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Mit Vollgas durchs Netz

Themen-Special: Kostenlose Software für Onliner

Ohne die passende Software bleiben viele Möglichkeiten des Internet ungenutzt. Wir haben Ihnen daher eine Werkzeugkiste gepackt, die angefangen vom Browser über E-Mail, Dateitransfer, RSS, Chat und Twitter bis hin zu Lösungen für den eigenen Web-Auftritt samt Online-Shop alles Notwendige enthält. Dabei kommt weder Sicherheit noch Komfort zu kurz.

Artikel aus c't 13/09

Die meisten Programme, die man als Internet-Nutzer benötigt, gibt es gratis im Netz. Allerdings ist das Angebot riesig und nicht jede Lösung funktioniert, wie sie soll. Deshalb haben wir für Sie eine Sammlung bewährter Programme zusammengestellt.

Das wichtigste Werkzeug, den Browser, gibt es in fast jeder Geschmacksrichtung. Firefox hat laut dem Webanalyse-Unternehmen StatCounter im April 2009 den Internet Explorer als europäischer Marktführer abgelöst. Firefox Portable und FreedomStick EvilTux Edition lassen sich vom USB-Stick und anderen Wechselmedien aus nutzen. Bei FreedomStick EvilTux Edition ist der Browser zusätzlich mit einem Client für das Tor-Netzwerk verknüpft, in dem sich die Datenspuren des Surfers nicht nachverfolgen lassen. Etwas exotischer, aber vielseitig konfigurierbar und sehr innovativ ist Opera und dessen USB-Stick-Variante Opera@USB.

Klein, schnell, aber nicht eben diskret, was die Daten des Nutzers angeht, ist Googles Browser Chrome. Besser ist es daher, die Variante Google Chrome Portable einzusetzen, die immer dieselbe IP-Nummer enthält und sich vom USB-Stick aus nutzen lässt.

Flock ist ein auf das Web 2.0 spezialisierter Firefox-Ableger mit speziellen Clients für Bilderdienste wie Flickr, sozialen Netzwerken wie Facebook, einem ausgefeiltem RSS-Reader und vielem mehr. Der Sunrise Browser, unter Mac OS X eine interessante Alternative zum eingebauten Safari, bietet unter anderem visuelle Bookmarks und eine ausgefeilte Snapshot-Funktion.

Das große Plus von Firefox ist seine Erweiterbarkeit durch Add-ons. Die Community hat tausende Zusätze für alle denkbaren Zwecke entwickelt. FlashBlock zum Beispiel ersetzt zappelige Flash-Inhalte durch einen Platzhalter; erst auf Knopfdurck aktiviert der Nutzer sie. Adblock Plus für alle Browser blockiert Werbe-Banner und -Pop-ups. esiehCOM passt die Darstellung der Foren von heise online den Wünschen des Nutzers an, etwa indem es schlecht bewertete Beiträge ausfiltert. Mit Greasemonkey kann man das Aussehen und das Verhalten jeder Website durch Browser-seitiges JavaScript verändern. NoScript erhöht die Sicherheit, indem es Java und JavaScript nur auf vom Benutzer vorgegebenen Seiten zulässt.

Fans der Programmsteuerung durch Mausgesten können diese mit FireGestures nachrüsten. Das experimentelle Ubiquity erweitert den Browser um eine Art Mash-up-Kommandozeile. Speed Dial ergänzt Firefox um eine Schnellstartseite mit Miniaturen von häufig besuchten Sites. Firefox Showcase hilft mit einer Thumbnail-Vorschau, auch bei vielen geöffneten Tab-Reitern noch den Überblick zu behalten.

FlashGot reicht Downloads an externe Download-Manager weiter, etwa an den Free Download Manager. Mit Video DownloadHelper lassen sich Videos von Portalen wie Youtube und Co. herunterladen – was von den Betreibern oft gar nicht vorgesehen ist. Fire.fm hinterlegt die Surfsitzung mit auf den Geschmack des Surfers abgestimmter Musik vom Web-Dienst Last.fm. ReminderFox erweitert den Browser um eine einfache Aufgaben- und Kalenderverwaltung mit Erinnerungsfunktion.

