RECHENZENTREN & INFRASTRUKTUR - KONFERENZ - ARCHIV
RECHENZENTREN & INFRASTRUKTUR
Komponenten, Kabel, Netzwerke
23. März 2010, München
Programm, Dienstag, 23.03.2010
München
08:30 - 09:30 Uhr
Registrierung
09:30 - 09:45 Uhr
Begrüßung
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Einführung zur Verkabelung
09:45 - 10:30 Uhr
(Keynote) „Anerkennung von Sachkundigen für Planung, Errichtung und Prüfung von Kommunikationskabelanlagen (GIV-Sachkundige)" nach den Richtlinien VdS 3117
André
Gerlach, BdNI Akademie e.K.
Der VdS & BdNI führen im Rahmen einer engen Kooperation seit August 2009 eine neue Anerkennungsrichtlinie im IT Infrastruktur Markt ein. Die Zertifizierungsstelle von VdS Schadenverhütung vergibt damit erstmalig eine Anerkennung zum so genannten:
Sachkundigen zur Planung, Errichtung und Prüfung von Kommunikationskabelanlagen (Kurz: GIV-Sachkundiger genannt)
Referentenbiografie: Herr Gerlach ist Sprecher und Gründungsmitglied der BdNI (Bildungsinitiative der Netzwerkindustrie.) Als selbständiger Unternehmensberater und Betreiber der BdNI Akademie ist er seit vielen Jahren in der IT-Infrastrukturbranche tätig.
10:30 - 11:00 Uhr
Pluggable Module (SFP+ und XFP) für 10GbE
Thomas
Weible, flexOptix, Geschäftsführer
Diese kleinen Biester, die sich um die Kommunikation zwischen unseren Routern oder Switchen bemühen und Licht auf die Faser bringen, können einem manchmal den letzten Nerv rauben. Entweder hat man gerade die falsche Lichtfarbe oder der Switch will einem klar machen, dass er einen Fremdkörper in sich nicht duldet und gleich den Dienst quittieren wird. Es geht hier um die Small Formfactor Pluggables auch SFPs oder miniGBICs genannt. Es gibt heute durchaus interessante Ansätze und Möglichkeiten wie man mit SFPs diverse Spielereien anstellen kann (spart Nerven und Zeit) und wie man somit seine Netzplanung deutlich vereinfachen kann (spart Geld) - das Ganze ohne Unterstützung der Router-Hersteller.
In den SFPs arbeitet ein Microcontroller, der sich um die Identifikation der Pluggables kümmert. Wenn dieser mit dem Host-System richtig kommuniziert, dann wird der SFP auch nicht mehr als Fremdkörper angesehen. Der Microcontroller übernimmt aber auch die Aufgabe der Überwachung der Betriebswerte. Am Beispiel der Switch-Familie Nexus kann man das sehr schön sehen.
Eine weitere Herausforderung ist der steigende Bandbreitenhunger der Virtualisierung und Speichernetzwerke. Dadurch kommen wir jetzt auch schon an die Grenzen der 10G SFP+ bzw. XFPs in punkto Übertragungsgeschwindigkeit. Pures 40G und 100G Ethernet ist in den Laboren schon dabei das Laufen zu lernen. Will man aber heute schon solche Geschwindigkeiten haben und möchte jetzt damit losrennen, gibt es ein paar schöne Praxisbeispiele wie man das einfach und professionell umsetzen kann.
Referentenbiografie: Thomas Weible ist Mitgründer und Geschäftsführer der Flexoptix GmbH. Er verantwortet dort den Bereich Technologie und Entwicklung für Transceiver und ist zugleich der verrückte Kopf des Unternehmens. Seit 2008 befasst er sich ausschließlich mit den Möglichkeiten der optischen Datenübertragung. Hierfür haben sein Team und er eigens eine Applikation zur freien Programmierung von SFPs und XFPs entwickelt – die flexBox (www.flexoptix.net).
11:00 - 11:30 Uhr
Kaffeepause
mit Rundgang durch die Ausstellung
11:30 - 12:15 Uhr
Hochgeschwindigkeitsverkabelung
Dipl.-Phys.
Thomas
Gehrke, MBM, Dätwyler Cables GmbH, Produktmanager
Einen aktuellen Ausblick auf die Hochgeschwindigkeitsverkabelung (10, 40 und 100 GbE) mit allen relevanten Infos zum Stand der Normierung gibt Thomas Gehrke von der Dätwyler Cables GmbH. Dazu bezieht der Referent auch die Aspekte Mess- und Testgeräte ein. Aus Gründen der Investitionssicherheit sind auch Punite wie die Zertifizierung inklusive der Abnahme-Messungen, Planungs- und Verlegungstipps für die künftigen schnellen Kabel-Generationen wichtig.
