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Beitrag von
Dieter Brors
heise Download Content Team

Perlen von Microsoft

Themen-Special: Kostenlose Tools und Anwendungen, die nicht jeder kennt

Auch wenn Windows von Haus aus bereits recht gut ausgestattet ist, fehlen einige Programme, etwa um Probleme im System schnell beheben oder von vornherein verhindern zu können. Diese stellt Microsoft durchaus zum Download bereit – man findet sie nur schwer. Auf der Website verschenkt der Hersteller außerdem wertvolle Programmiertools und Anwendungen. Unser Themen-Special stellt die wichtigsten davon vor.

Da spürt man dauernd interessant erscheinende Software im Internet auf und installiert sie, um dann festzustellen, dass sie doch nicht ihren Zweck erfüllt. Trotz Deinstallation dieser unnützen Programme reagiert das System im Lauf der Zeit immer langsamer, weil sie auf der Festplatte oder in der Registry Spuren hinterlassen, die den Rechner bremsen. Mitunter startet das System gar nicht mehr.

Mit den Windows-Hausmitteln lassen sich die Probleme oft nur schwer oder gar nicht beheben. Doch Microsoft stellt zahlreiche Tools bereit, die den Anwender schon im Vorfeld vor solchen Problemen bewahren und auch die Sicherheit erhöhen können. Sie können Nutzern, denen nach zahlreichen Versuchen in ihrer Verzweiflung kein weiterer Lösungsweg mehr einfällt, auch vor der zeitraubenden Neuinstallation des Systems und aller Anwendungen als Notanker bewahren.

Auch dem Anwender, der sein System nicht dauernd "optimieren" will, bietet Microsoft zahlreiche interessante Zusatzanwendungen, mit denen sich etwa Verzeichnisse übers Internet synchronisieren, Kinder beim Surfen vor ungeeigneten Inhalten schützen oder aus Fotosammlungen beeindruckende Diashows und Filmsequenzen mit Hintergrundmusik und Sprachausgabe erzeugen lassen.

Um ein weiteres Betriebssystem zu installieren, muss man nicht unbedingt Plattenplatz für eine zusätzliche Partition freischaufeln oder gar einen neuen PC anschaffen. In vielen Fällen reicht ein Emulator, der einen kompletten PC per Software in einer abgeschotteten Umgebung nachahmt. So kann man auf einem PC sogar mit mehreren Betriebssystemen gleichzeitig arbeiten und neue Software oder Konfigurationen ausprobieren, wobei das System auf dem Arbeitsplatzrechner sauber bleibt. Microsofts Virtual PC emuliert komplette PCs als virtuelle Maschinen (VMs) und unterstützt offiziell DOS, Windows und OS/2. Bei unseren Experimenten klappte auch die Linux-Installation problemlos. Zwar läuft die Software offiziell nur unter Vista und XP Professional, funktioniert unter XP Home aber trotzdem – der Anwender muss jedoch bei der Installation und beim Start Warnhinweise wegklicken. (axv)

Mit Microsofts kostenlosen Powertoys für Windows XP steht ein ganzer Werkzeugkasten voll kleiner Hilfsprogramme bereit, die Detaileinstellungen an Windows vornehmen und zusätzliche Möglichkeiten erschließen. Die Sammlung umfasst separat erhältliche Utilities wie Image Resizer, um die Auflösung einzelner oder mehrerer Bilddateien etwa vor dem Brennen auf CD zu verringern, oder SyncToy, das die Inhalte zweier Ordner per Knopfdruck abgleicht. SyncToy hält etwa Dokumente, Fotos und Musikdateien auf mehreren Medien und PCs synchron und eignet sich – bei umsichtiger Konfiguration – auch als pragmatisches Werkzeug zur Datensicherung. Der Modus "Syncronize" ist mitunter gefährlich: Dabei kopiert das Tool fehlende und geänderte Dateien in beiden Richtungen. Dateien, die auf der einen Seite gelöscht wurden, tilgt es auch auf der jeweils anderen Seite – zum Glück landen gelöschte und überschriebene Dateien in der Grundeinstellung im Papierkorb. SyncToy warnt nicht vor Konflikten, wenn eine Datei seit dem letzten Abgleich auf beiden Seiten geändert wurde. In diesem Fall schaufelt "Syncronize" die jüngere Version auf die jeweils andere Seite und verwirft das ältere Exemplar ohne Rückfrage. Bevor Sie voreilig auf "Run" klicken, können Sie mit "Preview" eine Liste der Aktionen abrufen, die SyncToy auszuführen gedenkt; hier lassen sich einzelne Schritte auch abwählen. Um große Datenmengen beispielsweise im Netz zu kopieren, bei denen der Windows-Explorer versagt, empfiehlt sich Robocopy aus dem Windows Server 2003 Resource Kit (siehe dazu auch das Themen-Special Backupmit Robocopy). (kav)

