RECHENZENTREN & INFRASTRUKTUR - KONFERENZ - ARCHIV
RECHENZENTREN & INFRASTRUKTUR
Komponenten, Kabel, Netzwerke
09. Dezember 2010, Hamburg
Programm, Donnerstag, 09.12.2010
Hamburg
08:30 - 09:00 Uhr
Registrierung
09:00 - 09:15 Uhr
Begrüßung
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Einführung zur Rechenzentrumsthematik: Energieeffizienz als Top-Thema
09:15 - 09:45 Uhr
Hochgeschwindigkeitsverkabelung
Dipl.-Phys.
Thomas
Gehrke, MBM, Dätwyler Cables GmbH, Produktmanager
Einen aktuellen Ausblick auf die Hochgeschwindigkeitsverkabelung (10, 40 und 100 GbE) mit allen relevanten Infos zum Stand der Normierung stehen im Mittelpunkt des Vortrags. Es wird geklärt, warum Geschwindigkeiten wie 10, 40 und 100 GbE nötig sind, dazu wird der aktuelle Stand der Normierung bei 10 GbE (über Kupfer und Glasfaser und mehr gezeigt. Ein Ausblick auf die kommenden Generationen zeigt dem IT-Verantwortlichen, wie er Investitionssicherheit im Verkabelungsbereich bekommt. Ein wichtiger Teil des Vortrags befasst sich mit der Umsetzung der Verkabelung im Rechenzentrum. Hier ist die Koexistenz von Kupfer- und Glasfaser-Verkabelung interessant. Zudem gibt es mit dem Trunking eine Option, um höhere Bandbreiten zu realisieren.
Referentenbiografie: Dipl.-Phys. Thomas Gehrke, arbeitet als Produktmanager bei der Dätwyler Cables GmbH. Der Spezialist für Glasfaser-Technologie ist zudem Mitarbeiter in den Normungsgremien UK 412.7 und GUK 715.3
09:45 - 10:15 Uhr
Pluggable Module (SFP+ und XFP) für 10GbE
Thomas
Weible, flexOptix, Geschäftsführer
Diese kleinen Biester, die sich um die Kommunikation zwischen unseren Routern oder Switchen bemühen und Licht auf die Faser bringen, können einem manchmal den letzten Nerv rauben. Entweder hat man gerade die falsche Lichtfarbe oder der Switch will einem klar machen, dass er einen Fremdkörper in sich nicht duldet und gleich den Dienst quittieren wird. Es geht hier um die Small Formfactor Pluggables auch SFPs oder MiniGBICs genannt. Es gibt heute durchaus interessante Ansätze und Möglichkeiten wie man mit SFPs diverse Spielereien anstellen kann (spart Nerven und Zeit) und wie man somit seine Netzplanung deutlich vereinfachen kann (spart Geld) - das Ganze ohne Unterstützung der Router-Hersteller. In den SFPs arbeitet ein Mikrocontroller, der sich um die Identifikation der Pluggables kümmert. Wenn dieser mit dem Host-System richtig kommuniziert, dann wird der SFP auch nicht mehr als Fremdkörper angesehen. Der Mikrocontroller übernimmt aber auch die Aufgabe der Überwachung der Betriebswerte. Am Beispiel der Switch-Familie Nexus kann man das sehr schön sehen. Eine weitere Herausforderung ist der steigende Bandbreitenhunger der Virtualisierung und Speichernetzwerke. Dadurch kommen wir jetzt auch schon an die Grenzen der 10G SFP+ bzw. XFPs in punkto Übertragungsgeschwindigkeit. Pures 40G und 100G Ethernet ist in den Laboren schon dabei das Laufen zu lernen. Will man aber heute schon solche Geschwindigkeiten haben und möchte jetzt damit losrennen, gibt es ein paar schöne Praxisbeispiele wie man das einfach und professionell umsetzen kann.
