HEISE EVENTS - KONFERENZ - ARCHIV
IT-Kosten runter
mit Software as a Service, Open Source und Gebrauchtlizenzen – Praxis-Tipps für Ihr Unternehmen
30. September 2009, Dortmund
07. Oktober 2009, Stuttgart
28. Oktober 2009, Hamburg
Programm, Mittwoch, 28.10.2009
Hamburg
08:30 - 09:00 Uhr
Empfang und Registrierung
09:00 - 09:15 Uhr
Begrüßung und Einführung
09:15 - 10:00 Uhr
Lean IT - do more with less
Prof. Dr.
Arno
Müller, Nordakademie, Leiter des Fachbereichs Betriebswirtschaftslehre
Herausforderung der IT:
- Kostensenkung bei gleichzeitiger - Leistungssteigerung
- Prinzipien von Lean IT
- Schlanke Prozesse im IT-Management
- Make-or-Buy-Entscheidung bei Software (SaaS)
- Kostenreduktion durch optimiertes Sourcing
Referentenbiografie: Professor Dr. Arno Müller war nach Tätigkeiten in Forschung und Beratung zu den Themen Logistik und Produktionsorganisation Leiter der Logistik bei einem Automobilzulieferanten. Derzeit lehrt er an der privaten Fachhochschule Nordakademie die Fachgebiete Logistik, E-Business und Prozessmanagement. Seit Oktober 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter der bps – business process solutions GmbH, Hamburg.
In seinen aktuellen Forschungsaktivitäten untersucht er die Möglichkeiten zur Optimierung von Geschäftsprozessen insbesondere unter Einsatz innovativer IT-Technologien und die Einsatzmöglichkeiten von Prinzipien des Lean Management zur Optimierung der IT. Er ist Autor der Bücher „e-Profit – Controlling – Instrumente für erfolgreiches e-Business“ und „IT-Controlling – Messung und Steuerung des Wertbeitrages der IT“ und Referent zu Themen des Prozess- und IT-Management.
In Forschungsprojekten in Kooperation mit der Wirtschaft untersucht er folgende Themengebiete:
• Aufbau einer projektorientierten Organisation
• Business Process Management
• IT-Controlling - Messung und Steuerung des Wertbeitrages der IT
• Optimierung des technischen Service durch Service Engineering
• Customer Relationsship Management – Mit System zum Erfolg
• E-Supply – Beschaffung und Vertrieb über elektronische Marktplätze
• Geschäftsprozessoptimierung mit e-Business
10:00 - 10:20 Uhr
Faktoren für den wirtschaftlichen Betrieb von IT mit Open Source Software
Cord
Martens, Univention, Vertriebsleiter
"IT-Kosten runter" ist das Thema, aber welche Erwartungen haben Unternehmen, Behörden und Organisationen in diesem Zusammenhang an den Einsatz von Open Source Software? Warum entscheiden sich im professionellen Umfeld immer mehr Anwender für den Einsatz von Open Source Software?
Der kurze Vortrag stellt häufige Anforderungen bei der Einführung von Linux- und Open-Source-Software-basierten IT-Lösungen vor. Darüber hinaus soll ein kurzer Überblick gegeben werden, welche Eigenschaften moderne IT-Landschaften mitbringen sollten, damit nach der Kostensenkung "IT-Kosten runter" die Kosten- und Aufwände nicht wieder "explodieren".
10:20 - 10:40 Uhr
IT-Kosten runter mit Virtual System Cluster
Sebastian
Zielenski, B1 Systems GmbH
Es wird gezeigt, wie B1 Systems GmbH bei mehreren Kunden einen Virtual System Cluster mit Open-Source-Komponenten (Heartbeat bzw. Pacemaker/Xen bzw. KVM) implementiert hat.
Der Begriff Virtual System Cluster und die verwendeten Technologien sowie die Vorteile dieser Lösung - speziell in Kostenhinsicht - werden in dem Vortrag erklärt und beschrieben.
10:40 - 11:10 Uhr
Kaffeepause
11:10 - 11:30 Uhr
Softwarelizenzen aus zweiter Hand - Pro und Contra
Heinrich
Seeger, Heise Events, Redaktioneller Programmleiter
Der Handel mit "gebrauchten" Softwarelizenzen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Software stammt häufig aus Insolvenzen oder Umstrukturierungen von Unternehmen und ist bis zur Hälfte billiger als Lizenzen direkt aus dem Erstmarkt, also vom Hersteller.
Grundsätzlich darf Software weiterveräußert werden wie jedes andere Wirtschaftsgut auch. Die Softwarehersteller trachten jedoch danach, dem Gebrauchthandel Grenzen zu setzen. - Welche Konsequenzen das für die IT-Beschaffung hat.
