählverbindung oder Standleitung – Thunderbird holt aus jeder Situation das Beste heraus und überzeugt zumindest E-Mail-Profis, die mit großen Mengen hantieren, von seinen Vorzügen gegenüber dem bei Mac OS X eingebauten Apple Mail. Thunderbird 2.0 wartet mit einer sanft erneuerten Oberfläche auf. Außerdem bietet sie neue Funktionen, die den Nutzer große Mail-Bestände leichter verwalten lässt. Der ohnehin schon große Umfang lässt sich durch Add-ons noch erweitern, etwa um eine deutsche Rechtschreibkontrolle. (hob)

Mulberrys Umgang mit IMAP-Servern ist vorbildlich. Es lässt den Nutzer beispielsweise Zugriffsrechte auf IMAP-Mailboxen verwalten oder Filterregeln in der Sprache SIEVE an den Server übergeben. Der Client hört bei Bedarf fast vollständig auf Tastatur-Hotkeys und bietet viele weitere Features, die ihn für Mail-Profis zum Werkzeug der Wahl werden lassen. Die Autoren von Mulberry stellen den Mail-Client inzwischen unter einer Open-Source-Lizenz (Apache 2) zur Verfügung. (hob)

Unverschlüsselte E-Mails sind ungefähr so sicher wie eine Postkarte. Mac GNU Privacy Guard, kurz Mac GPG, ist als Portierung von GnuPG ein freier und OpenPGP-kompatibler Ersatz für PGP. Das Paket besteht aus verschiedenen Tools, die sich um die Schlüsselverwaltung, Text- und Datei-Verschlüsselung, Signierung sowie die Voreinstellungen kümmern -– mit Hilfe einer grafischen Oberfläche. Darüber hinaus stellt das Objective-C-Framework GPGME Entwicklern die Funktionen mittels libgpgme bereit.

Als lokaler Proxy schützt Privoxy das eigene Netzwerk vor der Spam-Flut. Flexible Filter blockieren – Browser-unabhängig – Cookies, Webbugs, Werbebilder und sogar sich selbst vergrößernde Fenster. (Tobias Engler/ad)

Chatten, Videotelefonieren

Der VoIP-Client Skype setzt auf ein proprietäres Protokoll und enthält einen Instant Messenger. An Breitbandanschlüssen erreicht er bei netzinternen Verbindungen eine deutlich bessere Tonqualität als übers herkömmliche Festnetz und Video-Telefonate mit Auflösungen von bis zu 640×480 Pixeln – die sogar in ansehnlicher Qualität auf bildschirmfüllende Darstellung extrapoliert werden – bei bis zu 30 Frames pro Sekunde. Die Bildqualität ist also durchaus mit der von iChat zu vergleichen. Im Unterschied zu diesem beherrscht Skype zwar keine Konferenzen mit mehr als zwei Teilnehmern, dafür ist es auch für Windows und Linux erhältlich und bei vielen Millionen Nutzern weltweit im Einsatz. Über den kostenpflichtigen Dienst Skype-In ist der Client über eine Festnetz-Telefonnummer erreichbar, auch abgehende Gespräche in die Telefonnetze sind gegen Vorkasse zu recht günstigen Preisen möglich. (uma/se)

Der Open-Source-IM-Client Fire spricht die Sprachen von AIM, ICQ, IRC, Jabber, MSN und Yahoo! Messenger, wurde aber leider eingestellt. Eine prima Alternative ist der Instant-Messaging-Client Adium, der sich ebenfalls durch die Vielfalt der unterstützten Dienste und Protokolle auszeichnet: Neben AIM, ICQ, MSN, Yahoo und Jabber gehört natürlich auch iChat dazu. Benachrichtigungen lassen sich direkt einblenden, ohne dass Adium im Vordergrund sein muss. Da man Unterhaltungen auch verschlüsseln kann, eignet sich die Software nicht nur für private Anwendungszwecke. (Thomas Hartfeld/ad)

Filesharing, Download-Manager

Das Open-Source-Projekt Phex ist ein in Java implementierter Gnutella-Client. Das Programm wirkt auf den ersten Blick recht unscheinbar, wartet jedoch mit einer Reihe von interessanten Features auf, etwa die Wiederaufnahme eines abgebrochenen Downloads von einem anderen Host. Statt aktiv nach Dateien zu suchen, kann man sich mit Phex auch auf die Lauer legen: Im "Passive Search"-Modus fängt man bereits erfolgreiche Suchergebnisse anderer Gnutella-User ab. Diese Funktion kann sich als nützlich erweisen, wenn man das Gnutella-Net auf längere Zeit auf die Verfügbarkeit einer bestimmten Datei scannen will. (vza)