TweakUI, der Klassiker unter den Windows-Konfigurationstools, gehört ebenfalls zu den Powertoys und passt diverse Registry-Einstellungen an. Das könnte man zwar alles auch zu Fuß erledigen, mit TweakUI geht es jedoch deutlich bequemer. (axv)

Zwar kann der Taskmanager von Windows eine Menge, deutlich mächtiger ist allerdings der Process Explorer. Der zeigt nicht nur die laufenden Prozesse, sondern auf Wunsch auch zusätzliche Informationen, etwa welchen Anteil ein Prozess an der Gesamtbelastung des Prozessors hat, welche Rechte ein Prozess genießt, welche Dateien er geöffnet hält oder welche Strings in der Programmdatei enthalten sind. (axv).

Teilt ein Administrator einem Nutzerkonto zu wenig Rechte zu, macht sich das schnell bemerkbar: Programme laufen nicht mehr oder der Nutzer darf auf wichtige Ordner nicht mehr zugreifen. Doch wie merkt der Admin, wenn er dem Nutzer versehentlich zu viele Rechte eingeräumt hat? Dabei hilft AccessEnum. Es vermag komplette Laufwerke und die Registry zu durchsuchen und zeigt an, welche Rechte wo gesetzt sind. Zum Ausführen der Software benötigen Sie Admin-Rechte – etwa via MachMichAdmin. (axv)

Das Kommandozeilenwerkzeug ListDLLs stellt die Beziehungen zwischen Programmen und den von ihnen benötigten DLLs dar: listdlls –d wsock32 beispielsweise listet alle laufenden Programme auf, welche die Bibliothek wsock32.dll benutzen, listdlls firefox.exe zeigt alle DLLs an, die der Firefox-Web-Browser geladen hat. Nützliche Ergänzungen bringen die PSTools mit, die das Sammeln von Informationen über das System erlauben und mit denen sich Dienste konfigurieren oder Neustarts durchführen lassen. (ola)

Durch sogenannte Autostarts bietet Windows an, Programme beim Hochfahren automatisch zu starten. Das mag mitunter sehr bequem sein, stellt aber auch ein großes Sicherheitsrisiko dar, weil sich hierüber Schädlingsprogramme im System einnisten können. Obendrein belasten Autostarts Stabilität und Tempo von Windows, denn je mehr Programme gleichzeitig aktiv sind, desto langsamer wird das System und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Programme sich gegenseitig ins Gehege kommen. Einen Überblick darüber, was Windows alles startet, verschafft das Tool Autoruns. Es erlaubt darüber hinaus, überflüssige Autostarts abzuschalten. Dabei geht es allerdings manchmal zu weit, denn es lassen sich auch solche deaktivieren, die zum Betrieb von Windows zwingend erforderlich sind. Daher Achtung: Deaktivieren Sie keinesfalls "DllDirectory", sonst scheitert das nächste Hochfahren von Windows mit einem Bluescreen und es hilft nur noch das Zurückspielen eines Images. Auch die Userinit-Anmeldeanwendung muss aktiviert bleiben, sonst misslingt zwangsläufig der nächste Login. (axv)

