RECHENZENTREN & INFRASTRUKTUR - KONFERENZ - ARCHIV
RECHENZENTREN & INFRASTRUKTUR
Komponenten, Kabel, Netzwerke
21. September 2010, Frankfurt/Main
Programm, Dienstag, 21.09.2010
Frankfurt/Main
08:00 - 09:00 Uhr
Registrierung
09:00 - 09:15 Uhr
Begrüßung
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Einführung zur Rechenzentraumthematik: Energieeffizienz als Top-Thema
09:15 - 09:45 Uhr
Hochgeschwindigkeitsverkabelung
Dipl.-Phys.
Thomas
Gehrke, MBM, Dätwyler Cables GmbH, Produktmanager
Einen aktuellen Ausblick auf die Hochgeschwindigkeitsverkabelung (10, 40 und 100 GbE) mit allen relevanten Infos zum Stand der Normierung stehen im Mittelpunkt des Vortrags. Es wird geklärt, warum Geschwindigkeiten wie 10, 40 und 100 GbE nötig sind, dazu wird der aktuelle Stand der Normierung bei 10 GbE (über Kupfer und Glasfaser und mehr gezeigt. Ein Ausblick auf die kommenden Generationen zeigt dem IT-Verantwortlichen, wie er Investitionssicherheit im Verkabelungsbereich bekommt. Ein wichtiger Teil des Vortrags befasst sich mit der Umsetzung der Verkabelung im Rechenzentrum. Hier ist die Koexistenz von Kupfer- und Glasfaser-Verkabelung interessant. Zudem gibt es mit dem Trunking eine Option, um höhere Bandbreiten zu realisieren.
Referentenbiografie: Dipl.-Phys. Thomas Gehrke, arbeitet als Produktmanager bei der Dätwyler Cables GmbH. Der Spezialist für Glasfaser-Technologie ist zudem Mitarbeiter in den Normungsgremien UK 412.7 und GUK 715.3
09:45 - 10:15 Uhr
Energieeffizienz und RZ-Verkabelung
Michael
Schneider, Brand-Rex, Regional Sales Manager
In seinem Vortrag zeigt der Referent, wie unter der Vorgabe immer steigender Bandbreitenbedarfe und Geschwindigkeitsentwicklungen 10GB/s … 40GB/s… 100GB/s durch redundante flexible High Density Verkabelungsstrukturen die Verkabelungslast reduziert werden kann und damit gleichzeitig die Möglichkeit zur Einsparung von Energiekosten gegeben wird.
Referentenbiografie: Michael Schneider, Jahrgang 1965 , ist seit 20 Jahren in verschiedenen Funktionen als Systemspezialist und im Bereich der Planung von Verkabelung und Systemen in der Telekommunikation und IT-Branche tätig. Von 2002 bis 2010 war er als Produktmanager bei Brand-Rex für den Produktbereich „geschirmte Kupfertechnik“ weltweit verantwortlich und hat hierbei umfangreiche Erfahrungen in internationalen Projekten für Strukturierte-Verkabelungen und Rechenzentren gesammelt. Herr Schneider ist nun für Brand-Rex als Gebietsverkaufsleiter/Spezialist für Rechenzentren in Deutschland tätig.
10:15 - 10:45 Uhr
Kaffeepause mit Rundgang durch die Ausstellung
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
10:45 - 11:15 Uhr
„Anerkennung von Sachkundigen für Planung, Errichtung und Prüfung von Kommunikationskabelanlagen (GIV-Sachkundige)" nach den Richtlinien VdS 3117
André
Gerlach, BdNI Akademie e.K.
Der VdS & BdNI führen im Rahmen einer engen Kooperation seit August 2009 eine neue Anerkennungsrichtlinie im IT Infrastruktur Markt ein. Die Zertifizierungsstelle von VdS Schadenverhütung vergibt damit erstmalig eine Anerkennung zum so genannten: Sachkundigen zur Planung, Errichtung und Prüfung von Kommunikationskabelanlagen (Kurz: GIV-Sachkundiger genannt)
Referentenbiografie: Herr Gerlach ist Sprecher und Gründungsmitglied der BdNI (Bildungsinitiative der Netzwerkindustrie.) Als selbständiger Unternehmensberater und Betreiber der BdNI Akademie ist er seit vielen Jahren in der IT-Infrastrukturbranche tätig.
