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ac'tivAid Forte

Version 1.2 bringt noch mehr Windows-Erweiterungen, auch für Vista

In zweieinhalb Jahren ist die von c't herausgegebene Gratis-Skriptsammlung zu einer für viele Leser unverzichtbaren Windows-Erweiterung gereift. ac'tivAid 1.2 enthält noch mehr Tools, etwa für Screenshots, zur Manipulation von Text oder zum Aktivieren von Fenstertransparenzen. Insgesamt rüsten 52 Erweiterungen hunderte Funktionen nach, die jeder Nutzer nach eigenem Gusto ändern, ergänzen oder abschalten kann.

Artikel aus c't 24/07 mit zusätzlichen Details und FAQ

ac'tivAid beruht auf der leicht zu erlernenden Skriptsprache AutoHotkey und liegt im Quellcode vor. Beim Start von ac'tivAid übersetzt AutoHotkey diesen ohne große Verzögerung in Maschinencode. Erweiterungen, die Sie nicht benötigen, werden nicht geladen und halten ac'tivAid schlank.

Nach dem Start des Installationsprogramms activaid.exe von der Heft-CD erklärt sich alles Weitere von selbst. Falls Sie nicht genügend Rechte besitzen – unter Vista die Regel – fordert es diese ein. AutoHotkey wird in dem wählbaren Programmverzeichnis installiert oder, falls bereits vorhanden, aktualisiert. Anschließend startet ac'tivAid mit dem Konfigurationsfenster. Wer den Autostart deaktiviert hat, lädt es per Doppelklick auf ac'tivAid.ahk oder aus dem Startmenü heraus.

Um ac'tivAid auf einem USB-Stick (oder auch in einem freigegebenen Netzwerkordner) zu verwenden, installieren Sie bitte die Portable-Version mit Hilfe des vorbereiteten Installationsprogramms activaip.exe. Dieses kopiert alle Dateien in das Zielverzeichnis und legt dort die Startdatei Portable ac'tivAid.exe ab. Die portable Version bringt AutoHotkey in einem Unterordner mit, installiert es allerdings nicht, sondern startet es bei Bedarf. Auch sämtliche Einstellungen werden im Unterordner Settings abgelegt – und damit ebenfalls auf dem Stick.

Beim ersten Start lädt ac'tivAid das Konfigurationsfenster; bei jedem weiteren Start taucht es nur noch im System-Tray rechts unten mit einem c't-Icon auf. Von dort aus können Sie jederzeit per Rechtsklick ein Menü mit allen aktiven Funktionen oder per Doppelklick das Konfigurationsfenster anzeigen lassen können. Alternativ öffnet sich letzteres per Tastenkombination Win-A.

Hin und her

ac'tivAid besteht aus einem Basis-Skript, das keine der nützlichen Funktionen bereitstellt, sondern einzig dem Verwalten der verfügbaren Erweiterungen dient und diesen in Form eines kleinen Frameworks nützliche Routinen zur Verfügung stellt.

Das Konfigurationsfenster listet in der linken Spalte die Grundfunktionen auf: Hilfe, Änderungen, activAid (an dieser Stelle ohne Apostroph), Tastaturkürzel und Erweiterungen. Erstere beide enthalten durchsuchbaren Text, die nächsten beiden alle Grundeinstellungen von ac'tivAid. Obendrein gibt es noch eine Menüleiste, die Sie aber nur selten brauchen werden.

Der Erweiterungen-Abschnitt unterscheidet zwischen verfügbaren (deinstallierten, links) und installierten Erweiterungen (rechts); über die Pfeilbuttons dazwischen kann man einzelne oder sämtliche Erweiterungen vom einen in den anderen Bereich verschieben. Bei der Installation legt ac'tivAid einen Verweis auf die Erweiterung an und baut sie beim nächsten Start gewissermaßen in den Quellcode ein (include). Bei der Deinstallation entfernt es diesen Verweis wieder, belässt aber die Erweiterungsdatei im Extensions-Ordner. Bei jeder Änderung muss ac'tivAid neu laden, was automatisch geschieht, wenn Sie auf OK oder Übernehmen klicken. Bei letzterem erscheint das Konfigurationsfenster erneut.

Nach ihrer Installation taucht eine Erweiterung ebenfalls in der linken Spalte auf. Klickt man dort den Namen an, erscheinen ihre Optionen im rechten Abschnitt. Unter dem ac'tivAid-Logo finden sich der Name und die Kurzbeschreibung sowie eine Checkbox zum temporären Deaktivieren einer Erweiterung. Im Unterschied zum Deinstallieren bleibt sie in diesem Fall geladen. Sie sollten daher Erweiterungen, die Sie nicht brauchen oder mögen, nicht bloß deaktivieren, sondern deinstallieren, denn jede geladene Erweiterung verzögert den Start von ac'tivAid, verlangsamt den Aufbau des Konfigurationsfensters und belegt Arbeitsspeicher. Zum Vergleich: Ohne Erweiterungen beansprucht die Skriptsammlung rund 5 MByte RAM, mit allen etwa doppelt so viel. Welche Erweiterung was tut, steht in diesem Artikel – und noch ausführlicher im Hilfetext (Fragezeichen-Button).

Jede Erweiterung reagiert auf eine Tastenkombination, die per default bereits vergeben ist, sich aber per Klick auf den Button "Tastaturkürzel" beliebig ändern lässt. Ein gelbes Hinweisfenster erklärt das Prozedere. Wer ein in ac'tivAid bereits vergebenes Kürzel wählt, kann sich entscheiden, das alte zu behalten und das andere neu zu vergeben oder das Kürzel für die gewünschte Funktion freizugeben.

Tastaturkürzel des Systems und anderer Programme werden nur temporär, aber ungefragt mit ac'tivAid-Funktionen belegt. Sie müssen also selber darauf achten, welche Kürzel Sie anderweitig verwenden wollen.

Villa Kunterbunt

Die erstmals enthaltene Erweiterung ScreenShots fertigt Bildschirmfotos an – wahlweise als Datei oder in der Zwischenablage, vom gesamten Monitorinhalt, einem Ausschnitt oder einem Fenster, mit oder ohne Rahmen, von einzelnen Steuerelementen wie Schaltflächen oder Symbolleisten, mit Mauszeiger oder ohne. Auf Wunsch knipst ScreenShots den Inhalt des Fensters unter dem Mauszeiger, selbst wenn dieses teilweise im Hintergrund liegt, oder einen per Mauszeiger zu definierenden Ausschnitt. Im Unterschied zu vielen anderen Screenshot-Tools lässt sich dieser nachträglich noch verschieben.

Eine Besonderheit ist auch die Möglichkeit, über "Weitere Optionen" die Schriftglättung für das Bildschirmfoto vorübergehend zu deaktivieren. Das ist hilfreich, wenn die Bilder später gedruckt werden sollen. Während das unter Vista bei einigen Fenstern nicht vollständig funktioniert (zum Beispiel bleiben die Linkfavoriten im Windows Explorer geglättet), wird unter XP beim Drücken des Hotkeys der gesamte Bildschirminhalt wahlweise ohne ClearType oder ohne Schriftglättung neu aufgebaut, abfotografiert und dann wieder in den Ursprungszustand versetzt.

Darüber hinaus können Sie Screenshots gleich beim Anlegen skalieren lassen, etwa auf 200 %, die Hälfte oder absolute Pixelmaße: Bei Eingabe von "640*480" wird diese Größe, bei "640*?" die Breite und bei "?*480" die Höhe nicht überschritten. Ist der gewählte Ausschnitt bereits kleiner, belässt ihn die Erweiterung so. All das klappt ohne jegliche Zusatztools, doch auch ScreenShots ist unter Vista nicht perfekt: Manche Fenstermaße, etwa die des ac'tivAid-Fensters selbst, werden beim Knipsen des Fensters unter der Maus falsch ermittelt. In diesem Fall muss man die Auswahl manuell festlegen.

Schreiben und rechnen

Die Funktionen der Erweiterung TextAid bietet heute jeder bessere Editor. Dennoch wünschen sich viele etwas flexiblere Möglichkeiten, Text auch in anderen Eingabefeldern zu manipulieren, etwa im Explorer, in der E-Mail oder – in Zeiten von Web 2.0 und User Generated Content sinnvoll – im Web-Browser. Per Knopfdruck kann man die beiden Buchstaben links und rechts vom Cursor vertauschen, Schrägstriche in URLs oder Pfaden umkehren, eine Zeichenfolge am Anfang und am Ende jeder Zeile hinzuzufügen oder eine Auswahl etwa mit Anführungszeichen umschließen. Zu guter Letzt gibt es noch eine Funktion, um ausgewählte Absätze anhand einer frei definierbaren Zeilenlänge neu zu umbrechen, was beispielsweise in Foren nützlich sein kann.