ScrapBook macht Firefox zum Web-Zettelkasten; man sammelt und organisiert damit Online-Fundstücke in einer durchsuchbaren Schnipselsammlung. Zotero hingegen dient eher als vollwertige Literaturverwaltung, die mit Schnittstellen etwa für Universitätskataloge und Word wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Mit Screengrab lassen sich sehr elegant Screenshots von kompletten Browser-Fenstern oder einzelnen Frames anfertigen, zum Beispiel für Dokumentationen.

Blogger veröffentlichen Fundstücke aus dem Web mit ScribeFire direkt aus dem Browser heraus auf ihrer Seite. Der Blog-Editor Zemanta, der auch in einer Version für den Internet Explorer erhältlich ist, zeigt in einer Seitenleiste thematisch passende Links, Fotos oder Tags an, die man bequem in Postings übernehmen kann.

Eine ganze Reihe von Erweiterungen macht Firefox zum Schweizer Offiziersmesser für die Web-Entwicklung. Mit dem Link Evaluator etwa überprüft der Webdesigner, ob auch kein Verweis aus einer Seite ins Nirwana führt. IE Tab bettet einen Internet-Explorer-Karteireiter in den Mozilla-Browser ein – so sieht der Entwickler schnell, ob beide Rendering Engines seine Seiten korrekt darstellen.

Firebug hilft durch editierbare Sichten auf das Document Object Model, CSS- und JavaScript-Dateien sowie viele weitere Werkzeuge beim Debuggen von Web-Anwendungen. Für einige Funktionen setzt Firebug den DOM Inspector voraus. Web Developer rüstet einige Ergänzungen nach, etwa Links zu Online-Validatoren. LiveHTTPHeaders nimmt den Datenverkehr vom und zum Server unter die Lupe. SEO for Firefox wertet für die Suchmaschinenoptimierung relevante Informationen zur aktuell geöffneten Seite aus und stellt sie übersichtlich dar.

Weitere Add-ons für Firefox finden Sie übrigens im Themen-Special Futter für Firefox 3

Das Angebot an Add-ons ist für den Internet Explorer weit übersichtlicher als das für Firefox, was vielleicht auch daran liegt, dass IE7pro schon so viele Funktionen abdeckt, angefangen bei Mausgesten über einen Flash-Blocker bis hin zu Client-seitigem JavaScript. Trotz des Namens läuft die Erweiterung auch im Internet Explorer 8.

SandboxIE packt den Internet Explorer – oder andere Anwendungen – in eine sogenannte Sandbox: Sie dürfen dann nur auf einen von SandboxIE kontrollierten Speicherbereich zugreifen. Auf diese Weise können aus dem Netz geladene Skripte und Schadprogramme nicht auf kritische Bereiche des Systems zugreifen, was die Sicherheit erhöht.

HTTrack kopiert ein Abbild einer Site auf die Festplatte, wo man sie dann offline durchforsten kann. Wysigot Light dient dazu, Webseiten zu beobachten: Das Programm lädt HTML-Seiten regelmäßig herunter und hebt die Unterschiede zur jeweils zuletzt geladenen Version farbig hervor.

Ordnung ins Bookmark-Chaos bringt Mahaf. Es im- und exportiert Lesezeichen von Internet Explorer, Firefox und Opera. Wer seine Bookmarks nur nach Dubletten und toten Links durchforsten will, dem genügt AM-Deadlink.

Wenn mal wieder ein neuer Computer einzurichten ist, stehen zahlreiche und mitunter auch umfangreiche Downloads von Treibern und Applikationen an. Dabei leistet der erwähnte Free Download Manager gute Dienste. Er beschleunigt nicht nur den Download merklich, sondern ermöglicht auch die Wiederaufnahme abgebrochener Ladevorgänge.