Der FTP-Client Filezilla besitzt eine komfortable Oberfläche. Er unterstützt SFTP und FTP über SSL/TLS. Mit der Proxy-Unterstützung lässt er sich in Netzwerkumgebungen einfügen. Das Programm beherrscht auch den Transfer großer Dateien jenseits der 4-Gigabyte-Marke. Ein optionales Tempo-Limit sorgt dafür, dass auf der Internet-Anbindung noch genügend Kapazität für andere Anwendungen übrig bleibt. (uma)

Unterstützung für Bonjour, Keychain und externe Editoren wie SubEthaEdit bietet der übersichtliche SFTP-Client Cyberduck, der auch FTP über TLS beherrscht. Der Dateiaustausch mit M(S)FTP-Servern gelingt per Drag and Drop, zahlreiche Extras wie zum Beispiel die Anbindung von AppleScript und Finder-Bookmarks, die Uploads starten können, erleichtern die tägliche Arbeit ebenso wie kleinere Details. So kann Cyberduck eine Verbindung halten, indem es "NOOPs" (Code für "No Operation") an die Gegenstelle sendet. Außerdem lassen sich Standard-Dateiberechtigungen für Downloads und Uploads einstellen. (Thomas Hartfeld/ad)

HTML- und Blog-Editoren

Der kostenlose Webeditor Nvu kann es durchaus mit kommerziellen Konkurrenten aufnehmen. Gerade Gelegenheitsautoren werden die WYSIWYG-Darstellung und -Bearbeitung zu schätzen wissen. Wer will, kann jederzeit auf Tag- oder Code-Ebene heruntergehen, über Kontextmenüs lassen sich auch noch die kleinsten Details wie etwa rel-Attribute für Links einstellen. Größere Projekte verwaltet Nvu in einer Baumansicht, mittels integriertem FTP-Client gelangen sie ohne Umwege auf den Server. (Thomas Hartfeld/ad)

Aktive Blogger vermissen in den spartanischen Online-Editoren der Blog-Anbieter schnell den Komfort einer ausgefeilten Schreibumgebung, zumal jeder Anbieter wieder mit seinen Eigenheiten aufwartet. MarsEdit versteht sich mit nahezu allen populären Blog-Systemen und vereinheitlicht so das Schreiben. Allerdings darf man kein WYSIWYG erwarten, auch MarsEdit kocht nur mit HTML. Eine Vorschau erleichtert den Überblick, die Rechtschreibprüfung von OS X sorgt für fehlerarme Bonmots. Praktisch: Bilder aus der eigenen Flickr-Sammlung gelangen auf Knopfdruck in den Blog-Eintrag. Wer sich von seinem Texthelfer mehr erwartet, kann Tools wie TextWrangler oder SubEthaEdit zur Bearbeitung einbinden. MarsEdit selbst übernimmt dann weiterhin das Speichern und Veröffentlichen der Posts – auf Wunsch inklusive Ping an Technorati & Co. Ohne Registrierung verweigert die Shareware allerdings nach 30 Tagen den Dienst. (Tobias Engler/se)

WordPress zählt zu den beliebtesten Weblog-Systemen, unter anderem weil es sich schnell installieren und einfach bedienen lässt. Unter doku.wordpress.de finden sich Verweise auf etliche frei erhältliche Templates für das individuelle Erscheinungsbild. WordPress setzt Webspace mit PHP und MySQL voraus. (jo)

Das Content-Management-System Joomla, das sich 2005 von Mambo abgespalten hat, gilt als mächtiger und dennoch vergleichsweise einfach bedienbarer Verwalter größerer Websites. Eine lebendige Nutzergemeinde und zahlreiche Module sprechen für die auf PHP und MySQL basierende Software. (heb)

MediaWiki dürfte als das Content-Management-System, das die Online-Enzyklopädie Wikipedia antreibt, mittlerweile recht bekannt sein. Aber auch außerhalb von Wikipedia zählt es zu den beliebtesten Wiki-Engines, unter anderem wegen seiner guten Unterstützung für verschiedene Medientypen. MediaWiki setzt PHP und MySQL voraus. (jo)

Wer HTML lieber von Hand editiert, ist mit Smultron gut beraten.