Diese und weitere wichtige Werkzeuge zur Problembehebung und Systemanalyse in Windows versammelt auch die Sysinternals Suite. Sie enthält darüber hinaus AccessChk zum Überprüfen von Zugriffsrechten, AccessEnum zur Anzeige der Zugriffsrechte für Dateien und Ordner, BgInfo zur Anzeige von Informationen zu Netzverbindungen, Process Monitor, der die bisherigen Tools Filemon und Regmon ersetzt, RootkitRevealer zum Aufspüren von Rootkits und ShareEnum, das Windows-Netzwerke nach Dateifreigaben durchsucht und deren Sicherheitseinstellungen auflistet. (axv)

Der Baseline Security Analyzer überprüft, welche Sicherheitsupdates auf dem Windows-System sowie für Microsofts Office-Paket fehlen und klopft das System auf etwaige Konfigurationsschwächen wie einfach zu erratende Passwörter oder nicht zugangsgeschützte Gast-Accounts ab. Das Programm geht dabei "read-only" vor, es verändert also selbst keine Einstellungen. Dabei gibt die Software auch konkrete Tipps und bietet Web-Links zur Behebung von Konfigurationsschwächen. (kav)

FolderShare synchronisiert Verzeichnisse über das Internet. Dazu richtet man sich auf dem FolderShare-Server im Web ein Benutzerkonto und beliebig viele sogenannte Libraries ein. Auf den abzugleichenden PCs installiert man anschließend den dazugehörigen Client und verknüpft jedes zu synchronisierende lokale Verzeichnis mit einer der Libraries. Wer eine Library eingerichtet hat, darf sie für Dritte öffnen – vom Nur-Lese-Zugriff bis zur Synchronisation. Sobald sich etwas in den Library-Verzeichnissen ändert, teilt der Client dies dem FolderShare-Server mit. Auf den anderen Clients erscheinen neue oder geänderte Dateien als Platzhalter. Ob die Client-Applikation sie automatisch im Hintergrund oder erst auf Mausklick herunterlädt, legt man bei der Verknüpfung eines lokalen Verzeichnisses mit einer Library fest. Die Dateien laufen direkt von Rechner zu Rechner. Deshalb darf sich nur einer von zwei Clients hinter einer Firewall befinden, die eingehende Verbindungen blockiert. Dadurch sieht sich der Nutzer schnell in der Situation, dass die dringend benötigten, aber noch nicht auf andere Clients replizierten Daten einzig auf dem abgeschalteten Heim-PC liegen oder Firewalls die Übertragung zwischen zwei abzugleichenden Rechnern verhindern. Alternativ stellt man sämtliche PCs seines persönlichen Peer-to-Peer-Netzwerks ungeschützt ins Netz, was jedoch arge Bedenken hinsichtlich der Sicherheit aufwirft. (Boris Theodoroff/ola)

Microsoft Family Safety soll Kinder beim Surfen vor ungeeigneten Inhalten schützen. Das Tool wird lokal installiert und arbeitet mit einem Online-Dienst zusammen. Die Benutzerverwaltung erfolgt über Windows-Live-IDs (beispielsweise Hotmail-Accounts) und zum Festlegen der Einstellungen ruft der elterliche Administrator eine Webseite auf. Das bedeutet, dass Microsoft das Surfverhalten jedes Kindes unter einem personalisierten Account erfasst. Die Grundeinstellung des Filters richtet sich nach dem Geburtsdatum, das beim Anlegen der Live-ID angegeben wird. Eltern können den Filter individuell anpassen, indem sie zwölf Kategorien von Alkohol über Pornografie bis zu webbasierter E-Mail (außer Hotmail) erlauben oder sperren. Über eine Black- und eine Whitelist lassen sich einzelne Seiten erfassen. Wird eine Seite gesperrt, kann das Kind per Knopfdruck eine E-Mail ans Hotmail-Konto der Eltern senden. Diese können die Seite dann auf einer Webseite freischalten oder sperren. Das geht auch vom Arbeitsplatz aus, während das Kind etwa daheim Hausaufgaben macht. (ad)