Wer gelegentlich Sonderzeichen benötigt, sich aber nicht merken kann, welche Zahl man über Alt-Ziffernblock eingeben muss, findet in CharacterAid Unterstützung: Es implementiert eine von Handys abgeschaute Eingabemöglichkeit. Beispiel: Wer das Zeichen å braucht, drückt mehrmals die a-Taste. Ab dem zweiten Mal zeigt ein Tooltip die jeweils noch verbleibenden Zeichen (ä, â, à, à, æ, å), das a- wird durch das jeweils nächste Zeichen der Liste ersetzt. Analog liegen auf der e-Taste unter anderem das €-Symbol, auf dem c das © und so weiter. Der Konfigurationsdialog zeigt nicht nur alle Varianten sämtlicher Tasten an, sondern erlaubt auch, eigene Sonderzeichen einzugeben, Tasten zu deaktivieren oder CharacterAid in Anwendungen abzuschalten, die das Standard-Kürzel für Kopieren/Einfügen (Strg-C/Strg-V) nicht akzeptieren – das ist nämlich die simple Methode, der sich die Erweiterung bedient, um zu möglichst vielen Programmen kompatibel zu sein.

CalculAid erleichtert den Umgang mit dem Taschenrechner von Windows, indem es markierte Zahlen oder Rechenaufgaben, etwa "2*16=", an diesen übergibt. Die Tab-Taste wechselt zwischen dem normalen und dem wissenschaftlichen Modus und bei Strg-Enter schließt CalculAid den Rechner wieder, um dessen Ergebnis an der Cursorposition einzufügen.

Mit der Erweiterung Calendar erhalten mehrstufige Tastaturkürzel Einzug in ac'tivAid: Man drückt zuerst ein Master-Kürzel und dann ein zweites Kürzel, um die gewünschte Funktion genauer zu spezifizieren. Standardmäßig bleibt eine Sekunde Zeit, das zweite Kürzel einzugeben; eine Übersicht hilft bei der Entscheidung. Das ist dann sinnvoll, wenn eine Erweiterung mehrere Möglichkeiten beherrscht, ihren Job zu erledigen, man aber nicht nur stets eine davon, sondern mal die eine und mal die andere braucht. Calendar etwa stellt drei unterschiedliche Kalender bereit: für ein Jahr, für sechs und für drei Monate; auf Knopfdruck fügen sie das gewählte Datum an der Cursorposition ein. Ein Tagesrechner ermittelt alternativ, wie viele Tage zwischen Datum x und Datum y liegen. Wer doch nur einen Modus von vieren bevorzugt, entfernt einfach das Master-Kürzel.

Um nur das aktuelle Datum und die Uhrzeit anzuzeigen, ohne den Umweg zur Tray-Uhr per Maus zu gehen, können Sie auch die Erweiterung DateTimeDisplay bemühen; die Farbe des kleinen Fensters und die Schriftgröße lassen sich konfigurieren.

Durchblick

ac'tivAid bietet gleich mehrere Möglichkeiten, mal eben einen Blick auf verdeckte Fenster zu werfen. Eine elegante steckt in TransparentWindow, das es erlaubt, beim Drehen des Mausrades mit gedrückter Windows-Taste die Transparenz von Fenstern stufenlos einzustellen. Per Strg-Win-Mausklick macht es die angeklickte Farbe in einem Fenster durchsichtig (Pixel-Transparenz).

Neben diesem manuellen beherrscht die Erweiterung auch einen automatischen Modus, der alle sichtbaren Fenster mit Transparenzen versieht, abhängig davon, ob das Fenster aktiv ist, inaktiv ist oder sich unter der Maus befindet. Der Transparenzgrad ist jeweils frei definierbar. Für den Fall, dass TransparentWindow nicht in der Lage ist, selbstständig zu erkennen, ob ein Fenster korrekt transparent geschaltet werden kann, was etwa bei Fenstern mit teiltransparenten Bereichen der Fall ist, kann man Programme ausschließen. TransparentWindow ist die erste ac'tivAid-Erweiterung, welche konkret von Vistas Aero-Oberfläche profitiert: Weil die Grafikkarte mit der Fensterdarstellung betraut wird, kommt Windows auch bei einer großen Anzahl transparenter Fenster nicht ins Schwitzen.

Doch nicht alles, was Vista änderte, ist gut (für ac'tivAid). MusicControl, eine der ältesten Erweiterungen in ac'tivAid, leidet etwas unter der neuen Audioarchitektur. In Vista verwaltet nämlich jedes Programm seine eigene Lautstärkeeinstellung, was dazu führt, dass MusicControl und die neue Erweiterung VolumeSwitcher nicht die Systemlautstärke, sondern nur die Lautstärke von ac'tivAid verändern. Abhilfe schafft derzeit nur, AutoHotkey in den XP-kompatiblen Modus zu versetzen. Dies erreicht man über die Eigenschaften im Explorer oder, falls es nicht sowieso von MusicControl vorgeschlagen wurde, über dessen "Weitere Optionen". Derzeit sind keine Probleme mit dem XP-Kompatibilitäts-Modus bekannt. MusicControl kann zum einen die Systemlautstärke per Knopfdruck senken oder erhöhen und die Änderung auf Wunsch mit einem an Mac OS X angelehnten On-Screen-Display sowie einem Klickgeräusch quittieren. Zum anderen vermag die Erweiterung die Player iTunes, WinAmp oder Foobar2000 systemweit fernzusteuern (voriges Lied, nächstes Lied, Pause/Play usw.). Die Möglichkeiten des VolumeSwitcher sind dagegen vergleichsweise simpel, aber nicht minder praktisch, wenn man öfter mal zwischen Kopfhörern und Lautsprechern wechselt: Er schaltet die Lautstärke schnell zwischen zwei bevorzugten Einstellungen um.

Zaubern im Explorer

Für den komfortablen Umgang mit Fenstern und Dateien bietet ac'tivAid zahlreiche Erweiterungen. Recht einfach sind NewFile und NewFolder, welche dem Explorer die oft nachgefragten Funktionen hinzufügen, neue Dateien und Ordner per Knopfdruck anzulegen. Man kann bei NewFile eine Endung (etwa ".txt") und bei NewFolder einen Namen ("Bilder") vorgeben und beide den Dateinamen per Dialog abfragen lassen. Letztere Erweiterung wechselt wahlweise gleich in den neuen Ordner oder verschiebt zuvor markierte Dateien dorthin.

LikeDirkey belegt die Kombinationen mit Zahlen aus dem Ziffernblock mit häufig verwendeten Verzeichnissen, um bequem im Explorer oder in Dateidialogen dorthin zu wechseln (Strg+Zahl) oder ein neues Fenster mit dem entsprechenden Verzeichnis zu öffnen (Win+Zahl). RecentDirs verschafft einen schnellen Zugriff auf die Dateien und Verzeichnisse im Ordner "Letzte Dateien" von Windows und Microsoft Office. Obendrein kann RecentDirs die Einträge von LikeDirkey mit in sein Pop-up-Menü aufnehmen, das schneller aufgebaut ist als die Dateidialoge von LikeDirkey und auch direkt im Explorer bereit steht. Ob RecentDirs die von Windows und Office zuletzt bearbeiteten Dateien unverändert lässt oder etwa alte Einträge entfernt, ist konfigurierbar. In der gleichen Verzeichnisliga spielt auch QuickChangeDir, das einen schnellen Wechsel durch Eingabe eines Teils des gesuchten Verzeichnisnamens erlaubt: die Treffer erscheinen in einer Liste. QuickChangeDir indexiert vorgegebene Laufwerke oder Verzeichnisse automatisch und regelmäßig, um schneller suchen zu können.

Nicht nur Digicambesitzer haben regelmäßig das Bedürfnis, viele Dateien auf einmal umzubenennen. Der Explorer bietet zwar mittlerweile die Möglichkeit, mehrere Dateien zu markieren und per F2 anders zu benennen, doch das Ergebnis lässt oft zu wünschen übrig. Der FileRenamer schafft Abhilfe, und wer mag, legt ihn gleich auf F2, um Dateien künftig nur noch damit umzubenennen, das geht in jedem Fall komfortabler. Sind mehrere Dateien markiert, landet man in einem Fenster, das einen Vorher-Nachher-Vergleich anhand der gewählten Einstellungen erlaubt. Man kann zum Beispiel alle Dateien durchnummerieren, mit Datum und Uhrzeit versehen, Text ergänzen, Wörter ersetzen, die Groß-/Kleinschreibung ändern oder Sonder- und Leerzeichen durch "_" ersetzen lassen.

FreeSpace erweitert jedes Explorer-Fenster um eine stets aktuelle Anzeige des freien Speicherplatzes in der Titel- oder Statusleiste. Unter Vista ist diese Funktion überflüssig. EmptyRecycler entleert den Papierkorb auf Knopfdruck. Nomen est omen.