Tools

Der RSS-Reader Vienna empfängt RSS- sowie Atom-Feeds und bietet außer den dafür notwendigen Standardfunktionen auch noch was fürs Auge: drei wählbare Layouts sowie einige hübsche Themes. Links in den Artikeln können praktischerweise gleich im integrierten Mini-Browser geladen werden, sicherheitsbewusste Surfer finden dazu in den Voreinstellungen die Option zum Ausschalten der JavaScript-Unterstützung. (Thomas Hartfeld/ad)

Die P2P-Suchmaschine YaCy soll eine unabhängige Alternative zu Google und Co. werden – indexiert wird, was die Peer-Betreiber aus dem Netz laden. Den persönlichen Index kann man der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Er wird in Form einer verteilten Hash-Tabelle vorgehalten, aus der man nicht ableiten kann, wer welche Seiten ursprünglich geladen hatte. Die Installation des eigenen Peers ist einfach, administriert wird über ein Web-Interface. (Tobias Engler/ad)

http-Server

Die Installation eines Webservers inklusive Datenbanksystem und Skriptsprachen hat so ihre Tücken. MAMP, die Mac-Variante von WAMP respektive XAMPP, ist ein Komplettpaket, das Web-Entwicklern Apache, MySQL, Perl und PHP nahezu fertig vorkonfiguriert zur Verfügung stellt. Aber Obacht: MAMP ist unbesehen nicht für den Produktivbetrieb geeignet, da die Sicherheitseinstellungen absichtlich lasch gehalten sind, um den Entwickler möglichst frei experimentieren zu lassen. (Thomas Hartfeld/ad)

Mittlerweile weit verbreitet ist der Spam-Filter SpamAssassin. Das Tool steht sowohl in einer Kommandozeilen-Version als auch als Mail::Audit-Plug-in (Perl-Modul "Mail::SpamAssassin") zur Verfügung und lässt sich so recht flexibel in den verschiedensten Umgebungen einsetzen. Mit spamd steht zudem ein Daemon bereit, der auch hohes Mailaufkommen bewältigen kann. SpamAssassin filtert Mails anhand einer großen Regelbasis, die unter anderem bestimmte Header-Konstellationen berücksichtigt, sowie mittels Black- und Whitelists. Seit Version 2.5 kennt das clevere Werkzeug auch Bayes-Filter. (Tobias Engler/se)

Monitoring

Es kann gute Gründe geben, dem eigenen Internet-Zugang etwas genauer auf die Übertragungsleistung zu schauen. Der Net Monitor informiert kontinuierlich über den aktuellen Durchsatz eingehender wie ausgehender Datenströme einer bestimmten Netzwerkschnittstelle, wahlweise als Icon im Dock, in einem Fenster oder in der Menüleiste. Je nach persönlicher Vorliebe lässt sich die Anzeige in der Leiste in Form eines Graphen, als Text, Ampel oder Grid einstellen. Die Fensterdarstellung vereint Graph und Text und ist in Größen von 32×32 bis 256×256 verfügbar. Alle Darstellungsarten darf der Anwender nach Lust und Laune in puncto Transparenz (Vorder- und Hintergrund), Farben und Skalierung (linear oder nach der Quadratwurzel) konfigurieren. In der Graphansicht sind verschiedene Modi wie "Nur Senden" oder "Empfangen über Senden" möglich, entweder akkumuliert oder einander gegenübergestellt. Ein Raster erhöht bei Bedarf die Übersichtlichkeit, die verstellbare Linienbreite trägt das Ihre dazu bei. Um Prozessorzyklen zu sparen oder auf der anderen Seite die Abtastauflösung des "Abhorchers" zu verfeinern, kann der Benutzer das Update-Intervall für den zu messenden Durchsatz selbst bestimmen. Mobile Nutzer dürften sich zudem über die Option freuen, beim Rechnerwechsel automatisch die primäre Netzwerkschnittstelle beizubehalten – der Net Monitor kümmert sich dann von selbst um den Umstieg von Airport auf Ethernet. (Tobias Engler/psz)

Nmap heißt ein mächtiger Port-Scanner für die Kommandozeile. Er findet nicht nur heraus, ob im lokalen Netz oder auf der Internetseite des Routers ungewollt Dienste offen stehen, ob ein Rechner über das Netzwerk nutzbare Sicherheitslücken aufweist oder welche Dienste eine unbekannte Station im Netz anbietet, sondern erkennt in der Regel auch Server- und Betriebssystemversionen. (je)

Der Multi Router Traffic Grapher, kurz MRTG, überwacht per Simple Network Management Protocol (SNMP) die Auslastung von Servern und Routern. Da Bilder bekanntlich viel aussagekräftiger als Zahlen sind, präsentiert die Software keine endlosen Zahlenkolonnen, sondern generiert HTML-Seiten mit anschaulichen Grafiken. Auf der Webseite finden sich zahlreiche Beispiele für die Anpassung an verschiedene Geräte. (je)