Wer seinen Gesprächspartnern gerne in die Augen schauen will, auch wenn sie in Übersee sitzen, spendiert seinem Rechner eine Webcam und holt sich mit kostenloser oder preisgünstiger Videokonferenz-Software Freunde und Kollegen aus aller Welt live auf den Bildschirm. Der Windows Live Messenger beherrscht über den Videokanal nur Zwiegespräche. Man kann sein Webcam-Signal zwar mehreren Personen gleichzeitig zeigen, dabei aber nur mit einer Person sprechen – die anderen sehen lediglich einen Stummfilm. Freunde können gemeinsam Fotos anschauen und austauschen oder zusammen bei Computerspielchen die Zeit verdaddeln. Außerdem kann man eine gemeinsame Zeichenfläche nutzen (Whiteboard) und auf einen Kalender zugreifen. Nutzer des Windows Live Messenger können mit Yahoo-Kunden im Textmodus chatten – Videoverbindungen untereinander bringen die beiden Clients allerdings nicht zustande. Alternativen zu Microsofts Lösung zeigt übrigens ein Themen-Special zu Videokonferenzen. (pek)

Der E-Mail-Client Windows Live Mail verwaltet mehrere Mailkonten aus Hotmail, Gmail und Yahoo an einem zentralen Ort und beginnt bei Bedarf eine Windows-Live-Messenger-Unterhaltung direkt aus dem Posteingang, ohne dass man in den Kontakten nachschlagen oder zum Instant-Messenger-Programm wechseln muss. Ein Spam- und Virenfilter schützt vor ungebetenen Werbemails und Phishing-Versuchen. Verdächtige E-Mails kann man auch manuell blockieren, um sie später nicht versehentlich zu öffnen. Zukünftige Mails gleichen Inhalts werden dann auch automatisch aussortiert. (db)

Windows Live Writer (WLW) ist ein Desktop-Editor mit WYSIWYG-Modus für Weblog-Einträge in allen gängigen Blogsystemen. Das Programm verbindet sich nach Eingabe der Zugangsdaten mit dem Weblog und richtet auf dem lokalen PC den Editor ein. Beim Setup lädt es die Stylesheets des Weblogs herunter und ermöglicht so auch offline das Schreiben von Einträgen im WYSIWYG-Modus. Weitere Ansichten zeigen die Texte in einer Standardformatierung, einer Webvorschau oder als HTML-Code. Live Writer unterstützt populäre Blogsysteme wie Wordpress, Blogger oder LiveJournal. Auch weniger bekannte lassen sich damit befüttern, sofern sie das Metaweblog API unterstützen. Einsteigern bietet Live Writer im Setup-Dialog an, ein Blog bei Windows Live Spaces einzurichten. (Achim Barczok/ad)

Unter Windows XP kann der Windows-Explorer standardmäßig keine Bilddateien im Raw-Format anzeigen, in dem insbesondere Besitzer von Spiegelreflex-Digitalkameras oft ihre Fotos speichern. Da diese Rohdateien nicht etwa durch JPEG-Kompression verfälscht wurden und damit alle Bildinformationen enthalten, lassen sie sich auf dem PC besser als JPEG-oder TIF-Dateien nachbearbeiten. Mit dem RAW Image Thumbnailer and Viewer kann der Windows-Explorer auch Raw-Dateien der verbreitetsten Kameramodelle als Vorschau und in Originalauflösung anzeigen, sodass man zum schnellen Durchstöbern oder Betrachten großer Bildsammlungen auf der Festplatte nicht auf spezielle Tools ausweichen muss. Windows Vista unterstützt die Raw-Formate bereits von Haus aus. (db)

Photo Story verwandelt Bilder aus der Digitalkamera in Diashows oder kurze Filmsequenzen mit Musik- und Sprachuntermalung. Aus dem Programm heraus lassen sich Fotos von mehr als 250 Digitalkameras direkt auf den PC übertragen und Farbfehler korrigieren. Schnittwerkzeuge passen die Bilder an, indem der Anwender den idealen Ausschnitt wählt, um das Bild richtig zur Geltung zu bringen. Die gewünschten Fotos legt er anschließend in einem Storyboard ab, in dem man die Präsentation mit Musik oder Sprachaufnahmen hinterlegen kann. (db)