Referentenbiografie: Heinrich Seeger (Jahrgang 1959) befasst sich seit 1989 journalistisch mit wirtschaftlichen und strategischen Aspekten der Informationstechnik. Unter anderem entwickelte und leitete er das Monatsmagazin CIO. Seit Oktober 2005 arbeitet er als Journalist und Medienberater. Für den Heise Zeitschriften Verlag ist er seitdem als Redaktioneller Programmleiter im Bereich Events tätig, der sich den Informationsbedürfnissen von IT-Entscheidern widmet.
11:30 - 12:00 Uhr
Am Beispiel der CRM-Lösung eines Business-Portals - SaaS versus Software-Implementierung
Karl-Heinz
Plünnecke, Qurius Deutschland AG, Director Business Solutions
Eine Lösung wird zum monatlichen Festpreis über das Internet zur Nutzung bereitgestellt und befreit Unternehmen so von dem technischen und organisatorischen Aufwand von Implementierung und Betrieb. Ist das Modell „Software as a Service“ (SaaS) eine gangbare Alternative zu einer traditionellen Software-Implementierung? Wodurch unterscheidet es sich vom herkömmlichen Modell des „Application Service Providing“. Diese Fragen sollen in puncto Kosten, Zeit, Anpassbarkeit und Nutzen am Beispiel einer CRM-Software untersucht und am Anwendungsbeispiel eines weit verbreiteten Business-Community-Portals untermauert werden. Das Unternehmen setzt seit Ende Dezember 2008 an 30 User-Arbeitsplätzen eine umfassende CRM-SaaS-Lösung mit internationaler Perspektive ein, die vom Microsoft-Partner Qurius aus Hamburg betrieben wird.
Referentenbiografie: .
Ausbildung:
Wirtschaftsinformatiker (1987)
Berufserfahrung:
Qurius Deutschland AG (01.02.2004 – heute) - Director Sales & Business Unit
Brio Technology GmbH (01.04.2000 – 01.02.2004) - Managing Director
Comet AG (01.07.1998 – 31.03.2000) - Vorstand
12:00 - 12:30 Uhr
Zukunftssicher und kosteneffizient - Open-Source-Infrastruktur bei Geti Wilba
Gernot
Bours, Geti Wilba GmbH, IT-Leiter
Der Tiefkühlspezialist Geti Wilba aus Bremervörde wurde 2008 via Buyout vom Nestlé-Konzern abgetrennt. IT-Leiter Gernot Bours stand vor der Aufgabe, zu möglichst geringen Kosten eine zukunftssichere IT-Infrastruktur für die drei Standorte Bremervörde, Cuxhaven und Oberreute zu implementieren. Ein Kostenvergleich fiel zu Gunsten einer Open-Source-und gegen eine Microsoft-Lösung aus. Auch im Client- und Office-Bereich setzt Geti Wilba auf eine kostengünstige Lösung - wenn auch nicht auf Open Source: Hier wird Gebrauchtsoftware eingesetzt. - Ein Erfahrungsbericht.
Referentenbiografie: • Jahrgang 1962
• Studium Landwirtschaft 1986-1991 GH Uni Kassel in Witzenhausen
• Studium Umweltsicherung 1991-1994 GH Uni Kassel in Witzenhausen
• seit 1989 Studien-Nebenjob bei imago GbR, erste Schulungen und Datenbank-Programmierung in Witzenhausen
• Landwirtschaftskammer Hannover in Bremervörde und Hannover 1994-1996
• Selbständiger Berater Landwirtschaft 1996-1999
• Konzentration auf IT seit 1998, Schulungen und Datenbank-Programmierung für cpi GmbH in Hamburg
• Freier Mitarbeiter Marktplatz Hotel GmbH in Scheeßel, Administration, Kundenprojekte Datenbank-Programmierung 1999-2003
• Freier Mitarbeiter Hippocampus GmbH in Mönchengladbach, Administration, Einkauf, Planung
• Projekte Datenbank-Programmierung für Canon Deutschland GmbH in Krefeld seit 2003
• Parallel in Teilanstellung als Administrator bei Geti Wilba GmbH seit 2006
• seit 2008 IT-Verantwortlicher bei GW, stärkere Konzentration auf die Aufgaben im Unternehmen
12:30 - 13:00 Uhr
Kosteneinsparungen mit Open Source - am Beispiel Zarafa vs. MS Exchange
Sebastian
Scheuring, Bitbone AG, Vorstand
Jedes Unternehmen steht gelegentlich vor der Situation, sich zwischen verschiedenen Lösungen für ihre IT entscheiden zu müssen. Für viele Unternehmen heißt das auch, zwischen proprietären und Open-Source-basierten Produkten abzuwägen. Vor dieser Wahl stand im August 2009 auch die Abteilung Laborationsmedizin des Medizinischen Versorgungszentrums Dortmund. Für die Zusammenarbeit von 170 Benutzern wurde ein Groupwareserver gesucht und hierfür MS Exchange mit der Open-Source-basierten Alternative Zarafa verglichen.