VPN und VNC

Das kostenlose Tool zum Aufsetzen eines Virtual Private Networks, Hamachi, erfreut sich insbesondere bei Online-Spielern zunehmender Beliebtheit. Das reizvolle daran: Hamachi bohrt sich durch NAT-Router und Firewalls und simuliert vollständig ein LAN über Internet. Deshalb funktionieren auch Spiele online, die eigentlich für LANs konzipiert sind und insbesondere an NAT-Routern scheitern, beispielsweise das beliebte Command & Conquer. Anders als übliche Software zum Aufbau von Virtual Private Networks kommt Hamachi ohne mühsame Server-Einrichtung und -Verwaltung aus. Leider kann man anders als unter Windows gesicherte Verbindungen über das ungesicherte öffentliche Internet nicht mitwenigen Mausklicks, sondern nur über die Kommandozeile – und unter Leopard noch gar nicht – einrichten. Hamachi arbeitet mit einem zentralen Server-System, das den Clients die Verbindungen zueinander vermittelt. Und weil diese Server ausschließlich der Hersteller verwaltet und er infolgedessen auf die Schlüssel der Peers zugreifen kann, setzt das Konzept viel Vertrauen in den Anbieter voraus. (ea) / (rek)

Mac-User können mit Hilfe von Vine (früher OSXvnc) ohne großen Aufwand einen VNC-Server (Virtual Network Computing zum Fernsteuern anderer Rechner) aufsetzen. Die Software zeichnet sich durch einen übersichtlichen Konfigurationsdialog aus, lediglich wenige Angaben, etwa zum einzusetzenden Port oder der Eingrenzung auf ausschließlich lokale Verbindungen, sind nötig. Die Log-Datei gewährt Einblick in Verbindungsversuche und etwaige Betriebsprobleme. (Tobias Engler/se)

Microsoft liefert mit der Remote-Desktop-Verbindung zwar ein Programm, um vom Mac aus Windows fernzusteuern, doch wird es eher lieblos gepflegt und lässt so Raum für Alternativen. Craig Dooley und Dorian Johnson, die Autoren von CoRD, haben aufbauend auf freien Implementierungen des Remote Desktop Protocol (RDP) ein Terminalprogramm für Microsofts Terminal-Dienste beziehungsweise den Remote Desktop geschaffen. Es gleich vor allem einen Makel des von Microsoft kostenlos bereitgestellten Programms "Remotedesktop-Verbindung" (RDV) aus: CoRD kann mehrere Sessions gleichzeitig betreiben und liegt anders als Microsofts letztmalig 2004 aktualisierte Version 1.0.3 als FAT-Binary sowohl für PowerPC als auch x86 bereit.Microsofts RDV hat allerdings mehr Funktionen zu bieten: Es vermag lokale Ressourcen in eine Terminal-Sitzung einzubeziehen, etwa den Sound lokal vom Mac auszugeben und lokale Laufwerke sowie den Drucker zu nutzen. Hier muss CoRD passen. Die Entwickler arbeiten aber an solchen Fähigkeiten. Auch Vista steht noch auf der To-do-Liste der Entwickler. Damit sind sie in guter Gesellschaft: Selbst Microsofts RDV patzt immer mal wieder beim Versuch, auf den Desktop der neuen Windows-Variante zuzugreifen. CoRD speichert die Details einzelner Sitzungen, auf Wunsch sogar inklusive Passwort, kann gezielt auf die System-Console eines Servers verbinden und rechnet den Desktop klein, wenn er nicht auf den Bildschirm des steuernden Systems passt. Die Software ist dann klasse, wenn man immer mal wieder vom Mac auf verschiedene Windows-Server oder ältere Clients unter Windows zuzugreifen hat und das nach Möglichkeit gleichzeitig tun möchte. (ps)

XGrid

XGrid, Apples Implementierung eines verteilten Rechnernetzes zur Ausführung so genannter Embarrassingly Parallel Tasks (also Aufgaben, die problemlos in parallel ablaufende, unabhängige Untereinheiten aufgeteilt werden können), besteht aus einem Controller und einem oder mehreren Agenten. Das Voreinstellungs- oder Preference-Pane-Modul XGridLite aktiviert unter Mac OS X 10.4 den zwingend erforderlichen Controller. Apple hat diesen standardmäßig nur in der Server-Variante leicht zugänglich gemacht. Die Aktivierung lässt sich zwar mit den separat erhältlichen Server-Admin-Tools oder einigen Kommandozeilen-Befehlen ebenso erreichen, doch erledigt die kostenlose und übersichtliche Software dies deutlich bequemer; zurücksetzen kann man den Controller damit auch. Wer Wert auf Sicherheit in seinem Computing-Grid legt, schaltet mit XGridLite am besten gleich die Passwort-Authentifizierung für die Agenten ein. Für den Einsatz unter Leopard ist das Tool leider noch nicht geeignet. (Tobias Engler/se)

Wie bewertest Du die Qualität des Beitrags?

Pflichtlektüre! ({{threeCount}})
Gut zu wissen ({{twoCount}})
Geht gar nicht! ({{oneCount}})
Vielen Dank für Deine Bewertung.
Deine Bewertung wurde gelöscht.

Kommentare

{{commentsTotalLength}} KommentarKommentare

Weitere Kommentare laden...

Das könnte dich auch interessieren