Mit den Pro Photo Tools bietet Microsoft Werkzeuge für digitale Bilder an, die im Unterschied zum Medienverwaltungsprogramm Media Pro (Expression Media) kostenlos erhältlich sind. Die Pro Tools enthalten ein Modul zum bequemen "Geotaggen" von Bildern, also dem Einfügen von Orts-Koordinaten in die Bild-Metadaten. Das Programm findet zu den Geodaten auch griffige Ortsbezeichnungen. Außerdem kann man Fotos nachträglich mit Geodaten versehen, indem man eine Adresse eingibt und nach den zugehörigen Koordinaten suchen lässt – ein GPS-Empfänger ist also nicht zwingend nötig. Eine Kartenanzeige ist ebenfalls eingebaut. Ein weiteres Modul kann Raw-Dateien anzeigen, sofern Microsoft einen Codec dafür anbietet (derzeit werden Kameras von Canon, Nikon, Sony, Olympus und Pentax unterstützt, vornehmlich Spiegelreflex-Modelle), und darin ebenfalls Geodaten unterbringen. (cm)

Mit dem Webdienst Virtual Earth setzt Microsoft der interaktiven Weltkarte Google Earth (siehe dazu unser Themen-Special Google Earth perfektionieren ein eigenes Angebot entgegen. Damit sich Anwender wie bei der Google-Konkurrenz selbst eigene 3D-Objekte zusammenbauen können, stellt Microsoft zusammen mit dem französischen Softwareproduzenten Dassault Systèmes ein kostenloses 3D-Zeichenprogramm namens Virtual Earth-3dvia als Technology Preview bereit. Virtual-Earth-Nutzer können mit ihm den Luftbild-Globus mit eigenen Gebäudemodellen ausstatten. Die fertigen Modelle kann man auf Microsofts Server hochladen lassen, damit am gewählten Bauplatz auch andere virtuelle Weltenbummler das fertige Gebäude bewundern können. Auf der eigenen Festplatte kann man sein Modell allerdings nicht speichern. Auch auf den Bau von Luftschlössern ohne realen Ort, wie sie mit SketchUp Make möglich sind, müssen Amateurarchitekten bei Microsoft verzichten: Der erste Schritt zum Modell besteht darin, den Bauplatz in Virtual Earth über den Browser anzufliegen. (pek)

Das in Windows Vista mitgelieferte Videoschnittprogramm Movie Maker stellt an die Hardware sehr hohe Ansprüche. Damit es überhaupt startet, muss die Grafikkarte mindestens DirectX9 unterstützen und mit Vista-Treibern laufen. Ansonsten bricht das Programm sofort wieder ab mit der Fehlermeldung "Windows Movie Maker konnte nicht gestartet werden, da die Grafikkarte die erforderliche Stufe der Hardwarebeschleunigung nicht unterstützt oder die Hardwarebeschleunigung nicht verfügbar ist." Wer von dem Problem betroffen ist, kann eine genügsamere Version des Windows Movie Maker (Vista) herunterladen. Das Paket steht für verschiedene Sprachen bereit. Voraussetzung für den Einsatz ist eine beliebige Vista-Version, auf der das mitgelieferte Videoschnittprogramm installiert ist. (axv)

Der Windows Media Player bringt ab Version 11 gleich einen Medienserver nach dem UPnP-AV-Standard mit. Darüber lassen sich Bilder, Musik und Videos für kompatible Streaming-Clients im Netzwerk freigeben. Der Player kann Songs von Audio-CDs in MP3-Dateien wandeln, verwaltet die gesamte Medienbibliothek und synchronisiert Inhalte mit portablen Endgeräten. Er unterstützt dabei Microsofts digitales Rechtemanagement (DRM), sodass sich auch geschützte Miet- und Kaufmusik an entsprechende Player übertragen lässt. (sha)

Wenn es darum geht, Videos in Microsofts Audio-/Videoformate zu überführen, stellt der Windows Media Encoder das Nonplusultra dar; den designierten Nachfolger WME Studio Edition hat Microsoft wieder eingestampft. Der Encoder zeichnet wahlweise von Videokarten mit WDM-Treiber live auf oder kodiert auf Festplatte vorliegende Dateien, Letztere versieht er auf Wunsch mit 5.1- oder gar 7.1-Tonspur aus entsprechend präparierten Monospuren. (vza).