Mac-Anwender genießen den Komfort, CDs und DVDs per Tastendruck auswerfen zu lassen, ohne den Laufwerksknopf unter dem Tisch ertasten zu müssen. Diese Funktion ahmt Eject nach, samt einer transparenten Anzeige, die – zugegeben – der von Mac OS X ähnelt. Wo der Mac noch etwas lernen kann: Eject vermag bis zu zehn Laufwerksbuchstaben auf eigene Auswurf-Kürzel zu legen, das Medium des aktiven Fensters oder das im Arbeitsplatz respektive auf dem Desktop ausgewählte auszuwerfen, wenn man als Laufwerksbuchstaben "*" eintippt. Mit Hilfe des integrierten Tools DevEject.exe trennt Eject auch USB-Laufwerke vom System. Einen anderen Ansatz bestreitet RemoveDriveHotkey. Dieses bietet wie auch Calendar mehrstufige Tastaturkürzel an. Auf Druck einer Kombination erscheint drei Sekunden lang ein kleines Fenster, das auf die direkte Eingabe eines Laufwerkbuchstabens wartet. RemoveDriveHotkey wurde spezielle auf Uwe Siebers RemoveDrive.exe (ebenfalls in ac'tivAid enthalten) zugeschnitten, welches deutlich zuverlässiger als DevEject.exe USB-Laufwerke und Sticks entfernen kann. Damit RemoveDriveHotkey auch CDs/DVDs auswirft, muss man die entsprechenden Buchstaben in der Konfiguration eintragen. Für die Zukunft ist geplant, Eject und RemoveDriveHotkey in einer Erweiterung zusammenzufassen.

Auch für DriveIcons und ExplorerShrinker stand der Mac Pate. Ersteres erzeugt von allen verfügbaren Laufwerken automatisch Verknüpfungen auf dem Desktop, auf Wunsch bündig am rechten Bildschirmrand. Wie beim Original kann man diese in den Papierkorb ziehen, um die entsprechenden Laufwerke zu entfernen (nicht unter Vista). Dazu setzt DriveIcons auf die Erweiterung Eject, welche demzufolge ebenfalls installiert sein muss. ExplorerShrinker versucht die Größe des aktiven Explorer-Fensters an dessen Inhalt anzupassen, sodass es nicht größer ausfällt als nötig. Bei der Listenansicht funktioniert dies allerdings nicht.

ExplorerHotkeys rüstet nützliche Tastenkombinationen für die wichtigsten Explorer-Funktionen nach. So kann man nun ganz leicht zwischen den verschiedenen Ansichten – etwa Icons, Liste, Details – wechseln (aber nicht unter Vista) oder versteckte Dateien oder Dateierweiterungen sowie die Ordnerleiste per Tastendruck ein- und ausblenden. Per Knopfdruck lassen sich Fenster oder Dateien duplizieren und eine Dateiliste nach Teilstrings durchsuchen. Leider berichten uns immer wieder Leser, dass diese Funktion bei ihnen nicht funktioniert. Derzeit gibt es aber keine Lösung, außer sie zu deaktivieren.

Ebenfalls von Anfang an dabei ist CommandLine, das die Explorer-Adressleiste um die Möglichkeit erweitert, Befehle entgegenzunehmen und in der Eingabeaufforderung auszuführen. Ein vorangestelltes "<"-Zeichen kündigt den Befehl an. So erstellt man etwa mit < dir /b /s > dateilist.txt kurzerhand eine Textdatei mit allen Dateien und Unterverzeichnissen des aktuellen Ordners.

FilePaste bietet vielfältige Möglichkeiten, um die Namen von in die Zwischenablage kopierten Dateien als Klartext in andere Programme einzufügen, wahlweise samt komplettem Pfad, in UNC-Notation, mit veränderter Groß-/Kleinschreibung oder umgekehrten Schrägstrichen. Obendrein kann man vor dem Einfügen Wörter ersetzen oder den Pfad URL-kodiert ausgeben lassen, sodass zum Beispiel Leerzeichen zu "%20" mutieren.

Selbst wer gar nicht so viele Programme installiert hat, verliert in Windows' Startmenü gern mal den Überblick. Wenn man zumindest ungefähr weiß, wie das gesuchte Programm heißt, springt der AppLauncher in die Bresche: Er horcht auf die Tastenkombination AltGr-Leertaste (oder eine beliebig andere) und blendet eine vom Anfangsbuchstaben gefilterte Programmliste ein.

AppLauncher ist die Erweiterung mit den meisten Optionen; viele davon wurden mangels Platz in ein zweites Konfigurationsfenster ausgelagert (Weitere Optionen, Erweiterte Einstellungen). Keine Angst, schon von Haus aus ist AppLauncher sinnvoll eingestellt, aber mancher wird etwa in der Programmliste nach Teilstrings suchen oder alle Programme aus dem Index in der Liste anzeigen wollen. Funktionsfetischisten werden ihre helle Freude an der Vielfalt haben.

Der Fenster Herr

ComfortDrag erhöht den Komfort bei Kopier- und Verschiebeaktionen mit der Maus. So werden Fenster, die nur teilweise sichtbar oder zum Tray-Icon verkleinert sind, nach kurzer Verweildauer in den Vordergrund geholt. Das klappt auch bei Nicht-Explorer-Fenstern, etwa einer E-Mail, der man ein Attachment hinzufügen möchte. Poppt ein anderes als das gesuchte Fenster hoch, bewegt man die Datei ins Ursprungsfenster zurück oder drückt ESC; in diesem Fall wird auch die alte Fensteranordnung wiederhergestellt. Obendrein kann man ein Fenster bei zusätzlich gedrückter rechter Maustaste temporär minimieren oder durch Ziehen an den linken Rand eine Ordnerleiste ausklappen lassen, um eine Datei in ein anderes Verzeichnis zu verschieben: Nach getaner Aktion verschwindet die Leiste wieder. Anders als "Desktop anzeigen" (Win-D) von Windows blendet ComfortDrags "Kurzfristiger Desktop" nicht alle Fenster aus, sondern verschiebt sie gerade noch sichtbar an den Rand des Bildschirms, auf Wunsch animiert, sodass man sie bei Drag&Drop-Aktionen einzeln wiederfindet.

Bei gedrückter Windows-Taste und rechter Maustaste kann man mit ComfortResize Fenster skalieren und verschieben, ohne genau auf den Fensterrand zielen zu müssen. Befindet sich der Mauszeiger in der Nähe des linken oder rechten Fensterrands, wird die Breite verändert, analog dazu die Höhe, wenn er in der Nähe des oberen oder unteren Rands schwebt. In der Nähe einer der Ecken manipuliert man beides gleichzeitig und durch gedrückt halten im mittleren Bereich verschiebt man Fenster. All das klappt auch, wenn sich ein Fenster im Hintergrund befindet. Sechs Tastaturkürzel skalieren Fenster auf feste Größen, etwa auf 800×600 Pixel, nützlich für Webmaster, die ihre Seiten für kleine Monitore optimieren wollen.

Ergänzend dazu gibt es WindowsControl, welches Fenster nicht nur minimieren und maximieren, sondern auch etwa auf die linke oder rechte, die obere oder die untere Bildschirmhälfte skalieren kann. Auf Knopfdruck maximiert es nur die Höhe oder nur die Breite eines Fensters oder verleiht ihm den Status "Always on top" (immer im Vordergrund).

Wer schlecht sieht, ruft die ScreenLoupe auf, die den Bereich unter dem Mauszeiger mit einem einstellbaren Faktor vergrößert. Auch die Größe der Lupe selbst ist konfigurierbar.

LookThrough stanzt an der Mausposition ein "Loch" in alle Fenster, bis hinab zum Desktop, damit man dort schnell auf Symbole zugreifen kann, ohne Fenster verschieben oder minimieren zu müssen. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten, wie das Tastaturkürzel reagiert. Zum einen lässt sich das Loch mit dem Kürzel an- und ausschalten; zum anderen kann man es so einstellen, dass das Loch solange zu sehen ist, wie die Taste gedrückt gehalten wird. Unter Vista funktioniert das Ganze nur in der klassischen (XP-)Ansicht.

Textsicher

Nicht nur TextAid und CharacterAid befassen sich mit der Textbearbeitung. Auch HotStrings, sozusagen eine grafische Oberfläche für die gleichnamige Funktion von AutoHotkey, hilft anwendungsübergreifend aus, wenns ums Schreiben geht, und zwar mit Textbausteinen, vom simplen Ausschreiben der Floskel "mfg" bis hin zu komplexen Strings, die sogar AutoHotkey-Befehle enthalten dürfen, um etwa eine Textauswahl zu verändern. Sogar eine einfache systemweite Autokorrektur von Tippfehlern ist möglich. Dazu gibt es bereits eine Liste gängiger Tippfehler namens HotStrings-AutoKorrektur.ini, welche man aus dem Library-Ordner über den Menüeintrag "HotStrings-Einstellungen hinzufügen" im Menü "Erweiterung" importieren kann. Diese Liste ist allerdings recht lang und macht HotStrings etwas träge. Für die Zukunft ist eine eigene Erweiterung geplant, die sich nur um die AutoKorrektur kümmert. Übrigens: Arbeitsgruppen können sich ihre HotStrings auf einem Netzlaufwerk teilen.