Referentenbiografie: Dipl.-Phys. Thomas Gehrke, arbeitet als Produktmanager bei der Dätwyler Cables GmbH. Der Spezialist für Glasfaser-Technologie ist zudem Mitarbeiter in den Normungsgremien UK 412.7 und GUK 715.3
12:15 - 14:00 Uhr
Mittagspause
Möglichkeit zum Besuch der Sponsoren-Stände
14:00 - 14:15 Uhr
Einführung zu Rechenzentrums-Thematik
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Energieeffizienz als Topthema
14:15 - 14:45 Uhr
Neues Rechenzentrum in München
Wolfgang
Kaufmann, IP Exchange, Branch Manager
Jürgen
Lange, IP Exchange, Key Account Manager
14:45 - 15:30 Uhr
Potenziale der Rechenzentrums-Zertifizierung
Clemens
Wanko, Unternehmensgruppe TÜV NORD, Prüfer und Zertifizierer für den Bereich IT Infrastructure beim TÜV Informationstechnik GmbH
Die Zertifizierung von Rechenzentren gewinnt eine immer größere Bedeutung. Betreiber müssen nachweisen, dass sie nach dem Stand der Technik gebaut haben. Aber auch Punkte wie Qualitätssicherung oder die Marktpositionierung kommen dabei mit in Spiel. Der Referent wird zeigen, warum eine Zertifizierung nötig ist, wie das Konzept der Trusted Site Infrastructure aussieht, welche Methodiken und Abläufe sich dahinter verbergen. Weitere Themen sind die Kosten, die Energieeffizienz aber auch die Nennung typischer Probleme bei der Zertifizierung.
Referentenbiografie: Clemens Wanko, hat Nachrichtentechnik studiert und eine Berufsausbildung zum Fernmeldehandwerker absolviert. Seit 2000 ist er beim TÜViT und dort mit der Durchführung von Prüfungen und Audits, Zertifizierungen und Bestätigung von Produkten und Prozessen betraut. Vorher war Wanko unter anderem bei der Deutschen Telekom AG aktiv und für die Planung und Realisierung von Sicherheitsprojekten in den Bereichen Calling Card und öffentliche Telekommunikation zuständig.
15:30 - 16:00 Uhr
(Sponsoren-Track 1) Best Practices für eine 60 Prozent höhere Kühlungs-Effizienz im Rechenzentrum - mit rein mechanischen Mitteln und für kleines Geld
Oliver
Rohner, Daxten, Enterprise Sales Manager
Ohne große technologische Eingriffe und hohe Investition in eine bestehende Rechenzentrumsinfrastruktur lässt sich deren Kühl- und Energieeffizienz um mehr als 60% erhöhen. Gemäß den Best Practice-Empfehlungen von Gartner und dem EU Code of Conduct on Data Centres Energy Efficiency sind es gerade kleine Optimierungen, die die höchsten Einsparpotenziale bei niedrigen Investitionen und sehr kurzen Amortisationszeiträumen von nur einem bis zu 6 Monaten bieten. Vom Einsparpotenzial geht es nicht um "Peanuts", denn das US-amerikanische Uptime Institute hat in Studien erhoben, dass bis zu 63 Prozent Prozent der erzeugten Kühlluft nicht zu ihrem Bestimmungsort, nämlich zur Hardware in den Racks gelangen, sondern zuvor als Bypass-Luftströme an Kabelführungen und weiteren Doppelbodeneinlässen, an nicht abgedichteten Höheneinheiten in den Racks und in nicht eingehausten Kaltgängen sowie im Doppelboden selbst durch fehlende Führung und Lenkung entweichen. Was also liegt näher, als an genau diesen Schwachstellen anzusetzen, eine "Kühlungskosmetik" mit einfachsten mechanischen Mitteln“ zu betreiben und Einsparungen zu realisieren, die sich äquivalent zu den „verblasenen“ 63 Prozent ergeben? Die dafür erforderlichen Best Practices und -Lösungen stellt Ihnen Herr Rohner in seinem Fachvortrag vor.
Referentenbiografie: Herr Oliver Rohner ist als Enterprise Sales Manager bei der in Berlin ansässigen Daxten GmbH für die vertriebliche Betreuung von Großkunden im Feld IT-Infrastruktur-Management und Kühlungs-Optimierung zuständig. Als Mitglied diverser Kompetenz-Allianzen und in Facharbeitskreisen unterstützt Herr Rohner IT-Verantwortliche dabei, ihre Rechenzentren kosten- und energieeffizient zu gestalten und zu managen.