Oft finden solche Aktionen auch per FTP statt. Zwar bringen die meisten Betriebssysteme einen FTP-Client beziehungsweise einen FTP-fähigen Web-Browser mit, der bietet aber oft nur rudimentäre Funktionen. Filezilla kann deutlich mehr und lässt sich besser bedienen. Minimalisten der alten Schule setzen den Kommandozeilen-Klassiker ncftp ein.

Mit Cyberduck haben Mac-OS-Nutzer nicht nur Zugriff auf FTP, sondern auch auf WebDAV und Cloud Services. Bequemen Zugriff auf eigene Dateien, die verschlüsselt auf Amazons S3 oder auf eigenen WebDAV-Servern lagern, eröffnet TeamDrive. Auch Ordner mit umfangreichen Inhalten lassen sich darüber mit wenig Aufwand synchronisieren; eine Versionsverwaltung hilft, den Überblick zu bewahren.

Der kostenlose und quelloffene Mailer Thunderbird setzt sich mehr und mehr als Standard durch. Die Spezialversion Thunderbird Portable lässt sich beispielsweise auf einem USB-Stick installieren, mitnehmen und inklusive der Voreinstellungen auf jedem Windows-Rechner ausführen. Erst die große Auswahl von Erweiterungen macht Thunderbird zum regelrechten Alleskönner. Im Themen-Special Add-ons für Thunderbrid zeigen wir, wie sich der Mailer fast jedem Bedürfnis anpassen kann.

Auf IMAP-Accounts kommen schnell Tausende von Mails zusammen. Platz ist in aller Regel reichlich, wozu also löschen? Wem da das Organisationstalent seines Mail-Programms nicht genügt, der sollte es mit ImapSize probieren. Mit dem mächtigen Werkzeug lassen sich Accounts durchsuchen, selektiv Anhänge löschen, Flags ändern, Folder-Abos anpassen und nicht zuletzt ganze Mailboxen sichern und von einem Account zum anderen übertragen.

Nach wie vor setzen viele Nutzer auf das Postfachprotokoll POP3. Sie können sich von einem Notifyer wie Poptray, der auch Hotmail- Google-Mail- oder IMAP-Postfächer überwacht, über den Eingang von Nachrichten informieren lassen.

Vielnutzer der Google-Internet-Dienste werden GMDesk interessant finden. Die plattformunabhängige Air-Applikation führt Google Mail, Calendar, Docs und Maps als Standalone-Anwendung auf dem Desktop aus. Damit GMDesk läuft, muss man die Air-Laufzeitumgebung installieren.

Eine komplette Mail- und Groupware-Umgebung für kleinere Unternehmen ist Revolver Mail. Die Windows-Software kann sowohl als Server als auch als Client fungieren und errichtet eine Verbindung zwischen vernetzten PCs. Mit der Freeware-Version können bis zu zehn Mitarbeiter auf einen gemeinsamen Mail-Pool zugreifen, Mails bearbeiten oder Termine in einem gemeinsamen Kalender einsehen und anlegen.

Der vollwertige SMTP-, POP3- und IMAP-Server hMailServer kann dauerhaft zwischen dem lokalen Netz und dem Mailserver des Providers verbindungslose Zeiten überbrücken oder als temporäre Installation beim Wechsel des Mail-Programms die Übertragung des lokalen Post-Archivs per Standardprotokoll erleichtern.

Auf eBay einzukaufen oder Waren feilzubieten macht auch über die Weboberfläche des Online-Marktplatzes Spaß, doch spezielle Programme bieten mehr Komfort und erhöhen die Chancen auf Schnäppchen oder guten Umsatz. Baywatch etwa überträgt auf dem Mac Auktionen aus dem Browser per Knopfdruck in iCal und erinnert per Mail, Nachricht oder Piepen, wenn das Auktionsende bevorsteht.