Beim Hantieren mit Text wird häufig auch die Zwischenablage bemüht, doch deren Funktionsumfang hat sich über all die Jahre kaum verändert. MultiClipboard rüstet neun zusätzliche Zwischenablagen nach, die sich mit eigenen Tastaturkürzeln zum Kopieren und Einfügen bedienen lassen und ihren Inhalt auch nach einem Neustart nicht vergessen.

Der schnellen Telefonnotiz zwischendurch dient QuickNote, ein einfacher Notizzettel, der sich per Tastendruck ein- und ausblenden lässt. Jede Eingabe wird sofort auf die Festplatte gespeichert, sodass man keine Informationen durch vergessenes Speichern verliert. Ein einfacher Timer holt die Notiz zum angegebenen Zeitpunkt oder nach einer gewissen Zeit (T-Schaltfläche unten rechts) wieder in den Vordergrund.

Der kleine Bruder von FilePaste heißt PastePlain. Er fügt an beliebiger Stelle Texte aus Textverarbeitungen oder Browsern ohne Metadaten wie eine Fett-Formatierung ein. Die Erweiterung kann Zeilenumbrüche entfernen und doppelte Leerzeichen oder Tabulatoren durch einfache Leerzeichen ersetzen. Wer mag, lässt PastePlain all das nicht erst beim Einfügen, sondern schon beim Kopieren in die Zwischenablage erledigen. PasteSerial ist auf das Einfügen von Seriennummern spezialisiert, nützlich etwa beim erneuten Installieren von Programmen nach einem Windows-Crash. Die häufig verwendeten Bindestriche kann es löschen oder durch ein Tabulator-Zeichen ersetzen.

Wer viel am Bildschirm liest, wird ReadingRuler praktisch finden: Es blendet eine horizontale Linie an der Mausposition ein, damit man wie bei einem echten Leselineal die aktuelle Position im Text markieren kann. Optional kommt eine vertikale Linie hinzu, sodass das Werkzeug etwa auch beim Ausrichten im Grafikprogramm behilflich ist. Durch viele Leserwünsche hat sich ReadingRuler mittlerweile zu einem kleinen Informations-Tool gemausert, welches auf Wunsch verschiedene Informationen zum Fenster unter der Maus verrät.

Linux-Anwender kennen die Möglichkeit, Text mit der mittleren Maustaste auszuwählen und ohne zusätzlichen Tastendruck in die Zwischenablage zu kopieren. MouseClip versucht das unter Windows nachzuahmen, was in vielen Programmen auch gut funktioniert. Ausnahmen kann man in der Konfiguration festlegen.

Vergleichsweise einfach gestrickt ist die Erweiterung UnComment: Sie dient einzig und allein dazu, ausgewählten Text (vornehmlich Quellcode) in jeder Zeile mit einem frei konfigurierbaren Kommentarzeichen zu versehen. Das Ganze ähnelt also TextAids "Text zu jeder Zeile hinzufügen", nur dass man nicht noch extra jedes Mal die Kommentarzeichen eingeben muss.

Dem Rechercheur ist nix zu schwör

LeoToolTip und ThesauroToolTip sind zwei praktische Erweiterungen, welche markierte Wörter ohne Umweg über den Browser bei dict.leo.org oder dem Wortschatz-Lexikon der Uni-Leipzig nachschlagen, um das Ergebnis als Tooltip direkt an der Cursor-Position anzeigen. LeoToolTip vermag statt dessen auch ein Popup-Menü einzublenden und die daraus gewählte Übersetzung direkt einfügen.

WebSearch dient ebenfalls dem Nachschlagen, ist allerdings nicht auf feste Dienste beschränkt, sondern lässt sich frei konfigurieren. Ausgewählter Text wird in eine URL eingefügt und dann an den Browser weitergeleitet. So lassen sich aus jedem Programm per Tastendruck Suchmaschinen oder andere Recherchemöglichkeiten abfragen. Voraussetzung ist einzig, dass man diese Webseiten in der URL mit einem Suchbegriff versorgen kann. Die angelegten Beispiele zeigen anschaulich, wie das im Detail aussehen muss.

Der Profi

Die vielseitigste, aber auch am schwierigsten zu bedienende Erweiterung heißt UserHotkeys. Sie hat keinen festen Funktionsumfang; stattdessen kann man mit ihr beliebig viele Tastaturkürzel mit externen Programmen, Skripten oder Spezialbefehlen samt Parametern belegen. Per abc ( ist der Spezialbefehl, abc der Parameter) beispielsweise schickt man die drei Buchstaben an das aktive Programm, was sich auswirkt, als hätte der Anwender sie eingetippt. Anders als bei HotStrings ist es also auch möglich, Textbausteine auf Tastaturkürzel zu legen. Das Kommando nutzt dazu den Send-Befehl von AutoHotkey, der auch Befehle wie {Up} (Cursor nach oben bewegen) versteht. Da das "!"-Zeichen der Alt-Taste und "+" der Shift- oder Umschalt-Taste entspricht, muss man solche Sonderzeichen ebenfalls in geschweifte Klammern setzen. Wer generell keine Steuerzeichen verwendet, ist mit besser beraten, denn diese Funktion gibt Text so aus wie vom Nutzer angegeben.

Mit UserHotkeys kann man auch Verzeichniswechsel wie in LikeDirkey realisieren. Dazu gibt es den Spezialbefehl , dem das gewünschte Verzeichnis folgt. Sehr nützlich ist ferner , welches den Farbwert des Pixels unter dem Mauszeiger als Hex-Wert in die Zwischenablage kopiert. Gibt man keinen Spezialbefehl an, öffnet UserHotkeys den angegebenen String, also je nachdem Verzeichnisse, Programme oder auch URLs. Als vielseitig erweist sich die Variable %Selection%, welche durch den Inhalt des vom Anwender markierten Textes ersetzt wird. So kann man mittels {Left 4} aus einer ausgewählten URL einen HTML-Link machen und den Cursor zwischen den spitzen Klammern platzieren. Gibt man einfach nur %Selection% ein, versucht UserHotkeys, den ausgewählten Text auszuführen, was beispielsweise praktisch ist, um von überall her markierte URLs direkt in einem Browser zu öffnen. Viele weitere Spezialbefehle erläutert die Hilfe.

Der besseren Übersicht halber sollte man Kürzel in Kategorien gruppieren. Dann kann man einer Gruppe ein weiteres Kürzel mit dem Spezialbefehl hinzufügen, das alle der Kategorie zugewiesenen Befehle in einem Menü auflistet. arbeitet alle Befehle einer Kategorie von oben nach unten ab. Damit kann man zum Beispiel auf Tastendruck mehrere Programme gleichzeitig starten.

Tastentricks

Wer sich gerne mal verschreibt, weil er unbemerkt die Feststellen-Taste (CapsLock) betätigt hat, wird sich darüber freuen, dieses überflüssige Relikt aus alten Schreibmaschinentagen deaktivieren oder mit einer sinnvollen Funktion neu belegen zu können (obwohl natürlich TextAid die Groß- und Kleinschreibung spielend umzukehren vermag). RemapKeys beherrscht nicht nur genau das, sondern auf Wunsch auch mit der Einfg- und der Num-Taste, die mancher ebenfalls für überflüssig hält. Wer die Feststellentaste benötigt, aber gelegentlich mit der Umschalt-Taste verwechselt, kann ac'tivAid das ungewollte Einschalten des Feststellen-Modus verhindern lassen. Dazu versucht RemapKeys zu erkennen, ob die Feststellentaste zusammen mit einem Buchstaben gedrückt wurde; in diesem Fall behandelt es den Tastendruck wie den der gewöhnlichen Umschalt-Taste.
Eine andere Möglichkeit, das versehentliche Aktivieren der CapsLock-Taste zu erkennen, bietet KeyState. Diese Erweiterung blendet immer dann kurzfristig ein transparentes Fenster ein, wenn der Feststellen-, der NumLock- oder der Rollen-Modus verändert wird. Wem das zu penetrant ist, der kann die Anzeige in die Titelleiste des aktuellen Programms oder in das Tray-Icon von ac'tivAid verlagern. Das Ganze lässt sich auch akustisch untermalen.

Mit PowerControl lässt sich der Computer auf Tastendruck in die verschiedenen Energiesparzustände – etwa Stand-By, Monitor aus, Rechner aus – versetzen. Etwas weiter geht AutoShutdown, das auch zeitgesteuertes oder gar fensterabhängiges Herunterfahren anbietet. Zuvor blendet es einen Countdown ein, damit man das Ganze unterbrechen kann.

Ein paar Tipps zum Schluss

Wer schon gut mit ac'tivAid vertraut ist, aber Probleme hat, sich die große Zahl an Tastaturkürzeln zu merken, kann sich über drei Wege etwas Überblick verschaffen. Ein Kontextmenü mit allen Funktionen ist standardmäßig über Win-< zu erreichen. Die ausführlichere Tastaturkürzelübersicht (Strg-Win-F1) ist einem richtigen Fenster angesiedelt; ihren Text können Sie über Umschalt-Tabulatortaste auswählen, in einen Texteditor kopieren und ausdrucken. Die dritte Möglichkeit bietet der AppLauncher, welcher nicht nur Programme indexiert, sondern auch die meisten ac'tivAid-Funktionen. Sie müssen freilich den Namen der Erweiterung kennen, um das gesuchte zu finden.