Referentenbiografie: Thomas Weible ist Mitgründer und Geschäftsführer der Flexoptix GmbH. Er verantwortet dort den Bereich Technologie und Entwicklung für Transceiver und ist zugleich der verrückte Kopf des Unternehmens. Seit 2008 befasst er sich ausschließlich mit den Möglichkeiten der optischen Datenübertragung. Hierfür haben sein Team und er eigens eine Applikation zur freien Programmierung von SFPs und XFPs entwickelt – die flexBox (www.flexoptix.net).
10:15 - 10:45 Uhr
Kaffeepause mit Rundgang durch die Ausstellung
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
10:45 - 11:15 Uhr
„Anerkennung von Sachkundigen für Planung, Errichtung und Prüfung von Kommunikationskabelanlagen (GIV-Sachkundige)" nach den Richtlinien VdS 3117
André
Gerlach, BdNI Akademie e.K.
Der VdS & BdNI führen im Rahmen einer engen Kooperation seit August 2009 eine neue Anerkennungsrichtlinie im IT Infrastruktur Markt ein. Die Zertifizierungsstelle von VdS Schadenverhütung vergibt damit erstmalig eine Anerkennung zum so genannten: Sachkundigen zur Planung, Errichtung und Prüfung von Kommunikationskabelanlagen (Kurz: GIV-Sachkundiger genannt)
Referentenbiografie: Herr Gerlach ist Sprecher und Gründungsmitglied der BdNI (Bildungsinitiative der Netzwerkindustrie.) Als selbständiger Unternehmensberater und Betreiber der BdNI Akademie ist er seit vielen Jahren in der IT-Infrastrukturbranche tätig.
11:15 - 11:45 Uhr
Evolution vs Revolution - Ein grüner und smarter Ansatz für Rechenzentren
Jürgen
Distler, Tyco Electronics AMP GmbH, Technical Support Manager
Grün und smart – der Vortrag gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Rechenzentrum. Verschiedene Netzwerk-Topologien und deren Auswirkung auf Geschäftsprozesse werden dabei besprochen. Im Brennpunkt stehen dabei Netzwerklösungen und Strategien für Rechenzentren, die Geschäftsziele optimal unterstützen. Der Referent zeigt effektive Wege, um die Leistungsaufnahme zu reduzieren, die Effektivität der Kühlung zu verbessern und weniger Platz zu verbrauchen.
Referentenbiografie: Jürgen Distler, Jahrgang 1958, ist seit 1990 bei der Tyco Electronics AMP GmbH. Er war zunächst für den Vertrieb von Verbindungskomponenten zuständig, bevor er 1994 zur neugegründeten Abteilung für Netzwerktechnik „AMP NETCONNECT“ kam. Dort übernahm er den Vertrieb von passiven End-to-End-Verkabelungssystemen, bevor er 2003 ins zentrale Marketing wechselte. In 2006 wurde er zusätzlich mit den Aufgaben des MarCom Managers Deutschland betraut. Heute ist er darüber hinaus Technical Support Manager D und als IIMS Spezialist für die Vermarktung des Tyco Electronics AMP eigenen Intelligenten Infrastruktur Management Systems „AMPTRAC“ im deutschsprachigen Raum verantwortlich.
11:45 - 11:50 Uhr
Einführung Rechenzentrumsthematik
Dipl. Ing.
Rainer
Huttenloher
Einführung zur Rechenzentraumthematik: Energieeffizienz als Top-Thema
11:50 - 12:30 Uhr
Neue Herausforderungen an den Betrieb eines Rechenzentrums
Harald
Rossol, erecon AG, Vorstandsvorsitzender
Immer leistungsfähigere Server und die zunehmende IT-Durchdringung von Geschäftsprozessen sowie die Entwicklung der Energiekostenpreise stellen neue Anforderungen und die Planung, Ausführung und den Betrieb von Rechenzentren. Die energieeffiziente und Ressourcen schonende Bereitstellung von Rechenzentrumsleistungen stellt einen zentralen Wettbewerbsfaktor dar:
• Wirtschaftlichkeit durch hohe Energieeffizienz, die Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Serverräumen amortisieren sich teilweise schon nach Monaten.