16:00 - 16:30 Uhr
Kaffeepause
Möglichkeit zum Besuch der Sponsorenstände
16:30 - 17:15 Uhr
Optimierungspotentiale im RZ: Verfügbarkeit erhohen, Energieverbrauch senken, RZ Fläche gewinnen
Dietmar
Papenfort, Active Power, VP Sales EMEA & APAC
Die Leistungsaufnahme von Rechenzentren ist erheblich und weiter anwachsend. Durch immer höhere Leistungsdichte steigt auch in bestehenden Rechenzentren der Stromverbrauch. Allgemeinhin wird der Anteil der Notstromversorgung und USV auf 6-10% geschätzt, und wird beispielsweise von der EPA durch den Einsatz effizienterer USV-Systeme als Schlüsselfaktor für die Verringerung der Leistungsaufnahme in Rechenzentren gesehen. Für Rechenzentren bietet eine verbesserte Effizienz von USV-Systemen Energieeinsparungen rund um die Uhr, sowohl direkt innerhalb der USV als auch indirekt über geringere Wärmelasten und sogar geringere Transformatorverluste. Neben der energetischen Effizienz kann eine durch Design leistungsoptimierte USV auch zu Einsparungen in Platz und Gewicht führen, sowie zu einer höheren Zuverlässigkeit und damit Gesamtkosten positiv beeinflussen. Die Möglichkeit, die gesamte Energieversorgung aus dem RZ in externe Versorgungscontainer auszulagern, führt schließlich zu einem neuen Konzept, welches modulare Ansätze fördert. Dietmar Papenfort wird in dieser Präsentation die Anwendung und Vorteile einer batteriefreien, modularen USV-Architektur und „Containerisierung“ in Bezug auf Effizienz, Zuverlässigkeit und Gesamtkostenentwicklung gegenüber konventionellen Systemen und Architekturen darstellen, sowie praktische Erfahrungen und Beispiele zeigen.
Referentenbiografie: Dietmar Papenfort, Active Power, Vice President Sales EMEA & APAC Mit über 20 Jahren Vertriebs- und Service-Erfahrung im Bereich der gesicherten Stromversorgungen, leitet Herr Papenfort seit November 2009 den Vertrieb Europa, Middle East, Afrika und Asien für Active Power.
17:15 - 18:00 Uhr
(Keynote) Von Bauten zu modularen Bauelementen, die neue Generation von Rechenzentren
Frank
Koch, Microsoft Deutschland, Infrastrukturarchitekt
Andreas
Kampert, Microsoft Deutschland, Rechenzentrumsexperte
Sind Mega-Rechenzentren für Internetdienstleistungen heutzutage noch zeitgemäß oder ein großes Investitionsrisiko wie zu Zeiten der ersten Internetblase am Anfang des Jahrtausends? Nicht nur Unternehmen wie Microsoft stehen hier vor einer schweren Entscheidung. Modulare Konzepte mit Energie-Effizienz-(PUE-) Werten deutlich unter 1,3 gelten als eine mögliche Antwort, von denen auch Betreiber kleinerer Rechenzentren profitieren können. Hören Sie von einem der größten Rechenzentrumsbetreiber weltweit, wie solche modularen Konzepte von der Idee zum produktiven Einsatz heranreiften und welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden. Infrastrukturarchitekt Frank Koch und Rechenzentrumsexperte Andreas Kampert berichten Ihnen dabei von der Rechenzentrums(r)evolution bei Microsoft.
Referentenbiografie: Frank Koch arbeitet seit 1998 bei Microsoft. Nach einigen Jahren im Europäisch-Afrikanischem (EMEA) Telekommunikationsteam, während er die großen Telefon und Hostingprovider wie Vodafone oder Equant betreute, wechselte Herr Koch in die schweizerische Niederlassung. Als Vertreter von Microsoft im e-Government Arbeitsgremium eCH ist Frank Koch mitverantwortlich für die Architekturpapiere rund um saga.ch. Mit seinem Wechseln zu Microsoft Deutschland als neuer Infrastruktur Architekt im Frühjahr 2008 übernahm Herr Koch unter anderem die technische Verantwortung für die Themen „Environmental Sustainability“ bzw. „Green IT“ . Frank Koch ist geschätzter Sprecher auf nationalen und internationalen Konferenzen wie Datacenter Dynamics, Storage & Network World, IDC aber auch Microsoft TechEd und MMS.
18:00 - 18:30 Uhr
Zusammenfassung und Ausklang
(Änderungen am Programm aus aktuellem Anlass möglich)