Immer wieder kommt die Frage auf, wie man seine mühselig erarbeiteten vor einem Plattencrash bewahren kann. Am einfachsten ist es, den Settings-Ordner zu duplizieren, in ihm befinden sich alle Einstellungen. Durch Ersetzen dieses Verzeichnisses können Sie übrigens auch jederzeit zu einem alten Stand zurückkehren, dazu sollten Sie aber ac'tivAid sicherheitshalber beenden. Die Funktion im activAid-Menü zum Sichern aller Einstellungsdateien in einen Ordner entspricht übrigens keinem vollständigen Backup: Sie speichert nur die wichtigen ini-Dateien, nicht aber die Quicknote-Notizen oder die Indizes von AppLauncher und QuickChangeDir.

In Ausnahmefällen kommt es schon mal vor, dass sich ac'tivAid oder gleich das ganze Betriebssystem seltsam verhält und nicht mehr korrekt auf Tasten reagiert. Oft ist die Ursache, dass eine der Steuerungstasten nach intensivem und schnellem Gebrauch von ac'tivAid-Funktionen sozusagen festhängt. Abhilfe schafft meistens die Problemlösungs-Funktion (Win-Umschalt-#) oder schlimmerenfalls ein Neuladen von ac'tivAid (Win-Alt-A).

Bricht ac'tivAid beim Start mit einer AutoHotkey-Fehlermeldung ab, liegt das an einer fehlerhaften Einstellungsdatei. Besonders die HotStrings.ini ist für Fehler anfällig, da sie ausführbare AutoHotkey-Befehle enthält. Sollte bei Ihnen also wirklich mal dieses Problem auftreten, prüfen Sie bitte, ob es hilft, den Settings-Ordner umzubenennen. Beim nächsten Start wird ac'tivAid mit den Standard-Einstellungen geladen und legt den Settings-Ordner samt frischen Einstellungsdateien neu an. Falls ac'tivAid dann wieder funktioniert, ist irgendeine Ihrer Einstellungsdateien beschädigt. In diesem Fall können Sie den Autor kontaktieren und am besten gleich den gesamten Settings-Ordner als Archiv mitschicken. Achten Sie aber darauf, dass einige Dateien wie QuickNote.txt persönliche Daten enthalten können.

Wer mit Admin-Rechten arbeitet oder ac'tivAid in ein Verzeichnis mit Schreibrechten installiert hat, arbeitet standardmäßig im Einzelbenutzermodus. Hierbei werden alle Einstellungen zentral in den Settings-Ordner des ac'tivAid-Verzeichnisses abgelegt. Der Mehrbenutzermodus aktiviert sich automatisch, wenn ac'tivAid keine Schreibrechte auf das eigene Verzeichnis hat. In diesem Fall liegt der Settings-Ordner im Benutzerverzeichnis unter Anwendungsdaten (%AppData%). Am einfachsten gelangen Sie über einen entsprechenden Menüpunkt im Konfigurationsfenster dorthin. Oder Sie klicken einfach doppelt auf die Statuszeile links unten, welche im Übrigen rechts auch den jeweils aktuellen Modus anzeigt.

In Portable ac'tivAid gibt es noch den Mehr-Computer-Modus. Bei diesem wird im ac'tivAid-Ordner der Unterordner ComputerSettings angelegt, dessen Unterordner den Namen des jeweiligen Computers tragen. Somit ist es möglich, ac'tivAid auf einem USB-Stick samt Einstellungen bei sich zu haben, die sich je nach Computer unterscheiden.

Sehr häufig wurde auch schon nachgefragt, wie man ac'tivAid dazu bringt, mit Spielen zusammenzuarbeiten. Leider kann ac'tivAid vielfach akut den Spielfluss stören. Deswegen haben wir AutoDeactivate hinzugefügt, eine Erweiterung, die überwacht, welches Programm gerade aktiv ist und passend dazu ac'tivAid an- oder ausschaltet. In der Konfiguration können Sie Programme, bei denen ac'tivAid deaktiviert sein soll, leicht hinzufügen.

ac'tivAids Tray-Menü ist besonders unter Vista sehr schnell voll. Im Konfigurationsfenster jeder Erweiterung lässt sich unten links bestimmen, ob sie dort aufgenommen werden soll. Über das Tray-Menü kann man optional auch direkt ins Konfigurationsfenster einer Erweiterung wechseln, was insbesondere dann schneller geht als per Doppelklick oder Win-A, wenn viele Erweiterungen installiert sind. Im ac'tivAid-Menü lässt sich auch bestimmen, was bei einem Doppelklick auf das c't-Symbol geschehen soll.

ac'tivAid setzt sich bewusst über benutzerdefinierte Schriftgrößen hinweg, was sich aufgrund der eingeschränkten Befehle von AutoHotkey für grafische Oberflächen nicht vermeiden lässt.

Sollten Sie auf Fehler oder Probleme stoßen, zögern Sie bitte nicht, uns diese mitzuteilen; auch andere ac'tivAid-Nutzer profitieren kurzfristig davon. Am Besten tragen Sie Meldungen direkt im Bugtracker ein; dort finden Sie auch immer aktuelle Betaversionen von ac'tivAid. Das automatische Update lässt sich so konfigurieren, dass es diese berücksichtigt. Und sollte ein Update wider Erwarten mal scheitern, können Sie ruhigen Gewissens die Installationsversion von der ac'tivAid-Seite herunterladen und drüber installieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

? Mein Viren-Schutzprogramm meldet, dass ac'tivAid bzw. darin enthaltene Dateien einen Wurm, Trojaner oder einen Virus enthalten. Stimmt das etwa?

Bitte überprüfen Sie, ob die beanstandete Datei bei virustotal ebenfalls von vielen Virenscannern als gefährlich eingestuft wird. In den meisten Fällen wird es sich um einen Fehlalarm handeln, da AutoHotkey und daraus erstellte Exe-Dateien Programmcode enthalten der fälschlicherweise für bösartigen Code gehalten wird. Die Skriptsprache AutoHotkey (und auch AutoIt) bietet viele Möglichkeiten, welche auch Programmierer von Viren und Trojanischen Pferden einsetzen, zum Beispiel die Fernsteuerung von fremden Programmen oder die Überwachung der Tastatur. Besonders das bei AutoHotkey mitgelieferte AU3_Spy.exe wird des Öfteren mal von einzelnen Virenscannern als gefährlich eingestuft. Dabei handelt es sich um ein Hilfsprogramm von AutoIt, welches dazu dient, andere Programme zu analysieren, was besonders bei der Skriptentwicklung hilfreich ist. Im Zweifelsfall können Sie diese Datei aber problemlos löschen, da sie von ac'tivAid nicht verwendet wird. Bislang wurde jeder Fehlalarm der Virenscanner durch ein Signaturen-Update behoben.

? Warum habe ich plötzlich Probleme beim Brennen, warum reagiert meine Brennsoftware so träge, warum steigt die Prozessorauslastung einiger Prozesse, wenn ac'tivAid läuft?

In den meisten Fällen liegt ein Konflikt mit DriveIcons vor. Sie können die Erweiterung abschalten oder so konfigurieren, dass es keine Probleme mehr gibt.

Einige Brennprogramm wie Nero Burning Rom überprüfen ebenso wie DriveIcons ständig den Status von CD/DVD-Laufwerken. Das hat zur Folge, dass das Brennprogramm und auch ac'tivAid selbst sehr träge reagieren und das Brennen von Medien quasi unmöglich wird. Aus diesem Grund kann man eine Ausnahmeliste mit Programmen erstellen, bei welchen die Abfrage des Laufwerks-Status von CD/DVD-Laufwerken so lange unterbunden wird, wie eines der Programme aktiv ist.

Um ein Programm in die Ausnahmeliste aufzunehmen, empfiehlt es sich, das Problemprogramm zu schließen und DriveIcons in ac'tivAid zu deaktivieren (der Haken oben links neben der Kurzbeschreibung), da ac'tivAid sonst kaum noch zu bedienen ist. Nach dem Übernehmen der Einstellung ist DriveIcons nicht mehr aktiv, kann aber trotzdem noch konfiguriert werden. Starten Sie nun das Problemprogramm und rufen dann die Konfiguration von DriveIcons auf. Klicken Sie auf den "+"-Button, aktivieren sie ein Fenster des Problemprogramms und drücken Sie dann Enter. Nun sollte die Ausnahmeliste um einen Eintrag ergänzt sein. Um auch andere Anwender vor diesem Problem zu bewahren, teilen Sie uns bitte das Programm und den entsprechenden Eintrag in der Ausnahmeliste mit. Die Liste kann Teile des Fensternamens oder den Klassennamen, eingeleitet von einem "ahk_class ", enthalten.

