Ausgerechnet das US-Militär sorgt sich jetzt um die Offenheit und Dezentralität des Internets. Um Schaden durch Cyberangriffe abzuwenden, sollen Sicherheitsbehörden wie die NSA die weitere Entwicklung des Netzes zentral überwachen.
Die Nationale Sicherheitsbehörde der USA hat ihre Sicherheitserweiterung Security-Enhanced Linux (SELinux) auf Android portiert.
Netzbetreiber, die dem Geheimdienst NSA das Abhören von Kunden ermöglicht haben, sind vor Haftungsansprüchen rückwirkend geschützt. Das bestätigte ein Bundesberufungsgericht. Die Verfassungsmäßigkeit des Abhörprogramms ist aber weiterhin umstritten.
Die NSA soll konkrete Hinweise darauf haben, dass Hackerangriffe auf US-amerikanische Unternehmen von staatlichen chinesischen Stellen initiiert und koordiniert wurden.
Die amerikanische National Security Agency (NSA) will ihre verteilte NoSQL-Datenbank Accumulo als Open-Source-Projekt unter dem Dach der Apache Software Foundation veröffentlichen.
Das US-Justizministerium hat nur acht Sätze eines 21-seitigen Vermerks eines früheren Rechtsexperten der Behörde offengelegt, der der Bush-Regierung als Rechtfertigung für das Lauschprogramm der National Security Agency diente.
Ein US-Berufungsgericht hat entschieden, dass die Kläger gegen die Neufassung des Gesetzes zum Abhören der internationalen Telekommunikation von dem damit legitimierten NSA-Lauschprogramm durchaus betroffen sein könnten.
Ein US-Bundesgericht hat die Regierung in Washington dazu verurteilt, Anwälten der islamistischen Al-Haramain Islamic Foundation wegen illegaler Lauschangriffe 2,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz zu zahlen.
Während Experten und Analysten 2011 schon als Jahr des "Cyberkriegs" ausrufen, ziehen die US-Geheimdienste ihre Konsequenzen aus den Veröffentlichungen von Wikileaks. Die CIA hat nun eine eigene Task-Force für die Whistleblower.
Die Öffentlichkeit habe das Recht, Details der Partnerschaft zwischen Google und dem US-Geheimdienst zu erfahren, "um wichtige Entscheidungen hinsichtlich persönlicher Daten und der Nutzung von E-Mail treffen zu können", erklärt das Electronic Privacy Information Center. Google hatte die NSA nach einem Angriff auf Gmail-Konten eingeschaltet.
Plaudernde Webproxies, Botnetzbetreiber auf Jobsuche, NSA-Dokument reloaded, Verbreitung des Rootkits Alureon, Bittorrent und Tor
Der US-Geheimdienst hat die Speicherung von Verbindungsdaten nach Bedenken des mit der Kontrolle der nachrichtendienstlichen Überwachung der Telekommunikation betrauten Gerichts ausgesetzt.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat Widerspruch gegen die Zurückweisung von Klagen gegen geheimdienstliche Überwachungsmaßnahmen in den USA ohne richterliche Anordnung eingelegt.
Zur Aufklärung von Hackerangriffen, die angeblich von China ausgegangen sind, hat sich der Internetdienstleister laut einem Zeitungsbericht mit dem US-Geheimdienst verbündet.
Ein US-Bundesrichter im Bezirk Nordkalifornien hat in zwei Fällen die individuelle Betroffenheit der Kläger von geheimdienstlichen Überwachungsmaßnahmen ohne richterliche Anordnung nicht anerkannt.
Auch bei WIndows 7 hat die National Security Agency bereits während des Entwicklungsprozesses Hilfestellung zum Absichern des Systems geleistet.
Das US-Justizministerium hat sich in einer Klage gegen geheimdienstliche Überwachungsmaßnahmen ohne richterliche Anordnung nach dem 11. September 2001 erneut auf "Staatsgeheimnisse" berufen.
Die der Demokratischen Partei angehörenden Politiker wollen eine Klausel im Gesetz zum Abhören der internationalen Telekommunikation im Rahmen der Auslandsaufklärung streichen, die Helfern der Sicherheitsbehörden nachträglich Straffreiheit zusichert.
Aus dem Senat gibt es einen weiteren Vorstoß zur Anpassung des "Patriot Act", während die Obama-Regierung Staatsgeheimnisse etwas enger fassen will. Bürgerrechtlern gehen die Initiativen nicht weit genug.
Eine Gruppe von Demokraten unter der Führung von Russ Feingold und Dick Durbin haben einen Gesetzesvorschlag in den US-Kongress eingebracht, mit dem sie mehrere Überwachungsgesetze entschärfen wollen.
Das heimliche NSA-Lauschprogramm der Bush-Regierung war laut eines Berichts von Generalinspekteuren zu geheim, um im Rahmen der Terrorismusbekämpfung eine effiziente Rolle zu spielen.
Das unter der Bush-Regierung gestartete Überwachungssystem läuft laut Geheimdienstexperten auch unter Obama weiter. Einzelheiten gibt es zu einer "Pinwale" getauften Datenbank, in der große Mengen E-Mails durchforstet werden.
AT&T und andere Telecom-Firmen können nach Meinung des Bundesbezirksgerichts in Nordkalifornien nicht für ihre Mithilfe an geheimen Abhöraktionen belangt werden. US-Bürgerrechtler meinen, das der Entscheidung zugrundeliegende Gesetz sei verfassungswidrig.
Der technische US-Geheimdienst soll die Telekommunikation in den vergangenen Monaten stärker überwacht haben, als es die gesetzlichen Regelungen zulassen, und auch Kongressangehörige ins Visier genommen haben.
Rod Beckström tritt nach nicht einmal 12 Monaten vom Amt des Direktors des National Cyber Security Center zurück, weil die NSA zu viele Kompetenzen übernimmt.
Russel Tice, früherer Mitarbeiter der National Security Agency, erklärte im US-Fernsehen, dass der Geheimdienst die komplette elektronische Kommunikation etwa von Nachrichtenorganisationen samt Kreditkartendaten auswertete.
Gelegentlich findet man in der Schlammlawine des Informationsüberflusses auch kleine Gold-Bröckchen: Wege zu Wissen und Wahrheit.