• Die Komplexitätsvereinfachung führt zu einer Entlastung von Routineaufgaben. Personelle Ressourcen können effektiver zur umfassenden IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse gebündelt werden.
• Mit Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung Ihres Unternehmens ist eine Reduktion des Energiebedarfs Ihrer Serverarchitekturen und der damit verbundenen positiven Umweltauswirkungen eine Investition in die Zukunft.
• Nicht zuletzt sind diese Maßnahmen Imagebildend bei Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.
• Profitieren Sie bei vorhandener hoher Energieeffizienz von Zertifikaten (z.B. „Blauer Engel“)
Referentenbiografie: Harald Rossol wurde 1962 in Lilienthal (nordöstlich von Bremen) geboren. Nach einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten studierte er von 1986 bis 1991 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen. Seitdem ist er als Unternehmer tätig. Am 15. September 2009 wurde Herrn Harald Rossol als Mitglied der „partnerschaft unternehmen umwelt“ die Auszeichnung „Klimaschutzbetrieb 2009“ für sein Unternehmen b.r.m verliehen. Der Grund für diese Auszeichnung war, dass er als einer der ersten Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland sein Rechenzentrum konsequent energieeffizient umgebaut hat und die weiterhin anfallende Abwärme zur Beheizung seines Büro-Lofts im Speicher 1 in der Überseestadt Bremen nutzt.
Sein dabei gewonnenes Know-How über energieeffiziente Rechenzentren und Serverräume stellt Harald Rossol dem Markt über das Consulting Unternehmen erecon® zur Verfügung
12:30 - 13:00 Uhr
Energieeffizienz in Rechenzentren
Jürgen
Lange, IP Exchange, Key Account Manager
Im Zuge steigender Kosten für den Betrieb der benötigten IT-Infrastruktur stehen immer mehr IT-Manager vor der großen Aufgabe der Optimierung und Effizienzsteigerung. Einer der größten Kostentreiber ist die Entwicklung nicht nur des Energiebedarfs der eingesetzten Geräte sondern dazu auch der ständig steigenden Strompreise. Immer leistungsfähigere Hardware auf immer kleinerem Raum mit steigendem Bedarf sowohl an Stromzuführung als auch an Wärmeabführung stellen Herausforderungen dar, denen die bisher häufig inhouse betriebenen Serverräume / Rechenzentren nicht mehr gewachsen sind. Aktuell sind Werte von bis zu 25 kWatt Stromzuführung pro Einzelrack keine Seltenheit mehr. Dem gegenüber stehen Rechenzentren, die zur Zeit ihrer Entstehung mit einer Stromflächendichte von 300 bis 700 Watt pro Quadratmeter geplant – und gebaut – wurden. Der Referent zeigt Ansätze, wie sich diese Herausforderungen meistern lassen
13:00 - 13:30 Uhr
Energieeffizienz im Rechenzentrum mit den Avocent IT Infrastrukturmanagement Lösungen
Wolfgang
Goretzki, Emerson Network Power
Ein effizientes IT Infrastruktur Management ist ein Schlüsselbestandteil von Rechenzentren und sollte insbesondere folgende Funktionen erfüllen:
1. Konsolidierter und ganzheitlicher Lösungsansatz für das IT-Management,
2. Energieoptimierung im Rechenzentrum durch Messen und Überwachung im RZ
3. RZ-Planung, Optimierung, Dokumentation, Visualisierung.
13:30 - 14:15 Uhr
Mittagspause
Möglichkeit zum Besuch der Sponsoren-Stände
14:15 - 15:00 Uhr
Potenziale der Rechenzentrums-Zertifizierung
Joachim
Faulhaber, TÜV Informationstechnik GmbH, Unternehmensgruppe TÜV NORD, Stellv. Bereichsleiter IT Infrastrcutre
TÜV Informationstechnik GmbH, Unternehmensgruppe TÜV NORD
Die Zertifizierung von Rechenzentren gewinnt eine immer größere Bedeutung. Betreiber müssen nachweisen, dass sie nach dem Stand der Technik gebaut haben. Aber auch Punkte wie Qualitätssicherung oder die Marktpositionierung kommen dabei mit in Spiel. Der Referent wird zeigen, warum eine Zertifizierung nötig ist, wie das Konzept der Trusted Site Infrastructure aussieht, welche Methodiken und Abläufe sich dahinter verbergen. Weitere Themen sind die Kosten, die Energieeffizienz aber auch die Nennung typischer Probleme bei der Zertifizierung.