11:15 - 11:45 Uhr
Pluggabel Module (SFP+ und XFP) für 10GbE
Thomas
Weible, flexOptix, Geschäftsführer
Diese kleinen Biester, die sich um die Kommunikation zwischen unseren Routern oder Switchen bemühen und Licht auf die Faser bringen, können einem manchmal den letzten Nerv rauben. Entweder hat man gerade die falsche Lichtfarbe oder der Switch will einem klar machen, dass er einen Fremdkörper in sich nicht duldet und gleich den Dienst quittieren wird. Es geht hier um die Small Formfactor Pluggables auch SFPs oder MiniGBICs genannt. Es gibt heute durchaus interessante Ansätze und Möglichkeiten wie man mit SFPs diverse Spielereien anstellen kann (spart Nerven und Zeit) und wie man somit seine Netzplanung deutlich vereinfachen kann (spart Geld) - das Ganze ohne Unterstützung der Router-Hersteller. In den SFPs arbeitet ein Mikrocontroller, der sich um die Identifikation der Pluggables kümmert. Wenn dieser mit dem Host-System richtig kommuniziert, dann wird der SFP auch nicht mehr als Fremdkörper angesehen. Der Mikrocontroller übernimmt aber auch die Aufgabe der Überwachung der Betriebswerte. Am Beispiel der Switch-Familie Nexus kann man das sehr schön sehen. Eine weitere Herausforderung ist der steigende Bandbreitenhunger der Virtualisierung und Speichernetzwerke. Dadurch kommen wir jetzt auch schon an die Grenzen der 10G SFP+ bzw. XFPs in punkto Übertragungsgeschwindigkeit. Pures 40G und 100G Ethernet ist in den Laboren schon dabei das Laufen zu lernen. Will man aber heute schon solche Geschwindigkeiten haben und möchte jetzt damit losrennen, gibt es ein paar schöne Praxisbeispiele wie man das einfach und professionell umsetzen kann.
Referentenbiografie: Thomas Weible ist Mitgründer und Geschäftsführer der Flexoptix GmbH. Er verantwortet dort den Bereich Technologie und Entwicklung für Transceiver und ist zugleich der verrückte Kopf des Unternehmens. Seit 2008 befasst er sich ausschließlich mit den Möglichkeiten der optischen Datenübertragung. Hierfür haben sein Team und er eigens eine Applikation zur freien Programmierung von SFPs und XFPs entwickelt – die flexBox (www.flexoptix.net).
11:45 - 12:00 Uhr
Einführung zur Rechenzentrumsthematik
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Einführung zur Rechenzentrumsthematik: Energieeffizienz als Top-Thema
12:00 - 12:30 Uhr
Energieeffizienz in Rechenzentren
Frank
Gross, IP Exchange, Niederlassungsleiter / Director Sales Nord/West
Im Zuge steigender Kosten für den Betrieb der benötigten IT-Infrastruktur stehen immer mehr IT-Manager vor der großen Aufgabe der Optimierung und Effizienzsteigerung. Einer der größten Kostentreiber ist die Entwicklung nicht nur des Energiebedarfs der eingesetzten Geräte sondern dazu auch der ständig steigenden Strompreise. Immer leistungsfähigere Hardware auf immer kleinerem Raum mit steigendem Bedarf sowohl an Stromzuführung als auch an Wärmeabführung stellen Herausforderungen dar, denen die bisher häufig inhouse betriebenen Serverräume / Rechenzentren nicht mehr gewachsen sind. Aktuell sind Werte von bis zu 25 kWatt Stromzuführung pro Einzelrack keine Seltenheit mehr. Dem gegenüber stehen Rechenzentren, die zur Zeit ihrer Entstehung mit einer Stromflächendichte von 300 bis 700 Watt pro Quadratmeter geplant – und gebaut – wurden. Der Referent zeigt Ansätze, wie sich diese Herausforderungen meistern lassen.
12:30 - 14:00 Uhr
Mittagspause
Möglichkeit zum Besuch der Sponsorenstände
14:00 - 14:30 Uhr
Best Practices für eine 60 Prozent höhere Kühlungs-Effizienz im Rechenzentrum - mit rein mechanischen Mitteln und für kleines Geld
Oliver
Rohner, Daxten, Enterprise Sales Manager
Ohne große technologische Eingriffe und hohe Investition in eine bestehende Rechenzentrumsinfrastruktur lässt sich deren Kühl- und Energieeffizienz um mehr als 60% erhöhen. Gemäß den Best Practice-Empfehlungen von Gartner und dem EU Code of Conduct on Data Centres Energy Efficiency sind es gerade kleine Optimierungen, die die höchsten Einsparpotenziale bei niedrigen Investitionen und sehr kurzen Amortisationszeiträumen von nur einem bis zu 6 Monaten bieten. Vom Einsparpotenzial geht es nicht um "Peanuts", denn das US-amerikanische Uptime Institute hat in Studien erhoben, dass bis zu 63 Prozent der erzeugten Kühlluft nicht zu ihrem Bestimmungsort, nämlich zur Hardware in den Racks gelangen, sondern zuvor als Bypass-Luftströme an Kabelführungen und weiteren Doppelbodeneinlässen, an nicht abgedichteten Höheneinheiten in den Racks und in nicht eingehausten Kaltgängen sowie im Doppelboden selbst durch fehlende Führung und Lenkung entweichen. Was also liegt näher, als an genau diesen Schwachstellen anzusetzen, eine "Kühlungskosmetik" mit einfachsten mechanischen Mitteln“ zu betreiben und Einsparungen zu realisieren, die sich äquivalent zu den „verblasenen“ 63 Prozent ergeben? Die dafür erforderlichen Best Practices und -Lösungen stellt Ihnen Herr Rohner in seinem Fachvortrag vor.