Auch BayWatcher Pro beobachtet laufende Auktionen und weist auf deren baldiges Ende hin. Doch die Stärken des Programms sind seine Analysefunktionen. Dazu zählen die leistungsfähige und sehr schnelle Suche, die auch Angebote mit Tippfehlern im Produktnamen findet, die übersichtliche Aufbereitung der Ergebnisse oder die statistische Auswertung von Preisen.

Doch was nützt das tollste Angebot, wenn man zum Auktionsende nicht am Rechner sitzt? Denn wer zu früh einsteigt, wird oft überboten. Bessere Chancen hat man mit einem Sniper wie Biet-O-Matic oder JBidWatcher. Der läuft unbeaufsichtigt auf dem heimischen PC und gibt das voreingestellte Gebot automatisch in letzter Sekunde ab. Aus der Ferne steuern lässt sich JBidWatcher über den eingebauten Webserver, Biet-O-Matic per E-Mail. Letztgenannter funktioniert nicht nur bei eBay, sondern auch bei Hood und eGun, läuft aber nur unter Windows.

Wer fleißig über Instant Messenger (IM) kommuniziert, hat meist Accounts bei mehreren Anbietern wie Windows Live, ICQ oder Yahoo. Die Multiprotokoll-Messenger Pidgin und Miranda IM tauschen Textnachrichten über alle diese Netzwerke aus. Eine leistungsstarke Unified-Messaging-Lösung für bis zu fünf Benutzer bietet die kostenlose Variante von Communigate. Sie umfasst neben IM auch Voice over IP (VoIP), E-Mail- und Groupware-Funktionen.

Mit einem RSS-Reader behält der Surfer 2.0 Hunderte von Nachrichtenquellen im Auge. Dabei unterscheiden sich die Geschmäcker hinsichtlich der Datenaufbereitung: Während der Windows-Reader GreatNews und das Mac-OS-X-Programm Vienna die Nachrichten nüchtern im Stile einer E-Mail-Anwendung präsentieren, ist Klipfolio eher verspielt. Seine Klips kann man über den Desktop verstreuen.

Das plattformübergreifende BlogBridge bietet eine Reihe nützlicher Details, etwa kleine Icons, mit denen man sofort sieht, wie aktuell die Beiträge eines Feeds sind.

Mit Zeta Producer Desktop CMS verwaltet man seine Website bequem vom PC-Desktop aus. Dabei puzzelt man die Seiten aus verschiedenen Inhaltsblöcken zusammen – Text, Bildergalerie, aber auch Blogs oder ein Gästebuch lassen sich bequem in eine Seite einbetten. Entwickler, die HTML beherrschen, können auch eigenen Code einbetten. Entsprechend einfach lässt sich das Layout oder die Seitenstruktur der Site anpassen. Bei Änderungen aktualisiert zeta producer alle betroffenen Seiten, mit einem Mausklick wird die neue Site veröffentlicht.

Mit solchen Desktop-Content-Managern kommt man rasch und einfach zur eigenen Website, aber für individueller gestaltete Auftritte führt kein Weg an HTML, CSS und JavaScript vorbei. Das deutschsprachige Standardwerk auf diesem Gebiet ist seit dem Präkambrium des Webzeitalters SelfHTML. Dieses umfangreiche und praxisnahe Online-Handbuch deckt auch die Grundlagen von XML und Perl ab.

Der passende leistungsfähige Webeditor dazu ist KompoZer. Zwar kann er komfortmäßig nicht mit der Königsklasse mithalten, bietet aber WYSIWYG-Gestaltungshilfen und Zugriff auf alle HTML- und CSS-Attribute und legt Wert auf Webstandards.

HTML-Code muss nicht schön aussehen, um zu funktionieren – aber wenn man ihn verstehen und gegebenenfalls korrigieren will, helfen Einrückungen ungemein. Der Konsolen-Klassiker HTML Tidy, der auch kleine Code-Fehler beseitigt, hat in HTMLTrim eine funktionale grafische Oberfläche gefunden. Ebenfalls bewährt und unersetzlich ist der Link-Checker Xenu's Link Sleuth. In Windeseile flitzt der Spürhund durch einen Webauftritt und zerrt unbarmherzig tote Links ans Tageslicht.