Referentenbiografie: Dipl.-Informatiker Joachim Faulhaber, stellv. Leiter der Zertifizierungsstelle der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) sowie des Bereichs „IT-Infrastructure“. Schwerpunkte: Infrastruktur- und Netzsicherheit, DMS- bzw. Archivierungslösungen sowie Prüfungen nach den internationalen Sicherheitskriterien „Common Criteria“. Daneben Lehrbeauftragter an der technischen Fachhochschule Georg Agricola in Bochum für Grundlagen der physischen Sicherheit sowie IT-Sicherheit. Vorher langjährige Tätigkeit als IT-Manager bei einem Ingenieur- und Ausbildungsunternehmen im Ruhrgebiet.
15:00 - 15:30 Uhr
Best Practices für eine 60 Prozent höhere Kühlungs-Effizienz im Rechenzentrum - mit rein mechanischen Mitteln und für kleines Geld
Oliver
Rohner, Daxten, Enterprise Sales Manager
Ohne große technologische Eingriffe und hohe Investition in eine bestehende Rechenzentrumsinfrastruktur lässt sich deren Kühl- und Energieeffizienz um mehr als 60% erhöhen. Gemäß den Best Practice-Empfehlungen von Gartner und dem EU Code of Conduct on Data Centres Energy Efficiency sind es gerade kleine Optimierungen, die die höchsten Einsparpotenziale bei niedrigen Investitionen und sehr kurzen Amortisationszeiträumen von nur einem bis zu 6 Monaten bieten. Vom Einsparpotenzial geht es nicht um "Peanuts", denn das US-amerikanische Uptime Institute hat in Studien erhoben, dass bis zu 63 Prozent der erzeugten Kühlluft nicht zu ihrem Bestimmungsort, nämlich zur Hardware in den Racks gelangen, sondern zuvor als Bypass-Luftströme an Kabelführungen und weiteren Doppelbodeneinlässen, an nicht abgedichteten Höheneinheiten in den Racks und in nicht eingehausten Kaltgängen sowie im Doppelboden selbst durch fehlende Führung und Lenkung entweichen. Was also liegt näher, als an genau diesen Schwachstellen anzusetzen, eine "Kühlungskosmetik" mit einfachsten mechanischen Mitteln“ zu betreiben und Einsparungen zu realisieren, die sich äquivalent zu den „verblasenen“ 63 Prozent ergeben? Die dafür erforderlichen Best Practices und -Lösungen stellt Ihnen Herr Rohner in seinem Fachvortrag vor.
Referentenbiografie: Herr Oliver Rohner ist als Enterprise Sales Manager bei der in Berlin ansässigen Daxten GmbH für die vertriebliche Betreuung von Großkunden im Feld IT-Infrastruktur-Management und Kühlungs-Optimierung zuständig. Als Mitglied diverser Kompetenz-Allianzen und in Facharbeitskreisen unterstützt Herr Rohner IT-Verantwortliche dabei, ihre Rechenzentren kosten- und energieeffizient zu gestalten und zu managen.
15:30 - 16:00 Uhr
Green IT beginnt mit “grünen” Komponenten
Peyman
Blumstengel, SAMSUNG, Strategic Business Development
Kaum bemerkt von IT und Business Managern hat sich im Zuge von Virtualisierung, Konsolidierung und Clouding der benötigte Arbeitsspeicher zum grössten singulären Stromverbraucher in modernen Serversystemen entwickelt. Die Nutzung modernster DRAM-Technologien eröffnet signifikante Potenziale im RZ-Betrieb: auf Systemebene lassen sich schon bei moderaten DRAM-Ausbaustufen 20% und mehr Energie einsparen, hinsichtlich der freigesetzten Abwärme ergeben sich ähnliche Verhältnisse. 20% mehr Freiraum einfach durch Austausch des profanen DRAM-Speichers - zu schön, um wahr zu sein? Ein gemeinsamer Feldversuch von Samsung, Fujitsu, Microsoft, Intel und dem TÜV Rheinland belegt erstaunliche Möglichkeiten, die wir Ihnen in diesem Vortrag genauer vorstellen werden.