Des weiteren verträgt sich DriveIcons nicht mit der Personal Firewall Outpost. Dort sollten Sie bei der Verwendung von AutoHotkey-Skripten generell die Option "Erlaube NetBios Kommunikation" aktivieren (siehe nächsten Punkt).

Es kann auch passieren, dass einige Laufwerke (z. B. VPN) DriveIcons und damit das System ausbremsen. Abhilfe bietet nur das Entfernen der entsprechenden Laufwerksbuchstaben in der Konfiguration von DriveIcons.

? Warum reagiert ac'tivAid langsam oder führt zu starker Prozessorauslastung?

In den meisten Fällen liegt die Ursache bei FreeSpace und/oder DriveIcons. Diese beiden Erweiterungen fragen ständig den Status aller Laufwerke ab. Wenn einige Laufwerke – insbesondere Netzlaufwerke – langsam reagieren, hängt AutoHotkey und somit ac'tivAid fest. Abhilfe schafft wiederum das Deaktivieren der Erweiterungen oder folgende Konfiguration:

FreeSpace: Checkbox "Anzeige nur aktualisieren, wenn ein Explorer-Fenster aktiv ist" ankreuzen (verhindert z. B. auch Mausruckler in Photoshop)

DriveIcons: Unter "Folgende Laufwerke berücksichtigen:" sollten die Buchstaben der WebDAV-Laufwerke (Web-Ordner) oder langsame Netzlaufwerke entfernt werden.

? Woran liegt es, dass ac'tivAid seltsam aussieht, die Schriften sich überlagern oder abgeschnitten sind?

Das Problem kann mehrere Ursachen haben:

  1. Sie haben die Standard-Schriftgröße von Windows verändert. Zwar erkennt ac'tivAid, wenn unter Systemsteuerung/Anzeige ein höherer DPI-Wert gewählt wurde, um entsprechend gegenzusteuern, aber die manuelle Veränderung von Schriftgrößen bemerkt ac'tivAid unter Umständen nicht, wie auch viele anderen Anwendungen nicht.
  2. Sie haben eine Schriftart als Standardschrift ausgewählt, welche eine ungewöhnliche Laufweite und Buchstabenhöhe hat.
  3. Sie verwenden ein Theme/Skin mit ungewöhnlichen Maßen für die grafischen Elementen.

Lösung: Es empfiehlt sich, ein Standard-Theme/Skin zu verwenden und die Schriftgröße nur über den DPI-Wert unter Systemsteuerung/Ansicht anzupassen. Diese Einstellungen werden von ac'tivAid erkannt und es werden dementsprechend kleinere Schriften verwendet, damit keine Texte abgeschnitten werden.

? Wieso sind AltGr-Kürzel nicht über Strg+Alt erreichbar?

Normalerweise sind AltGr-Kürzel auch über Strg+Alt erreichbar. So ist es zum Beispiel möglich, statt AltGr-Q für das @-Zeichen Strg-Alt-Q zu verwenden. ac'tivAid unterscheidet aber zwischen diesen Kürzeln, um noch mehr Tastenkombinationen zu ermöglichen als üblich. Wer dennoch das gewohnte Verhalten von AltGr und Strg+Alt haben möchte, muss die Kürzel mit Strg+Alt statt mit AltGr zuweisen. In diesem Fall funktioniert dann auch zusätzlich AltGr.

? ac'tivAid verhält sich seltsam, nachdem mein Computer aus dem Ruhezustand oder dem Standby-Modus "aufwacht". Kann man ac'tivAid nicht automatisch neu laden lassen?

Doch, das geht über eine versteckte Einstellung in der Datei settings\ac'tivAid.ini. Dort müssen Sie unter [activAid] den Eintrag ReloadOnWakeUp = 1 ergänzen.

? In vielen Erweiterungen (FileRenamer, PastePlain etc.) gibt es Probleme mit Unicode-Schriftzeichen (Türkisch, Osteuropäisch ...). Ist ein Unterstützung geplant?

Da AutoHotkey auch in der nächsten Zeit keine Unicode-Unterstützung erhält, ist eine Unterstützung von Unicode und Sonderzeichen in ac'tivAid kaum möglich. Sobald aber AutoHotkey Unicode unterstützt, wird das auch mit in ac'tivAid einfließen.

? Wenn ac'tivAid aktiv ist und WinFax ein Fax empfängt, wird ständig das CD-Laufwerk ein- und ausgefahren, bis ich die Meldung am Bildschirm bestätige, woran kann das liegen?

WinFax lässt die LED der Rollen-Taste beim Fax-Eingang blinken. Dies wird anscheinend software-seitig dadurch realisiert, dass ständig Strg+Rollen gesendet wird. Genau dieses Kürzel ist aber in ac'tivAid über die Erweiterung Eject standardmäßig mit dem Auswerfen des ersten CD/DVD-Laufwerks belegt. Sie müssen also entweder das Blinken der Rollen-LED in WinFax deaktivieren oder in Eject ein anderes Tastaturkürzel zuweisen.

? Wenn ac'tivAid aktiv ist, funktioniert die rechte Maustaste nicht mehr korrekt. Wie kann ich das beheben?

In der Statistik (Hilfe-Menü) ist ersichtlich, welche Erweiterungen die mittlere oder rechte Maustaste um eigene Funktionen erweitern. Eventuell ist es notwendig, die Erweiterungen zu deaktivieren oder umzukonfigurieren, damit das Problem behoben ist.

? Warum erhalte ich gelegentlich bei einem Neustart die Meldung "Die Internetverbindung ist sehr langsam oder falsch konfiguriert ..."?

Diese Meldung erscheint, wenn die automatische Aktualisierung aktiviert ist und ac'tivAid nach 15 Sekunden keine Verbindung zum Internet bekommt. Falls Sie nicht auf automatische Aktualisierungen verzichten wollen, aber zum Beispiel einen Router verwenden, der nicht innerhalb von 15 Sekunden betriebsbereit ist, können Sie den Timeout-Wert in der Datei settings\ac'tivAid.ini anpassen. Um beispielsweise den Timeout auf 30 Sekunden zu setzen, müssen Sie unterhalb von [activAid] die Zeile "NetworkTimeout = 30" einfügen.

? ac'tivAid stürzt mir nach einigen Änderungen in der Konfiguration ständig ab. Gibt es einen Debug-Modus, um eventuell herauszufinden, woran das liegt?

Ja, der Debug-Modus wird automatisch aktiviert, wenn Microsofts kostenloses Tool DbgView.exe im Verzeichnis von ac'tivAid liegt. Um den Debug-Modus abzuschalten, muss DbgView.exe wieder entfernt oder umbenannt werden. Der Debug-Modus schickt im Hintergrund Nachrichten an DbgView.exe, welches diese dann anzeigt.

? Wieso wechselt mein Tastaturlayout bei der Verwendung von ac'tivAid immer wieder mal zur Englischen Tastatur?

In den Standardeinstellungen von Windows geschieht der Layout-Wechsel immer beim Drücken von Alt+Umschalt. Einige Kürzel nutzen diese Kombinationen, so dass es passieren kann, dass Alt+Umschalt mal versehentlich alleine gedrückt wird. Sie können in der Systemsteuerung unter Regions- und Sprachoptionen im Reiter Sprachen auf die Details-Schaltfläche klicken, um alle zusätzlichen Tastaturlayouts zu entfernen oder über die Schaltfläche Tastatur eine andere Kombination für den Layoutwechsel festlegen.

? Warum sind meine Einstellungen weg, seit ich ac'tivAid unter Vista aktualisiert habe?

Kopieren Sie bitte das Verzeichnis C:\Programme\ac'tivAid\settings nach C:\ProgramData\ac'tivAid\settings und starten Sie ac'tivAid neu, dann sind alle Einstellungen wieder da. Falls die installierten Erweiterungen nicht in der linken Liste auftauchen, können Sie dies reparieren, indem Sie eine Erweiterung deinstallieren, auf "OK" oder "Übernehmen" klicken und diese Erweiterung wieder installieren. Ihre erweiterungsspezifischen Einstellungen werden nicht angetastet.

? Was tun, wenn ac'tivAid ständig neu lädt?

Falls das Problem auftritt, können Sie durch (gegebenenfalls längeres) Drücken von Strg+. (Strg+Punkt) versuchen, den Ladevorgang zu unterbrechen. Falls ac'tivAid danach immer noch das gleiche Verhalten zeigt, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, zum Beispiel über den Bugtracker.

? Warum werden bei einer Aktualisierung immer wieder Dateien installiert, die ich gelöscht habe (zum Beispiel UserHotkeys-Skripte)?

Das Update kann nicht entscheiden, ob Dateien manuell gelöscht wurden oder einfach noch bei einer Installation fehlen (da zum Beispiel eine sehr alte Version von ac'tivAid im Einsatz war). Wer generell einige Dateien nicht immer wieder manuell löschen möchte, kann in settings\ac'tivAid.ini folgendes hinzufügen:

[DeleteAfterUpdate]DeleteFile1 = extensions\UserHotkeys-scripts\320MPH*.*DeleteFile2 = ...DeleteFile3 = ...

