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Windows-History: Die Geschichte des Betriebssystems

Die Evolution des Microsoft-Betriebssystems in Bildern

Microsoft Windows feiert 30. Geburtstag! Wir blicken zurück auf die Geschichte von Windows und zeigen in Bildern, wie sich das Betriebssystem über die Jahre zu dem entwickelt hat, was es heute ist. Auch die teils amüsanten Fehltritte sparen wir dabei nicht aus.

Windows dürfte heute selbst jenen ein Begriff sein, die keinen Computer besitzen. Denn mittlerweile sind Computer und Internet so im Leben integriert, dass in der allgemeinen Berichterstattung und somit auch im Fernsehen regelmäßig darüber berichtet wird. Dabei ist Windows, das trotz Apple-Hype und einer wachsenden Linux-Anhängerschaft immer noch weltweit auf den meisten Rechnern eingesetzt wird, gar nicht als Betriebssystem gestartet: zu Anfang war es lediglich eine Toolsammlung und grafische Eingabehilfe für MS-DOS – weit entfernt also von dem, was Microsoft jüngst mit Windows 10 vorgestellt hat.

Los ging es 1985 mit Windows 1.0 – recht träge allerdings, denn die Hardwareanforderungen waren für die damalige Zeit ungewöhnlich hoch und Programme, die Windows-Technik nutzen, gab es kaum. Die Nutzer mussten deswegen weiterhin MS-DOS einsetzen. Unter Windows 1.0, das seinerseits selbst unter DOS lief, musste man dazu ein neues DOS-Box-Fenster öffnen, das zusätzlichen Arbeitsspeicher verbrauchte. Verständlich, dass sich viele Nutzer den "Umweg Windows" ersparen wollten. Entsprechend schwer war es für die grafische Bedienoberfläche, die erst sehr viel später zu einem eigenen Betriebssystem reifen sollte, am Markt Fuß zu fassen. Erst bei Windows 3.0 deutete sich langsam der Durchbruch an, der kurz später mit Windows 3.1 einsetzte. Dieses konnte unter anderem mit einer komfortableren Benutzeroberfläche, veränderbaren Fenstern und einer besseren Speicherverwaltung bei den Nutzern punkten. Mit Windows for Workgroups erschien 1992 außerdem die erste netzwerkfähige Windows-Ausgabe.

Windows 95 sagte sich als erste Version von MS-DOS los und präsentierte sich als eigenständiges Betriebssystem. Das war zunächst nicht mehr als ein Kniff, denn MS-DOS blieb der Unterbau der Windows-9x-Reihe für Heim-Anwender. Parallel dazu brachte Microsoft die Windows-NT-Reihe heraus, die sich an die Bedürfnisse von Unternehmen richtete und entsprechend höhere Hardware-Anforderungen hatte, dafür aber netzwerkfähig war und stabiler lief. Die NT-Reihe hat nicht MS-DOS als Unterbau, sondern ist eine Weiterentwicklung von OS/2, das Microsoft in den 1980er-Jahren mit IBM entwickelte.

Nach Erscheinen von Windows 95 kam auch Microsoft im Web-Zeitalter an und brachte mit dem Internet Explorer einen eigenen Browser heraus. Der wurde ab Windows 98 fest ins System integriert. Dort ließen sich über den neuen Active Desktop auch erstmals aktuelle Webinhalte direkt auf den Desktop anzeigen. Erst in der Second Edition von Windows 98 konnten mehrere Rechner im Netzwerk gemeinsam denselben Internet-Zugang nutzen. Mit Windows ME kam zur Jahrtausendwende die letzte Windows-Version auf MS-DOS-Basis, die wegen der hohen Hardwareanforderungen von Windows 2000 schnell auf den Markt gebracht wurde. Windows XP richtete sich schließlich sowohl an Heim-Anwender, als auch an Firmen und kam in den Versionen Home und Professional heraus. Es hielt sich satte 13 Jahre und bekam bis April 2014 Updates.

Denn der Nachfolger Windows Vista von 2007 war zu behäbig für die aufkommenden Netbooks und erst mit dem flotteren Windows 7 war 2009 ein würdige Nachfolger da, der mit seiner Benutzerkontensteuerung und konfigurierbaren Firewall Merkmale eines modernen Betriebssystems mitbringt. Querelen brachte dessen Nachfolger Windows 8, der einen komplett neuen Desktop mit Kacheln favorisierte. Zwar gab es den klassischen Desktop weiterhin, aber der Startknopf und das Startmenü mussten jedoch vorerst das Zeitliche segnen und wurden aussortiert. Bei den Nutzern kam das überhaupt nicht gut an, weshalb Microsoft mit dem Update auf Windows 8.1 sowie dem folgenden Service Pack 1 nachbesserte und beide Elemente wieder aus der Gruft holte. Aber alle Bemühungen Windows 8 über Updates attraktiver zu machen scheiterten. Wer Windows 7 hatte, blieb meist dabei.

Mit Windows 10 will Microsoft wieder punkten und verteilt das Betriebssystem erstmal gratis als Upgrade für Nutzer von Windows 7, 8 und 8.1 bis zum 29. Juli 2016. Außerdem ist neben dem Start-Knopf auch das Startmenü zurück, das aber aufgefrischt wurde und auch die Kacheln enthält. Somit könnt ihr gleich Wetter- und Börseninfos im Startmenü sehen, wenn die entsprechenden Apps installiert sind. Neu ist der Sprachassistent sowie der Browser Edge, der den Internet Explorer ersetzen soll. Leider entfällt das Media Center, das bei einem Upgrade deinstalliert wird, wenn es vorhanden war. Auch beim Media Player sind Einschränkungen vorhanden, wobei MPEG-2 und DVD nicht mehr unterstützt wird. Spiele sind nur eingeschränkt vorhanden und müssen über den Windows Store nachinstalliert werden. Mit Windows 10 endet die Windows-Geschichte zumindest vorerst, denn das neue Windows soll beständig weiterentwickelt und dauerhaft mit Updates versorgt werden. Auch auf Mobil-Geräten wie Tablets und Smartphone soll es später laufen.

Mit Windows sind auch die Textverarbeitung Word, die Tabellenkalkulation Excel und das Präsentationsprogramm PowerPoint auf nahezu allen Windows-Rechnern enthalten. Sie sind seit Windows 3.1 in Microsoft Office zusammengefasst, das extra erworben und kostenpflichtig aktiviert werden muss. Kostenlos legte Microsoft Windows kleinere Spiele bei, von denen besonders Minesweeper und Solitär Kultstatus erlangten. Untrennbar mit Windows verbunden sind leider auch Fehlermeldungen, allen voran der berühmt-berüchtigte Blue Screen. Entsprechend groß war die Schadenfreude, als ausgerechnet Bill Gates bei einer Live-Präsentation von Windows 98 sein Opfer wurde. Gates nahm es – was blieb im anderes übrig – mit Humor, der Clip selbst ist mitterwerweile Kult.

Wer sich nun voller Nostalgie das Windows-Gefühl von damals zurückwünscht oder entspannt eine Runde Minesweeper zocken möchte, hat übrigens auch in modernen Betriebssystemen die Möglichkeit dazu. Wie das geht, zeigen wir in der Bildergalerie. Viel Spaß auf der Zeitreise!

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