JavaScript-Entwicklung ist keine Glückssache, auch wenn sie sich für Einsteiger oft so anfühlt. Damit die Erfolge nicht von Zufallstreffern abhängen, hilft das Buch JavaScript und AJAX von Christian Wenz über die Fallgruben von Dokument-Objekt-Modell, DHTML und Browser-Kompatibilität hinweg.

Zum Wissen braucht es auch das passende Werkzeug, zum Beispiel die Firefox-Erweiterung JavaScript Debugger (besser bekannt unter dem bei Ghostbusters entlehnten Codenamen Venkman). Der Profi fürs Entwanzen von Skripten zeigt Variablenwerte an, setzt Breakpoints und formatiert den Code – übrigens auch in Thunderbird und SeaMonkey.

Die umfangreiche Bibliothek Dojo Toolkit besteht aus dem Dojo-Kern mit seinen JavaScript-Erweiterungen, fertigen Widets (Dijit) und experimentellen Erweiterungen (DojoX). In letzter Zeit sehr populär geworden ist der Konkurrent jQuery, eine schmale, aber nichtsdestotrotz mächtige Bibliothek, die einen besonders kompakten Programmierstil unterstützt.

Frameworks gibt es auch für CSS. Sie überbrücken die Schwachstellen der Formatierungssprache im Bereich komplexer Layouts. Das wohl bekannteste CSS-Framework ist YAML, was übrigens ganz bescheiden für "Yet Another Multicolumn Layout" steht.

Um serverseitige Webanwendungen auf dem eigenen Rechner auszuprobieren oder selbst welche zu entwickeln, braucht man eine komplette Server-Umgebung mit Datenbank und Programmiersprachen. Klingt nach tagelangem Konfigurieren und Basteln – doch mit dem bewährten Komplettpaket XAMPP erfordert die Installation nicht viel mehr als einen Doppelklick. Enthalten sind unter anderem Apache, MySQL, PHP, Perl, Mercury Mail und FileZilla FTP Server.

Auf dieser Grundlage läuft zum Beispiel die Online-Bildgalerie Coppermine. Die PHP-Anwendung skaliert Fotos automatisch, stellt sie in hübschen Alben dar und lässt sich sogar zu einem kleinen Content-Management-System (CMS) ausbauen.

Das MediaWiki hat wohl jeder schon benutzt – es steckt nämlich hinter der Wikipedia. Dieses leistungsfähige und durch zahlreiche Erweiterungen sehr flexible Wiki-System benötigt PHP5 und eine MySQL- oder PostgreSQL-Datenbank.

Eine Nummer kleiner ist DokuWiki: Das PHP-basierende Wiki kommt ohne Datenbank aus und legt die Inhalte in Textdateien ab. Ähnlich macht es PmWiki, das als übersichtliches und robustes System gilt. Beide Engines eignen sich auch hervorragend als private Web-Schreibmaschine.

Die Begriffe "Blog" und WordPress sind fast schon synonym, so erfolgreich ist dieses quelloffene Blog-System auf Grundlage von PHP und MySQL. Die aktuelle Version lässt sich endlich automatisch aktualisieren; die Erweiterungen sind Legion und decken alle Bedürfnisse ab. Auch als einfaches CMS ist WordPress zunehmend beliebt.

Konkurrenz kommt vor allem von Serendipity, kurz "S9y". Vorteile dieses Systems sind die Verträglichkeit mit der Datenbank PostgreSQL und die Nutzung der Template-Engine Smarty, welche die Gestaltung von Vorlagen erleichtert.