Der Vortrag zeigt anhand des konkreten Falls, welche Gesichtspunkte zur Entscheidung beigetragen haben, wie hoch die Kosteneinsparungen für die Laborationsmedizin des MVZ Dortmund sind und welche Schlüsse andere Unternehmen daraus ziehen können.
Referentenbiografie: Sebastian Scheuring hat Informatik an der FH Würzburg studiert. Bereits 2001 schrieb er seine Diplomarbeit über LDAP bei der bitbone AG, einem Open-Source-Systemhaus mit Spezialisierung auf Informationsmanagement. 2002 übernahm er dort die technische Leitung, seit 2004 ist er als Mitglied im Vorstand für das Unternehmen mit seinen 18 Mitarbeitern verantwortlich. Im Bereich seiner Dienstleistungen und auch der eigenen Entwicklungen bitkit|SOLUTIONS stellt sich die bitbone AG immer wieder den vom Markt gegebenen Herausforderungen und nimmt neue Leistungen, wie z. B. jüngst Dokumentenmanagement, ins Portfolio auf.
13:00 - 14:00 Uhr
Mittagspause
14:00 - 14:30 Uhr
Kostengünstiges Single Sign-on mit Open SSO beim wissenschaftlichen Springer-Verlag
Sebastian
Glandien, Acando GmbH
Für die neue Online-Datenbank SpringerMaterials wurde beim Springer-Verlag GmbH ein auf SUNs Open SSO basierendes Single-Sign-On-System implementiert.
Die Recherche in der auf physikalische und chemische Inhalte spezialisierten Datenbank ist für jedermann frei zugänglich. Die PDF-Inhalte sind nur für Abonnenten der Datenbank zugreifbar. Hier kommt Open SSO zum Einsatz, das anhand der IP-Adresse oder des Benutzernamens/Passworts den jeweiligen Benutzer gegen die lokal vorgehaltenen Kundendatendatenbank authentifiziert. Die Kundendaten werden dabei täglich per Webservice-Schnittstelle mit dem zentralen SAP-Kundenstammdaten abgeglichen. Die im Verlagsumfeld übliche Authentifizierung über IP Adressen wurde über Open SSOs Plug-in-Architektur realisiert. So können z.B. Benutzer an den Universitätsbibliotheken ohne die übliche Anmeldung über Benutzernamen/Passwort direkt auf den gewünschten Inhalt zugreifen.
Den eigentlichen Zugriff überwachen auf den SpringerMaterials-Webservern installierte OpenSSO-Agenten, die über den Open-SSO-Server zentral gesteuert werden. So lassen sich auch zukünftige Datenbanken einfach an das bestehende System koppeln und der Zugriff auf die Datenbankinhalte ist transparent und ohne weitere Entwicklungsaufwände gesichert. Da bei Open SSO als Open-Source-Produkt lediglich Kosten für Anpassungen und Wartung entstehen, konnte im Vergleich zu kommerziellen Anbietern, eine verlagspezifische Access-Management Lösung recht kostengünstig entstehen.
Referentenbiografie: Sebastian Glandien ist IT-Consultant bei der Acando GmbH mit dem Schwerpunkt Java-Enterprise-Anwendungen. Auf der Grundlage von aktuellen Persistenz-, GUI- und Webservice-Frameworks, Content-Management-Systemen und Portalen gestaltet er verteilte IT-Landschaften. Zu seinen Haupteinsatzgebieten zählen die Bereiche Telekommunikation, Public Transport und Bankwesen. Das besondere persönliche Interesse von Herrn Glandien gilt dem Identity- und Access-Management. Insbesondere die Bereiche Web-SSO, LDAP Management, Webservice Security und IDEA fokussiert er im Kundenumfeld. Für die Themen Web-SSO und Webservice Security ist Sebastian Glandien häufig Sprecher auf Konferenzen.
14:30 - 15:00 Uhr
Podiumsdiskussion - Do more with less - Erfahrungen und Positionen
Topics der Diskussion
Für welche Unternehmen und Anwendungen eignet sich Open Source Software? Bringt ihr Einsatz spezielle Herausforderungen und Risiken mit sich? Sind Open-Source-Anwendungen reif für den professionellen Einsatz?
- Potenzial und Risiken von Software aus zweiter Hand
- Früher Application Services, jetzt Software as a Service: Erfahrungen mit gemieteten Anwendungen - und wohin der Weg führt.
