Infineon-Boss Peter Bauer hatte angekündigt, dass die Zeiten für den Halbleiterhersteller ein wenig rauer würden. Die Konjunkturaussichten und die Eurokrise belasten den Dax-Konzern. Doch ist Infineon von früheren Krisenzeiten weit entfernt.
2011 war IBM zum 19. Mal in Folge das Unternehmen mit den meisten erteilten US-Patenten. Unter den 50 ersten Firmen sind nur drei deutsche, darunter Siemens auf Platz 30.
Die Aktionäre sollen nach dem Willen von Aufsichtsrat und Vorstand 12 Cent für jeden Anteilsschein bekommen, 2 Cent mehr als im vergangenen Jahr.
Der Münchner Halbleiter-Hersteller hat in den vergangenen zwölf Monaten so viel umgesetzt wie in keinem Jahr vorher. Allerdings steht das Unternehmen wegen der trüberen Konjunkturaussichten vor einem ungewissen Jahr.
Um einem zunehmend komplexeren Markt Rechnung zu tragen, hat Infineon sein Industriegeschäft neu aufgegliedert. Dazu wird auch der Vorstand des DAX-Unternehmens erweitert.
Infineon war lange als Sorgenkind bekannt. Noch in der ersten Jahreshälfte profitierte der Halbleiterhersteller kräftig vom Aufschwung und dem Umbau des Konzerns. Nun verdunkeln sich die Wolken am Konjunkturhimmel wieder. Infineon wird bescheidener.
Infineon will das bereits auf 20-Zentimeter-Wafern erprobte Verfahren zur Fertigung von Hochspannungs-MOSFETS auf größeren Scheiben einsetzen.
"Bei den Kapazitätsinvestitionen könnten wir, je nach Konjunktur- und Marktlage, Vorhaben verschieben", sagte Infineon-Chef Peter Bauer. Bei strategisch wichtigen Investitionen seien jedoch keine Abstriche geplant.
Deutsche und europäische Firmen erarbeiten Grundlagen für den Entwurf von Halbleiterbauelementen mit Selbstdiagnosefunktionen.
Die Produktion in Dresden soll für die Herstellung von Leistungshalbleitern auf 300-Millimeter-Wafern ausgebaut werden.
Auf die Attacke des deutschen Halbleiterkonzern hat US-Chiphersteller Atmel in dieser Woche mit einer Gegenklage reagiert: Infineon soll Atmels Patente verletzt haben, die in der Klage im April vorgebrachten Patente sollen darüber hinaus ungültig sein.
Am Standort Dresden will der US-Prozessorhersteller die Belegschaft in der Entwicklung neuer Mobilfunkchips vergrößern.
Branchenprimus Intel konnte seinen Umsatz im Jahresvergleich um 25 Prozent steigern, während die Speicherhersteller mit schwachem Absatz zu kämpfen haben.
Für rund 100 Millionen Euro kauft der Halbleiterhersteller Produktionsanlagen der insolventen ehemaligen Tochter. Infineon will damit unter anderem seine geplante Pilotlinie in Villach ergänzen.
Der größte Teil der Investitionen in Österreich soll in die Entwicklung und Fertigung von Chips für Energietechnik und Automobilelektronik fließen. Insgesamt will der Konzern seine rund 2500 Arbeitsplätze in Österreich um 400 Stellen aufstocken.
Nach einem starken zweiten Geschäftsquartal geht der Halbleiterhersteller für dieses Jahr von einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent aus.
Der Halbleiterhersteller Infineon hat im abgelaufenen Quartal mehr Umsatz und Gewinn eingefahren als erwartet. Der Konzernumbau zahlt sich aus.
Der deutsche Chiphersteller hat in den USA eine Klage gegen seinen Konkurrenten Atmel eingereicht. Der Hersteller soll mit seinen Mikrocontrollern elf von Infineon gehaltene Patente verletzen.
Um Elektroautos den Weg zu ebnen, verlangt der Chip-Hersteller eine Förderung auf dem Niveau von China oder den USA sowie Privilegien für E-Mobile im Straßenverkehr wie die Benutzung von Busspuren.
Infineon-Chef fordert stärkere Impulse für Elektromobilität
Die Investitionen sollen unter anderem der Erforschung und Entwicklung von energiesparenden Anwendungen sowie dem Design neuer Produkte dienen.
Statt in beiden 3G-Varianten des iPad 2 auf Qualcomms Gobi-Chipsatz zu setzen, unterteilt Apple das Tablet ebenso wie zuvor das iPhone 4 in ein reines CDMA- und ein UMTS-Modell.
An der sogenannten Fab 42 an Intels Standort in Chandler im US-Bundesstaat Arizona sollen Chips mit besonders kleinen Strukturen von 14 Nanometern entstehen.
Infineon-Chef Bauer ist dort, wo er mit dem Halbleiterhersteller hin wollte: auf Wachstumskurs. Nach Jahren der herben Verluste und des Ärgers kommt auf der Hauptversammlung des Konzerns vor allem Lob für das einstige Sorgenkind.
Wie erwartet verlängerte der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns den Vertrag des Managers bis 2016. Auch der Vertrag des Vorstands Reinhard Ploss wurde verlängert.
Marco Schröter wird zum 14. März Finanzvorstand beim Netzwerkausrüster. Er löst Luca Maestri ab, der zum US-Druckerspezialisten Xerox wechselt.
Der Konzern verbuchte im ersten Viertel des Geschäftsjahres zwar einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Das für den Konzern wichtige Segmentergebnis wuchs allerdings im Vergleich zum Vorquartal.
Die Sparte Wireless Solutions wechselt zum Monatsende den Besitzer und firmiert als Intel Mobile Communications GmbH.
Erstmals seit langem hat Infineon ein Geschäftsjahr mit einem Gewinn abgeschlossen. 2011 dürfte es weiter aufwärts gehen: Viele Baustellen sind abgeräumt, die weltweite Nachfrage nach Halbleitern ist weiter hoch, die Bücher sind voll.
Der Halbleiter-Hersteller hat eine chinesische Tochtergesellschaft gegründet, die Lösungen für die Autobranche entwickeln soll. Infineon will damit auch von den massiven Investitionen Chinas in erneuerbare Energien profitieren.