? Ist es möglich, HotStrings über die Bildschirmtastatur (OSK.EXE) ausführen zu lassen?

ac'tivAid nutzt den sicheren Modus der HotStrings, bei welchem die Erkennung durch Mausklicks unterbrochen wird. Oft ändert sich bei Mausklicks nämlich die Position des Cursors, womit ein Wort unterbrochen wird.

Um Mausklicks in ac'tivAid zu ignorieren, muss in der Datei settings\custom-variables.ini die erste Zeile wie folgt lauten:

#Hotstring NoMouse

? Wenn ich QuickChangeDir aufrufe, während ein Explorerfenster aktiv ist, "heftet" es sich quasi an dieses.

Dieses Verhalten wurde implementiert, damit man immer sieht, worauf sich QuickChangeDir bezieht. Es lässt sich über die Option "Fenster andocken" abschalten. Dass die Fenster sich nicht ganz synchron bewegen, liegt daran, dass QuickChangeDir immer erst auf die neue Position vom Explorer-Fenster reagieren muss und nicht wirklich angedockt ist.

? Gelegentlich verschwinden meine gesamten Notizen. Woran liegt das?

Die Ursache ist leider noch nicht geklärt. Allerdings ist die Notiz nicht hoffnungslos verloren. QuickNote speichert die Informationen für die Undo-Funktion in eine separate Datei. Mittels Strg+Z sollten Sie also ihre Notiz wieder herstellen können. Gegebenenfalls müssen Sie Strg+Z öfter drücken.

? Wie kann ich Programme über ac'tivAid starten und diese mit AutoHotkey fernsteuern, sodass zum Beispiel der Cursor direkt in einem bestimmten Eingabefeld steht.

Das geht derzeit nicht direkt über ac'tivAid. Man muss ein separates AutoHotkey-Skript anlegen (zum Beispiel in extensions/Userhotkeys-scripts), welches diese Aufgabe übernimmt. Dieses Skript wird dann in ac'tivAid mit UserHotkeys mit einem Tastaturkürzel belegt.

Ein Skript könnte also wie folgt aussehen:

#NoTray SetTitleMatchMode,2
Run, C:\Program Files\Microsoft Office\OFFICE11\OUTLOOK.EXE /c ipm.note /m test@poremsky.com`;bla@siemsn.com
WinWaitActive, Microsoft Outlook send {tab}{tab}

Liegt das Skript zum Beispiel bei extensions/Userhotkeys-scripts/outlook.ahk, kann es in UserHotkeys direkt über outlook.ahk aufgerufen werden.

? Ich möchte in Word und anderen Programmen bei Strg-Cursordown und Strg-Cursorup das gleiche Verhalten haben wie etwa in UltraEdit: das Scrollen um eine Zeile nach unten oder oben. Wenn ich aber in Userhotkeys Strg-Cursordown mit {WheelDown} belege, schickt ac'tivAid ein Strg-WheelDown an Word, also ein Strg zuviel, mit der Konsequenz, dass nicht gescrollt, sondern die Schrift kleiner wird. Was mache ich falsch?

Word erkennt, dass die Strg-Taste gedrückt wurde. Man kann Word aber überlisten, indem man den Status der Strg-Taste zurücksetzt:

{Ctrl up}{WheelDown}

? Ist es möglich, via UserHotkeys mehrere Programme mit einem Tastaturkürzel auszuführen?

Das Ausführen mehrerer Anwendungen ist über das Spezial-Kommando <CategoryLaunchAll> möglich. Sie weisen allen zu startenden Anwendungen die gleiche Kategorie zu und erstellen zusätzlich ein Kürzel mit dem Befehl <CategoryLaunchAll> und der gleichen Kategorie. So können alle Anwendungen in der Kategorie über das eine Kürzel gestartet werden.

Alternativ können sie auch einfach ein AutoHotkey-Skript über UserHotkeys starten, welches die Programme startet.

? Kann man nicht auch die Helligkeit des Displays mit einer Erweiterung regeln und als OSD darstellen?

Leider gibt es keine einheitliche Steuermöglichkeit für die Helligkeit eines Displays. Viele Displays lassen sich gar nicht erst per Computer steuern. Es gäbe zwar die Möglichkeit, über die Grafikkarte die Helligkeit anzupassen, doch auch hier gibt es keinen einheitlichen Weg – somit handelte es sich nur um einen Behelf, da nicht die Hintergrundbeleuchtung eines LC-Displays gesteuert würde. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist so eine Erweiterung also nicht möglich.

? Könnte man in ac'tivAid nicht auch Mausgesten einbauen?

Das wäre nur mit großem Aufwand möglich, da so etwas von AutoHotkey nicht angeboten wird. Neben der Komplexität wäre auch die Geschwindigkeit ein Problem, da ac'tivAid ja schon viele andere Dinge macht. In einer zukünftigen Version von AutoHotkey ist allerdings die Unterstützung von Mausgesten geplant.

? Welche Aufgabe hat die Datei ac'tivAid_main.ahk?

Diese Datei ist nur bis zum ersten Start von ac'tivAid sichtbar und enthält das eigentlich ac'tivAid. In der kleinen ac'tivAid.ahk wird die Version von AutoHotkey überprüft und danach löscht sich ac'tivAid.ahk selbst, benennt ac'tivAid_main.ahk in ac'tivAid.ahk um und lädt sich selbst und damit das richtig ac'tivAid neu. Dieser Umweg ist nötig, das es sein kann, dass in einer neueren Version von ac'tivAid auch Befehle verwendet werden, die von der aktuell installierten AutoHotkey-Version nicht verstanden werden. In diesem Fall würde ac'tivAid nämlich mit einer Fehlermeldung abbrechen.

? Wenn ac'tivAid gestartet ist, zeigt die Festplatten-LED ständige Festplattenzugriffe an. Was passiert da genau?

Das Verhalten ist je nach aktivierter Erweiterung normal. Folgende Erweiterungen greifen regelmäßig auf die Festplatte zu:

  • Der Entwicklermodus von ac'tivAid (überprüft ständig, ob Skriptdateien verändert werden)
  • DriveIcons (ständige Abfrage der Laufwerke, ob Medien eingelegt sind und wie sie heißen. Ggf. Überwachung des Desktops, ob Verknüpfungen gelöscht wurden)
  • QuickChangeDir (aktualisiert regelmäßig die Indexdateien, was aber konfigurierbar ist)
  • RecentDirs (Option: periodische Säuberung im Hintergrund alle 5 Minuten)
  • AppLauncher (stündliche Aktualisierung des Indexes)

Des weiteren entstehen Festplattenzugriffe auch beim Aufruf einzelner Erweiterungen. So sichert zum Beispiel QuickNote ständig die Eingaben in die Notizdatei. Andere Erweiterungen erfordern nur einen kurzfristigen Festplattenzugriff, zum Beispiel LeoToolTip und ThesauroToolTip, welche eine temporäre Datei zwecks Auswertung anlegen und wieder entfernen.

Abgesehen von DriveIcons mit deaktivierter Desktopüberwachung beeinträchtigen alle Festplattenzugriffe in gewissen Grenzen die Performance, da der Schreib-/Lesekopf bewegt wird. Unter Umständen kann der Performance-Verlust durch einen Virenscanner drastisch steigen. Dem kann man vorbeugen, indem man folgende Dateitypen nicht überprüfen lässt: *.tmp, *.ahk, *.txt, *.ini. Alternativ kann man auch das ac'tivAid-Verzeichnis und das Settings-Verzeichnis von der Überprüfung ausschließen.

? Gibt es die Möglichkeit eine Silent-Installation durchzuführen, also ohne, dass ac'tivAid gleich gestartet wird?

Die Installer sind selbstextrahierende Rar-Archive, welche sich also problemlos mit WinRAR oder Rar.exe entpacken lassen. Das reicht auch schon zur Installation. Die Installer machen eigentlich nichts anderes als das Archiv zu entpacken und ac'tivAid automatisch zu starten.

Alternativ gibt es die normale Version (ohne Installer) als Zip-Archiv und von der jeweils aktuellen Beta-Version ebenfalls immer ein Zip-Archiv.

? Wie sichere ich die Einstellungen von ac'tivAid oder von einzelnen Erweiterungen?