Zwar können Office-Pakete wie das freie OpenOffice Textdokumente, Tabellen und Präsentationen aus Microsofts Büroanwendungen zumindest im früheren Binärformat bis einschließlich Office 2003 lesen und schreiben, doch nicht immer zeigen sie die Dateien originalgetreu an. Für diese Fälle lohnt es sich, Microsofts Viewer für Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien in der Rückhand zu halten, mit denen sich die Inhalte nicht nur auf den Bildschirm bringen, sondern auch ausdrucken lassen. Zwar können Microsofts Betrachter keine Makros ausführen, sodass sich etwa Excel-Tabellen, die davon Gebrauch machen, nicht in vollem Umfang anzeigen. Dafür erhöht sich aber die Sicherheit, wenn man Dokumente aus fremder Hand mit ihnen öffnet, da sich Makroviren nicht auf dem Rechner einnisten können. Daher empfiehlt sich der Einsatz der Viewer auch Anwendern, die Microsofts Office-Paket installiert haben. (db)

Mit OpenXML hat Microsoft in den Office-2007-Anwendungen ein neues Dokumentformat eingeführt, in dem Word, Excel und PowerPoint standardmäßig Dokumente speichern. Zu erkennen sind sie an den Endungen .docx, .xlsx und .pptx im Dateinamen. Mit diesem Format können frühere Office-Versionen von Haus aus nichts anfangen. Das Microsoft Office Compatibility Pack rüstet die Office-Anwendungen ab Version 2000 mit entsprechenden Import-/Export-Filtern nach. Von den Import-Filtern profitieren auch Microsofts Viewer für Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien, die nach Installation des Nachrüstpakets ebenfalls die neuen Formate lesen können. (db)

Dokumente aus Microsofts Office-Anwendungen bergen mitunter eine Menge vertraulicher Informationen, die nicht an Außenstehende gelangen sollten. So reicht es, etwa in Word oder Excel die Funktion "Änderungen nachverfolgen" zu aktivieren, damit jeder Empfänger des Dokuments Stück für Stück nachvollziehen kann, wer was wann am Text geändert hat. Damit solche Daten bei der Weitergabe von Dokumenten nicht aus Versehen in falsche Hände geraten, empfiehlt sich der Einsatz des Add-in zum Entfernen verborgener Daten, das auch Kommentare im Dokument sowie alle enthaltenen Vorversionen löscht. Dazu richtet es im Datei-Menü den Eintrag "Verborgene Daten entfernen" ein. Ein Klick darauf öffnet einen Dialog, der zur Eingabe eines neuen Dateinamens für die Kopie des Dokuments auffordert, damit die Ursprungsdatei mit allen Kommentaren, Eigenschaften, Überarbeitungsmarkierungen und anderen Daten erhalten bleiben. Office-2007-Nutzer finden eine solche Funktion bereits standardmäßig im Office-Menü unter "Vorbereiten/Dokument prüfen". (db)

Der Microsoft Producer ermöglicht es, in PowerPoint schnell und komfortabel effektvolle Multimediapräsentationen herzustellen, die sich anschließend als animierte Webshow auf Streaming-Basis im Firmennetz oder im Internet bereitstellen lassen. Was sich kompliziert anhört, lässt sich in der Praxis ganz einfach handhaben. Die Aufgabe des Benutzers besteht darin, Projektdateien auf einer Zeitachse anzuordnen und diese nach Wunsch mit Übergängen und Effekten zu versehen. Dazu stehen nicht nur Bilder, Videos und Audiodateien bereit, sondern zusätzlich HTML-Dateien sowie ganze PowerPoint-Präsentationen. Das fertige Projekt speichert der Producer wahlweise auf dem lokalen PC, im Netz oder auf einem Webserver. Für die Wiedergabe ist nur ein Browser erforderlich. Das kann wahlweise der Internet Explorer oder Firefox sein. (Ralf Nebelo/db)