Referentenbiografie: Herr Oliver Rohner ist als Enterprise Sales Manager bei der in Berlin ansässigen Daxten GmbH für die vertriebliche Betreuung von Großkunden im Feld IT-Infrastruktur-Management und Kühlungs-Optimierung zuständig. Als Mitglied diverser Kompetenz-Allianzen und in Facharbeitskreisen unterstützt Herr Rohner IT-Verantwortliche dabei, ihre Rechenzentren kosten- und energieeffizient zu gestalten und zu managen.
14:30 - 15:00 Uhr
USV-Notstromversorgung ohne Batterien: Optimierungspotentiale im RZ: Verfügbarkeit erhöhen, Energieverbrauch senken, RZ Fläche gewinnen
Dietmar
Papenfort, Active Power, Vice President EMEA
Die Leistungsaufnahme von Rechenzentren ist erheblich und weiter anwachsend. Durch immer höhere Leistungsdichte steigt auch in bestehenden Rechenzentren der Stromverbrauch. Allgemeinhin wird der Anteil der Notstromversorgung und USV auf 6-10% geschätzt, und wird beispielsweise von der EPA durch den Einsatz effizienterer USV-Systeme als Schlüsselfaktor für die Verringerung der Leistungsaufnahme in Rechenzentren gesehen. Für Rechenzentren bietet eine verbesserte Effizienz von USV-Systemen Energieeinsparungen rund um die Uhr, sowohl direkt innerhalb der USV als auch indirekt über geringere Wärmelasten und sogar geringere Transformatorverluste. Neben der energetischen Effizienz kann eine durch Design leistungsoptimierte USV auch zu Einsparungen in Platz und Gewicht führen, sowie zu einer höheren Zuverlässigkeit und damit Gesamtkosten positiv beeinflussen. Die Möglichkeit, die gesamte Energieversorgung aus dem RZ in externe Versorgungscontainer auszulagern, führt schließlich zu einem neuen Konzept, welches modulare Ansätze fördert. Dietmar Papenfort wird in dieser Präsentation die Anwendung und Vorteile einer batteriefreien, modularen USV-Architektur und „Containerisierung“ in Bezug auf Effizienz, Zuverlässigkeit und Gesamtkostenentwicklung gegenüber konventionellen Systemen und Architekturen darstellen, sowie praktische Erfahrungen und Beispiele zeigen.
Referentenbiografie: Dietmar Papenfort, Active Power, Vice President Sales EMEA & APAC Mit über 20 Jahren Vertriebs- und Service-Erfahrung im Bereich der gesicherten Stromversorgungen, leitet Herr Papenfort seit November 2009 den Vertrieb Europa, Middle East, Afrika und Asien für Active Power.
15:00 - 15:30 Uhr
Ist die Verfügbarkeit von Rechenzentren überhaupt berechenbar?
Jörn
Krinelke, I.T.E.N.O.S. GmbH
In den Rechenzentren liegen die Daten der Unternehmen und Organisationen – und damit die wichtigsten Güter. In der Regel werden heutzutage die Prozesse der Unternehmen von den Rechenzentren aus gesteuert und auch der komplette Informationsaustausch läuft über diese Data Center. Daher sollte die IT-Infrastruktur eine entsprechende Hochverfügbarkeit aufweisen – hier haben sich die Verfügbarkeitsklassen nach der Definition des US Uptime Instituts als ein Quasistandard etabliert.