Referentenbiografie: Peyman Blumstengel verantwortet business development mit Fokus auf “Green Memory” bei Samsung Semiconductor Europe. Er begann seine berufliche Laufbahn 1992 als Dipl. Eng. Elektrotechnik von der Technischen Universität Berlin. 2008 kam er zu Samsung und leitete die DRAM-Marketing 1 Jahr lang. Vor seiner Tätigkeit bei Samsung hat er mehr als 15 Jahre in verschiedenen Positionen in der Halbleiterbranche gearbeitet. In der Zeit hatte er Erfahrung in den Bereichen Schaltungsentwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement, Marktanalyse, Business Development und Produkt Marketing gesammelt. In seinen früheren beruflichen Stationen war Peyman bei Siemens Semiconductor, Infineon und Qimonda tätig. Peyman ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 4 und 11 Jahren.
16:00 - 16:30 Uhr
Kaffeepause
Möglichkeit zum Besuch der Sponsorenstände
16:30 - 17:00 Uhr
USV-Notstromversorgung ohne Batterien: Optimierungspotentiale im RZ: Verfügbarkeit erhöhen, Energieverbrauch senken, RZ Fläche gewinnen
Dipl.Ing.
Tim
Lorenz, Active Power, Sales Manager Germany North
Die Leistungsaufnahme von Rechenzentren ist erheblich und weiter anwachsend. Durch immer höhere Leistungsdichte steigt auch in bestehenden Rechenzentren der Stromverbrauch. Allgemeinhin wird der Anteil der Notstromversorgung und USV auf 6-10% geschätzt, und wird beispielsweise von der EPA durch den Einsatz effizienterer USV-Systeme als Schlüsselfaktor für die Verringerung der Leistungsaufnahme in Rechenzentren gesehen. Für Rechenzentren bietet eine verbesserte Effizienz von USV-Systemen Energieeinsparungen rund um die Uhr, sowohl direkt innerhalb der USV als auch indirekt über geringere Wärmelasten und sogar geringere Transformatorverluste. Neben der energetischen Effizienz kann eine durch Design leistungsoptimierte USV auch zu Einsparungen in Platz und Gewicht führen, sowie zu einer höheren Zuverlässigkeit und damit Gesamtkosten positiv beeinflussen. Die Möglichkeit, die gesamte Energieversorgung aus dem RZ in externe Versorgungscontainer auszulagern, führt schließlich zu einem neuen Konzept, welches modulare Ansätze fördert. Tim Lorenz wird in dieser Präsentation Active Power, die Anwendungen und Vorteile einer batteriefreien, modularen USV-Architektur und „Containerisierung“ in Bezug auf Effizienz, Zuverlässigkeit und Gesamtkostenentwicklung gegenüber konventionellen Systemen und Architekturen darstellen, sowie praktische Erfahrungen und Beispiele zeigen.
Referentenbiografie: Dipl.Ing. Tim Lorenz, Active Power, Sales Manager Germany North. Mit über 20 Jahren Vertriebs- und Projekt-Erfahrung im Bereich der gesicherten Energieversorgung für Produktions- und RZ-Prozesse, leitet Herr Lorenz seit Oktober 2010 den Vertrieb in den PLZ-Bereichen: 2x bis 6x für Active Power. Zusammen mit erfahrenen Vertriebs- und Applikations-Mitarbeitern wird besonderes Augenmerk auf kompetente Beratung und effiziente Lösungsvorschläge im Bereich Stromversorgung für Rechenzentren gelegt. Dabei stehen u.a. Begriffe wie Green IT ,PUE , Verfügbarkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und last but not least der Service im Vordergrund.