Da alle Einstellungen im Settings-Ordner abgelegt werden, genügt es, diesen Ordner zu sichern. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das zu tun:


  1. Wechseln Sie in den Settings-Ordner über den Eintrag "Verzeichnis 'Settings' öffnen" im activAid-Menü, dann eine Ebene nach oben in den Ordner "ac'tivAid". Oder klicken Sie auf die Statusleiste in ac'tivAid ganz unten, dann landen Sie direkt im Ordner "ac'tivAid". Von dort aus können Sie den gesamten Settings-Ordner in ein Backup-Verzeichnis (idealerweise auf einem anderen Laufwerk) kopieren. Einstellungsdateien können Sie sie wiederherstellen, indem Sie sie im Settings-Ordner überschreiben und dann ac'tivAid neu laden.
  2. Sicherung über: "Alle Einstellungs-Dateien in einem Ordner sichern" und Wiederherstellung über "Einstellungs-Dateien aus einem Ordner laden" im activAid-Menü.
  3. Sicherung von Erweiterungs-Einstellungen: Im Menü "Erweiterung" können Sie die Einstellungen der gerade sichtbaren Erweiterung in eine Datei exportieren und wieder importieren oder hinzufügen (letzteres nur bei wenigen Erweiterungen). Während beim Importieren alle Einstellungen ersetzt werden, bleiben beim Hinzufügen vorhandene Einstellungen erhalten.
  4. Wiederherstellung von Einstellungen, wenn keine Sicherung vorhanden ist: In diesem Fall muss man auf sein Glück hoffen, dass man die fehlerhaften Einstellungen sofort bemerkt hat. Von einigen Einstellungs-Dateien wird nämlich bei jedem Speichern eine Sicherheitskopie angelegt (ac'tivAid.ini.bak, hotstrings.ini.bak). Diese stellen Sie wie folgt wieder her:
    • bak-Dateien sichern
    • fehlerhafte ini-Dateien löschen
    • die bak-Dateien umbenennen (.bak entfernen)
    • ac'tivAid neu laden.

? Wie kann man die Einstellungen in ac'tivAid von einem Computer zu einem anderen Computer übertragen?

Wenn Sie ac'tivAid im Einzelbenutzer-Modus (Standard) verwenden, brauchen Sie nur das komplette ac'tivAid-Verzeichnis auf den anderen Computer zu übertragen, da ac'tivAid in dieser Konfiguration alle Einstellungen im Unterordner "settings" ablegt. Es genügt natürlich auch, den Settings-Ordner allein zu übertragen.

Im Mehrbenutzer-Modus befinden sich die Einstellungen im Ordner "ac'tivAid/settings" im Anwendungsdaten-Ordner des Benutzerprofils. Da der Anwendungsdaten-Ordner standardmäßig ein versteckter Ordner ist, müssen Sie unsichtbare Dateien einblenden lassen, oder zum Beispiel mit WIN+R und der Eingabe von %appdata% direkt auf ihn zugreifen.

Weitere Information dazu finden Sie auch einen Abschnitt höher unter: "Wie sichere ich die Einstellungen von ac'tivAid oder von einzelnen Erweiterungen?"

? Wie kann ich festlegen, dass statt des Explorers mein Lieblings-Dateimanager verwendet wird (zum Beispiel bei QuickChangeDir)?

Dazu gibt es drei Einträge in der ac'tivAid.ini innerhalb von [activAid]:

FileBrowser = Explorer ; Normaler Explorer
FileBrowserWithTree = Explorer /e, ; Explorer mit Baumansicht öffnen FileBrowserSelect = Explorer /select, ; Explorer öffnen und angegebene Datei/Ordner auswählen

Soll statt des Windows Explorers ein alternativer Dateimanager verwendet werden, muss hinter dem Gleichheitszeichen statt "Explorer" der Name und gegebenenfalls der Pfad des betreffenden Programms angegeben werden. Beispiel (bezogen auf DirectoryOpus von GP Soft): FileBrowser = C:\Programme\GPSoftware\Directory Opus\dopus.exe

? Das Laden des Konfigurations-Fensters dauert sehr lange. Kann man das irgendwie beschleunigen?

Leider ist das derzeit nicht möglich, da ac'tivAid beim Aufbau der GUI im Hintergrund viele Aufgaben erledigt, zudem benötigt das Zeichnen des Fensters mit AutoHotkey seine gewisse Zeit und ist auch abhängig von der Systemauslastung. Besonders HotStrings braucht rechte lange, größere Konfigurationsdateien für die Darstellung einzulesen und zu parsen. Möchte man aber nur Zugriff auf die Konfiguration einer einzelnen Erweiterung haben, gibt drei Möglichkeiten, um schneller darauf zugreifen zu können:

  1. Die Option "Einträge im Tray-Menü rufen die Konfiguration der entsprechenden Erweiterung auf" aktivieren, womit man das Tray-Menü nicht mehr zum Deaktivieren, sondern zum gezielten Aufruf der Konfiguration einer Erweiterung verwendet.
  2. Im AppLauncher die Option "Befehle und Funktionen von ac'tivAid im AppLauncher anzeigen" aktivieren, welche dafür sorgt, dass man die Konfiguration einer Erweiterung direkt über den AppLauncher starten kann.
  3. In UserHotkeys über den Spezialbefehl <Config> die Konfiguration der angegebenen Erweiterung per Tastaturkürzel aufrufen. Beispiel: <Config>HotStrings.

Zudem besteht die Möglichkeit, Erweiterungen, welche bereits fertig konfiguriert sind, aus dem Konfigurationsfenster zu entfernen. Somit entfällt für die entfernten Erweiterungen die entsprechende Ladezeit. Der Aufruf der Einzelkonfiguration wie in Punkt 1 bis 3 beschrieben ist aber weiterhin möglich.

? Wie erstelle ich HotStrings, welche noch zusätzliche Textvariablen abfragen?

Dieses Vorhaben wird nicht direkt von ac'tivAid unterstützt. Man kann aber einen HotString in der Konfiguration auf "AutoHotkey-Befehle" umschalten, um dort beliebige Skriptbefehle einzugeben. Anhand zweier Beispiele können Sie auch ohne große Vorkenntnisse einen solchen HotString realisieren.

Beispiel 1: Unterbrechung des HotStrings und Fortsetzung bei Enter.

Send, Hallo%A_Space%
Input, Var1, v, {Enter}
Send, {BS},{Enter}{Enter}
Send, Vielen Dank für Ihre Mail, %Var1%{!}

Erklärung:

Zeile 1: Hier wird "Hallo", gefolgt von einem Leerzeichen, %A_Space%, gesendet. Letzteres muss nur angegeben werden, wenn am Ende oder Anfang eines Send-Befehls ein Leerzeichen gesendet werden soll.
Zeile 2: Hier wartet das Skript auf die Benutzer-Eingabe. Die Eingabe wird sofort angezeigt (dafür steht das "v") und mit Enter abgeschlossen. Erst dann wird das Skript in Zeile 3 fortgesetzt. Der eingegebene Text wird in der Variable Var1 festgehalten.
Zeile 3: Da das abschließende Enter einen Zeilensprung verursacht, das Komma aber direkt hinter der Eingabe erscheinen soll, wird mit {BS} (=Backspace} quasi die Löschen-Taste betätigt und das letzte Enter wieder gelöscht. Es folgen ein Komma und zwei Enter, was eine Leerzeile erzeugt.
Zeile 4: Hier wird ein Satz ausgegeben, der den vormals eingegebenen Text nochmals (%Var1%) verwendet. {!} Gibt ein Ausrufezeichen aus. ! kann nicht ohne Klammern angegeben werden, da es sonst vom Send-Befehl als Alt-Taste interpretiert wird. (Näheres dazu in der Hilfe)

Beispiel 2: Unterbrechung des HotStrings mit einer Dialogbox, welche den Text abfragt.

Send, Hallo%A_Space%
InputBox, Var1, , Bitte Namen Eingeben
Send, %Var1%,{Enter}{Enter}
Send, Vielen Dank für Ihre Mail, %Var1%{!}

Erklärung:

Zeile 1: wie oben.
Zeile 2: Hier erscheint eine Dialogbox, welche das Skript anhält. Das Skript wird nach Schließen der Dialogbox in Zeile 3 fortgesetzt. Bei "OK" enthält Var1 den eingegebenen Text; bei "Cancel" ist Var1 leer.
Zeile 3: Der eingegebene Text (%Var1%) wird gefolgt von einem Komma und zwei Enter-Befehlen ausgegeben.
Zeile 4: Hier wird ein Satz ausgegeben, der den vormals eingegebenen Text nochmals (%Var1%) verwendet. {!} Gibt ein Ausrufezeichen aus. ! kann nicht ohne Klammern angegeben werden, da es sonst vom Send-Befehl als Alt-Taste interpretiert wird. (Näheres dazu in der Hilfe)

Noch ein paar Infos zur Syntax. Jede Zeile enthält einen Befehl und jeder Befehl wird mit einem Komma von den Parametern getrennt. Sind mehrere Parameter möglich, zählt jedes weitere Komma als Trennzeichen zum nächsten Parameter (wie bei Input und InputBox). Kennt ein Befehl wie Send nur einen einzigen Parameter, wird das Komma auch als solches verwendet.

Variablen müssen beim Send-Befehl in %-Zeichen eingefasst werden. Variablennamen sollten nur aus Buchstaben (ohne Umlaute) und Zahlen bestehen. Das %-Zeichen selbst kann man über {%} ausgeben.

Bei Input und InputBox wird die Variable ohne %-Zeichen verwendet, da es hier um den Namen der Variable geht. Würde man %Var1% angeben, würde der Text nicht in Var1 gespeichert, sondern in die Variable mit dem Namen, welche in Var1 steht. Da Var1 aber nicht belegt ist, käme es zu einer Fehlermeldung.

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