Betrachtet man die Häufigkeit von Netzstörungen und gewichtet sie nach ihrer durchschnittlichen Dauer, so lässt sich erkennen: Im Bereich bis zu einer Sekunde lauern die meisten Gefahren. Der Vortrag von Jörn Krinelke skizziert zum einen die Ausgangssituation und setzt sich im Wesentlichen mit der Frage auseinander, warum der Verfügbarkeit bei der Planung von Rechenzentren eine so große Bedeutung zukommt. Dazu geht der Referent detailliert auf Berechnungsmethoden, Verfügbarkeitsklassen und die zugehörigen Kosten ein. Hiermit spricht er vor allem Zuhörer mit einem hohen Verständnis der kaufmännischen und technischen Zusammenhänge an.
Referentenbiografie: Jörn Krinelke ist Diplom-Ingenieur und seit 2005 im Geschäftskundenvertrieb der ITENOS GmbH tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Kunden bei der Einrichtung kundenindividueller Rechenzentren. Er war maßgeblich an der erfolgreichen Produkteinführung einer Online Backup-Lösung für Server über das Internet beteiligt und engagiert sich ehrenamtlich bei der IHK und als Gastdozent der Fachhochschule Brandenburg.
15:30 - 16:00 Uhr
Kaffeepause
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Möglichkeit zum Besuch der Sponsorenstände
16:00 - 16:30 Uhr
Energieeffizienz im Rechenzentrum mit den Avocent IT Infrastrukturmanagement Lösungen
Wolfgang
Goretzki, Avocent
Ein effizientes IT Infrastruktur Management ist ein Schlüsselbestandteil von Rechenzentren und sollte insbesondere folgende Funktionen erfüllen:
1. Konsolidierter und ganzheitlicher Lösungsansatz für das IT-Management,
2. Energieoptimierung im Rechenzentrum durch Messen und Überwachung im RZ
3. RZ-Planung, Optimierung, Dokumentation, Visualisierung.
Referentenbiografie: Wolfgang Goretzki hat nach dem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität München zunächst 3 Jahre in der Entwicklung bei den Firmen Siemens AG und NEC Corporation, insbesondere im Bereich Telekommunikation, gearbeitet. Bei NEC hat Herr Goretzki anschließend den Bereich Produktmarketing gegründet und zunächst mit nationaler und anschließend europäischer Verantwortung für unterschiedliche IT-Produkte, wie Printer, Displays und PCs ausgebaut und geleitet. Als nächste Stationen übernahm er bei Compaq Deutschland die Verantwortung für das Geschäft der Business-Desktops sowie Windows Based Terminals und nach der Fusion mit HP den Bereich der RISC-basierenden- sowie IA32- und IA64- Workstations. Heute leitet Herr Goretzki bei der Firma Avocent (Emerson Network Power) das Produktmarketing der ´Management System Division´ für Europa, Mittleren Osten und Afrika.
16:30 - 17:15 Uhr
(Keynote) Von Bauten zu modularen Bauelementen, die neue Generation von Rechenzentren
Frank
Koch, Microsoft Deutschland, Infrastrukturarchitekt
Sind Mega-Rechenzentren für Internetdienstleistungen heutzutage noch zeitgemäß oder ein großes Investitionsrisiko wie zu Zeiten der ersten Internetblase am Anfang des Jahrtausends? Nicht nur Unternehmen wie Microsoft stehen hier vor einer schweren Entscheidung. Modulare Konzepte mit Energie-Effizienz-(PUE-) Werten deutlich unter 1,3 gelten als eine mögliche Antwort, von denen auch Betreiber kleinerer Rechenzentren profitieren können. Hören Sie von einem der größten Rechenzentrumsbetreiber weltweit, wie solche modularen Konzepte von der Idee zum produktiven Einsatz heranreiften und welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden. Infrastrukturarchitekt Frank Koch berichtet Ihnen dabei von der Rechenzentrums(r)evolution bei Microsoft.
Referentenbiografie: Frank Koch arbeitet seit 1998 bei Microsoft. Nach einigen Jahren im Europäisch-Afrikanischem (EMEA) Telekommunikationsteam, während er die großen Telefon und Hostingprovider wie Vodafone oder Equant betreute, wechselte Herr Koch in die schweizerische Niederlassung. Als Vertreter von Microsoft im e-Government Arbeitsgremium eCH ist Frank Koch mitverantwortlich für die Architekturpapiere rund um saga.ch. Mit seinem Wechseln zu Microsoft Deutschland als neuer Infrastruktur Architekt im Frühjahr 2008 übernahm Herr Koch unter anderem die technische Verantwortung für die Themen „Environmental Sustainability“ bzw. „Green IT“ . Frank Koch ist geschätzter Sprecher auf nationalen und internationalen Konferenzen wie Datacenter Dynamics, Storage & Network World, IDC aber auch Microsoft TechEd und MMS.