17:00 - 17:30 Uhr
Ist die Verfügbarkeit von Rechenzentren überhaupt berechenbar?
Jörn
Krinelke, I.T.E.N.O.S. GmbH
In den Rechenzentren liegen die Daten der Unternehmen und Organisationen – und damit die wichtigsten Güter. In der Regel werden heutzutage die Prozesse der Unternehmen von den Rechenzentren aus gesteuert und auch der komplette Informationsaustausch läuft über diese Data Center. Daher sollte die IT-Infrastruktur eine entsprechende Hochverfügbarkeit aufweisen – hier haben sich die Verfügbarkeitsklassen nach der Definition des US Uptime Instituts als ein Quasistandard etabliert.
Betrachtet man die Häufigkeit von Netzstörungen und gewichtet sie nach ihrer durchschnittlichen Dauer, so lässt sich erkennen: Im Bereich bis zu einer Sekunde lauern die meisten Gefahren. Der Vortrag von Martin Schulte skizziert zum einen die Ausgangssituation und setzt sich im Wesentlichen mit der Frage auseinander, warum der Verfügbarkeit bei der Planung von Rechenzentren eine so große Bedeutung zukommt. Dazu geht der Referent detailliert auf Berechnungsmethoden, Verfügbarkeitsklassen und die zugehörigen Kosten ein. Hiermit spricht er vor allem Zuhörer mit einem hohen Verständnis der kaufmännischen und technischen Zusammenhänge an.
Referentenbiografie: Jörn Krinelke ist Diplom-Ingenieur und seit 2005 im Geschäftskundenvertrieb der ITENOS GmbH tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Kunden bei der Einrichtung kundenindividueller Rechenzentren. Er war maßgeblich an der erfolgreichen Produkteinführung einer Online Backup-Lösung für Server über das Internet beteiligt und engagiert sich ehrenamtlich bei der IHK und als Gastdozent der Fachhochschule Brandenburg.
17:30 - 18:15 Uhr
(Keynote) Von Bauten zu modularen Bauelementen, die neue Generation von Rechenzentren
Frank
Koch, Microsoft Deutschland, Infrastrukturarchitekt
Sind Mega-Rechenzentren für Internetdienstleistungen heutzutage noch zeitgemäß oder ein großes Investitionsrisiko wie zu Zeiten der ersten Internetblase am Anfang des Jahrtausends? Nicht nur Unternehmen wie Microsoft stehen hier vor einer schweren Entscheidung. Modulare Konzepte mit Energie-Effizienz-(PUE-) Werten deutlich unter 1,3 gelten als eine mögliche Antwort, von denen auch Betreiber kleinerer Rechenzentren profitieren können. Hören Sie von einem der größten Rechenzentrumsbetreiber weltweit, wie solche modularen Konzepte von der Idee zum produktiven Einsatz heranreiften und welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden. Infrastrukturarchitekt Frank Koch berichtet Ihnen dabei von der Rechenzentrums(r)evolution bei Microsoft.
Referentenbiografie: Frank Koch arbeitet seit 1998 bei Microsoft. Nach einigen Jahren im Europäisch-Afrikanischem (EMEA) Telekommunikationsteam, während er die großen Telefon und Hostingprovider wie Vodafone oder Equant betreute, wechselte Herr Koch in die schweizerische Niederlassung. Als Vertreter von Microsoft im e-Government Arbeitsgremium eCH ist Frank Koch mitverantwortlich für die Architekturpapiere rund um saga.ch. Mit seinem Wechseln zu Microsoft Deutschland als neuer Infrastruktur Architekt im Frühjahr 2008 übernahm Herr Koch unter anderem die technische Verantwortung für die Themen „Environmental Sustainability“ bzw. „Green IT“ . Frank Koch ist geschätzter Sprecher auf nationalen und internationalen Konferenzen wie Datacenter Dynamics, Storage & Network World, IDC aber auch Microsoft TechEd und MMS.