Outlook speichert alle Daten wie Termine, Notizen, Aufgaben, Kontakte und E-Mails als "Persönliche Ordner" in einer einzelnen Datei auf der Festplatte. Diese Ablage mit der Erweiterung ".PST" birgt jedoch große Risiken, denn oft genug kann Outlook die Datei aus irgendeinem Grund plötzlich nicht mehr öffnen. Schlimmstenfalls gehen alle Daten auf einen Schlag verloren. Daher empfiehlt es sich, die PST-Datei regelmäßig zu sichern. Microsofts kostenloses Add-in Sicherung für Persönliche Ordner Windows für Outlook 2000, 2002 (XP) und 2003 macht dies zum Kinderspiel. Nach der Installation lässt sich das Backup-Tool unter "Datei/Sicherungskopie" konfigurieren, wobei die Erinnerungsfunktion zum Erstellen der Sicherungskopie auf sieben Tage voreingestellt ist. Es empfiehlt sich, den Zielordner möglichst auf einem anderen physikalischen Laufwerk oder auf einem Server auszuwählen, um die Daten auch nach einem Festplattencrash rekonstruieren zu können. Ein Klick auf die Schaltfläche "Sicherungskopie speichern" erzeugt dann eine Kopie auf dem Laufwerk; über "Sicherungskopie öffnen" lassen sich die Daten im Fall der Fälle wieder importieren. Zahlreiche weitere Zusätze rund ums Büro, auch von Drittanbietern, finden sich in unseren Themen-Specials zu Word und Outlook sowie zu Excel und PowerPoint. (Ralf Nebelo/db)

Mit den Visual Studio Express gibt es eine professionelle Entwicklungsumgebung für Visual Basic, C# und C++ Express sowie Visual Web Developer für Web-Entwickler mit Microsoft-Logo zum Nulltarif. Für den Hausgebrauch reichen die Express- Editionen allemal aus – die Einschränkungen gegenüber der über 300 Euro teuren Standard-Version des Visual Studio halten sich in Grenzen: Neben der Tatsache, dass Letztere als Programmiersprachen auch noch C++ und J# beherrscht und alle Sprachen sowie Windows- und Web-Entwicklung unter einem Dach vereint, ist die einzige funktionale Erweiterung, dass man damit auch das Compact Framework verwenden und somit Anwendungen für mobile Geräte erstellen kann. Lizenzrechtlich sind die Express-Versionen nicht eingeschränkt: Sie lassen sich zeitlich unbeschränkt verwenden, und die Programme, die Sie damit erstellen, dürfen Sie auch gewerblich nutzen oder verkaufen. (hos)

Steht der Entwurf für eine Webseite, muss sie ausgiebig getestet werden: Ist der Code sauber und Suchmaschinen-gerecht? Stimmen alle Links? Dazu gibt es für Firefox mit Firebug und der Web Developer Extension mächtige Werkzeuge, die Fehler in den Webseiten aufspüren helfen. Bei Microsoft nennt sich das Add-on für den eigenen Webbrowser Internet Explorer Developer Toolbar, der sich wie Firebug in der unteren Hälfte des Browserfensters zeigt und viele kleine Helferlein bereitstellt. So kann der Designer zum Beispiel über Links die aktuelle Seite zu diversen Online-Validatoren senden, etwa dem HTML-Überprüfer des W3C. (jo)

Als HTTP-Debugging-Proxy platziert sich Fiddler zwischen dem Client und dem entfernten Server, der die Anfrage entgegennimmt. Da ist es ein Leichtes, ein- und ausgehenden HTTP-Verkehr zu protokollieren und zu ändern. Besonders nützlich ist dies, um Sicherheitslücken in Web-Applikationen aufzuspüren. Dank flexibler Breakpoints kann man sich sicher sein, keinen Request zu verpassen. Fiddler ermöglicht zudem auch automatische Antworten und bietet über sein .NET-taugliches Regelsystem zahlreiche Möglichkeiten, HTTP-Requests anzupassen. (Tobias Engler/ad)

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