Hintergrund ist ein Bericht der Wirtschaftswoche, wonach der Bonner Konzern die Konkurrenten Freenet und Debitel verstärkt als Vertriebspartner für eigene Produkte eingesetzt haben soll. Im Gegenzug seien Prämien und Zuschüsse in Millionenhöhe geflossen.
Der Telekommunikationsanbieter hat bei weiter sinkenden Kundenzahlen und Umsätzen sein Ergebnis verbessern können.
Nach der kostspieligen Übernahme des Konkurrenten Debitel sieht der neue Vorstandschef Christoph Vilanek das Unternehmen "gut positioniert". Freenet konzentriert sich auf das Mobilfunkgeschäft und will weitern Ballast abwerfen.
Mit einem Umsatz von 912 Millionen Euro im ersten Quartal und einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 81,8 Millionen Euro übertraf Freenet die Erwartungen.
Die Erlöse pro Kunde dürften unterdessen weiter sinken, meint man bei dem Telekommunikationsdienstleister, der nach der Übernahme von debitel von einem "Quantensprung im Geschäftsjahr 2008" spricht.
Die Freenet-Tochter Debitel wird weiterhin mindestens bis 2011 exklusiv Mobilfunkangebote von T-Mobile, Vodafone und E-Plus über Filialen von Media Markt und Saturn vermarkten.
Nach dem Verkauf der letzten Auslandstochter konzentriert sich Debitel nun vollständig auf den deutschen Markt.
Im vergangenen Quartal überschritt das Telecomunternehmen mit seinen Umsätzen erstmals die Milliardengrenze und erlöste 1,08 Milliarden Euro. Allein 1,01 Milliarden Euro stammten dabei aus dem Geschäftsfeld Mobilfunk.
Eckhard Spoerr solle nun Freenet auf Wachstumskurs bringen und damit dem arg gebeutelten Aktienkurs auf die Beine helfen, hieß es. Vordringlichste Aufgabe sei der Verkauf der DSL-Sparte, der bis Anfang November unter Dach und Fach gebracht werden solle.
Freenet-Chef Eckhard Spoerr übernimmt auch die Führung bei der Mobilfunk-Tochter Debitel. Die Personalentscheidung ist der Höhepunkt eines seit längerem dauernden Konflikts zwischen den beiden Unternehmen.
Nachdem die Freenet AG Anfang vergangener Woche bekanntgab, einen neuen Vorstand ohne den bisherigen Debitel-Chef Steil zu formieren, sollen nun nochmals Gespräche zwischen Oliver Steil und dem Aufsichtsrat geführt werden.
Im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung zur Besetzung des künftigen Freenet-Vorstandes sollen unüberwindbare Meinungsverschiedenheiten zur Rolle von Debitel-Chef Oliver Steil zu Tage getreten sein, berichtet die Zeitung die WELT.
Herr Z. hat sich für eine mögliche Notfallsituation ein Prepaid-Handy mit fünf Euro Guthaben zugelegt. Als er es nach einiger Zeit tatsächlich braucht, ist das Guthaben verfallen. Darüber und noch mehr berichtet morgen das Fernsehmagazin der c't.