Ein Leichtgewicht unter den Content-Managern ist Textpattern. Diese Anwendung auf Grundlage von PHP und MySQL rührt das Beste aus CMS, Blog und Wiki zu einem intuitiv bedienbaren System zusammen. Zu den Aufsteigern in der CMS-Branche zählt Typolight (das nichts mit dem bekannteren Typo3 zu tun hat). Barrierefreie Webseiten sollen mit der PHP5-Anwendung ebenso wenig ein Problem sein wie Ajax-Anwendungen.

Vergleichsweise neu ist auch SilverStripe, das wie Typolight PHP5 voraussetzt. Eine saubere Architektur nach Maßgabe des Model-View-Controler-Paradigmas (MVC) und ein Framework für die Entwicklung eigener Anwendungen gehören zu den Glanzlichtern des neuseeländischen CMS. Mit SilverStripe hat webEdition die kommerzielle Vorgeschichte gemeinsam: Die PHP-Anwendung der Karlsruher living-e AG kostete vor einigen Monaten noch einen dreistelligen Betrag, ist jetzt aber Open Source. Die Entwickler haben dieses modulare System auf leichte Bedienbarkeit getrimmt.

Zu den beliebtesten CMS auf dem Markt zählt das auf PHP5 und MySQL aufsetzende Joomla, was sich in einer großen Entwickler-Community und zahlreichen Erweiterungen und Vorlagen niederschlägt. In dieser Liga spielt auch Drupal, das auch mit einer PostgreSQL-Datenbank kooperiert. Drupal spielt seine Stärken vor allem bei Community-lastigen Webauftritten aus und glänzt durch ein ausgeklügeltes Rechtemanagement.

Ruby on Rails führte vor einigen Jahren zu einer kleinen Revolution unter Webanwendungs-Entwicklern: Die Arbeit mit Anwendungsgerüsten und der minimale Konfigurationsaufwand übte eine große Faszination aus. In Ruby on Rails 2 – Das Entwickler-Handbuch erklären Hussein Morsy und Tanja Otto die Arbeit mit diesem Framework auf Grundlage der Sprache Ruby.

Unter den Programmiersprachen mit Open-Source-Hintergrund genießt das sauber objektorientierte Python einen besonders guten Ruf, weshalb es immer öfter auch für Webanwendungen zum Einsatz kommt. Python – Das umfassende Handbuch von Peter Kaiser und Johannes Ernesti führt in die Grundlagen ein und erläutert etwa die Programmierung von Bedienoberflächen oder der Netzwerkkommunikation.

Mit der Laufzeitumgebung AIR hat Adobe eine Plattform geschaffen, die Webanwendungen auf HTML- und Flash-Basis als Desktop-Anwendungen abspielt. Wegen der wachsenden Zahl von AIR-Anwendungen gehört die Adobe Integrated Runtime inzwischen als Standardausstattung auf jeden Rechner.

Mit opensurveypilot lassen sich auf Webseiten weitaus komplexere Erhebungen durchführen als etwa mit den Umfrage-Tools, die einige Content-Management-Systeme enthalten. So sind die Fragentypen nicht auf Mulitple Choice beschränkt, sondern umfassen auch Bewertungsskalen, Freitextfelder und vieles mehr. Anhand von Antworten kann zu verschiedenen Strängen des Fragenkatalogs verzweigt werden.

Die Skriptsammlung ac'tivAid erhöht den Bedienkomfort von Windows und ergänzt es um nützliche Funktionen. Wer sich dabei bisweilen an Mac OS X oder Linux erinnert fühlt, liegt nicht falsch. WebSearch etwa lässt mehrere Suchmaschinen nach dem aktuell markierten Begriff recherchieren, CommandLine erlaubt die Eingabe von Kommandozeilenbefehlen in der Adresszeile des Explorer, HotStrings verwaltet beliebig viele Textbausteine und mit MusicControl lässt sich die Lautstärke per Tastendruck verändern. Diese und viele weitere Funktionen kann man mit der Portable-Version auch vom USB-Stick nutzen. (ad)

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