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Einbildung schrieb am 18. April 2008 17:37
> Ich hab grad eine Sendung im 3sat gesehen wo prof. dr. Harald Lesch
> behauptet ein Multiversum könne nach den heutigen Erkenntnissen
> (genaue Begründung hab ich schon wieder vergessen) überhaupt nicht
> existieren.
Ansichtssache(meine Meinugn dazu)!
Rein Mathematisch könnte man schon mit Multiuniversen rechenn.
Allerding wäre ein solches Modell äußerst kompliziert und selbst mit
den besten (und zukünftigen) Computern nicht in befriedigender Weise
berechenbar.
Die Multiuniversum-Verfechter übertragen die Quantenmechanik streng
auf die Wirklichkeit (was aber nicht gemacht werden sollte) und
nehmen dabei an, dass in jedem infinitesimal kleinen Zeitintervall
unendlich viele Paralelluniversen entstehen (zumindest in vielen
Varianten des Multiuniversum-Modells)
Wie gesagt:
Für den Mathematiker ist das prinzipiell kein Problem.
ABER:
Die Quantenmechanik ist selbst nur ein mathematisches Modell, das
gewisse Sachverhalte äusserst gut beschreibt.
Man beschreibt gewisse Sachverhalte mittels bestimmter Modelle damit
man als Mensch damit umgehen kann.
Diese Modelle sind dabei so geartet damit man sie als Mensch
verstehen kann.
Dabei verwendet man oft viele Analogons die die real erfahrbare Welt
des Menschen mit für ihn nicht direkt zugängliche Sachverhalte
verknüpfen kann.
Beispielsweise verwendet man als Physiker sehr oft die Annahme das
Elektronen feste Teilchen mit endlicher Ausdenhung sind.
Dabei weiss dieser aber das dies in Wirklichkeit nicht stimmt.
Trozdem kann man diese Annahme verwenden weil sich damit
physikalische Sachverhalte bequem in ausreichender Genauikeit
berechenen lassen.
Damit folgt dann dass die Modelle die der Mensch für das Universum
aufstellt keinesfalls universell sind.
Die Modelle sind alleine dazu da das Universum für die Menschen (oder
besser für die Personengruppe der Physiker/Astronomen) begreiflich zu
machen.
Die Mathematik ist dabei die Sprache in der die Menschheit diese
Modelle erklären kann.
Also zeichnen sich "erfolgreiche" und weit verbreitete Modelle vor
allem dadurch aus, dass sie dem Menschen besonders plausibel,
logisch, eingänglich und möglichst einfach (also nicht schwieriger
als unbedingt nötig) sind.
Alle anderen (schwierigeren) Modelle werden daher von denjenigen
Modellen verdrängt die den Sachverhalt in gleicher oder besserer
Genauigkeit beschreiben und dabei einfacher sind.
Und nun zum Ausgangspunkt:
Stell Dir vor du musst deine Bewegung in einem Raum (mit
verschiedenen Gegenständen) beschreiben.
Du hast nun 2 Möglichkeiten:
1) Du sagst dass Du in Wirklichkeit ruhst und sich der ganze Raum
bewegt
Dabei musst Du allerdings eine Bewegungsgleichung für jeden einzelnen
Gegenstand im Raum aufstellen und diese dann alle lösen.
Du erhältst dann die Richtige Lösung.
2) Du sagst dass der Raum ruht und nur Du als Person dich bewegst.
Dann musst Du nur eine Bewegungsgleichung lösen und erhältst dabei
dieslbe Lösung.
Enthält der Raum nur einen Gegenstand, dann sind beide
Lösungsmöglichkeiten äquivalent.
Enthält der Raum sehr viele Gegenstände, dann nimmt man besser den
Weg 2)
Will man eine ganze Personengruppe die sich gleich bewegt in einem
Raum mit wenigen Gegenständen beschreiben, dann wählt man am besten
den Weg 1)
Also man kann einen bestimmten Sachverhalt in vielen verschiedenen
Weisen beschreiebn.
Man wählt für gewöhnlich den Einfachsten.
Genauso sehe ich das mit dem Multiuniversum.
Obwohl dies mathematisch durchaus möglich ist, halte ich diese Art
von Beschreibung für völligen Quatsch (zumindest für die Meisten
Problemstellungen mit der die Physik derzeit kämpft)
Viele Physiker haben es zudem nicht begriffen dass die
Quantenmechanik nur ein Mathematisches Modell darstellt die in einem
gewissen Bereich äusserst erfolgreich ist, aber in anderen Bereichen
nichts zu suchen hat.
Stellen Physiker zu viele Vergleiche der Quantenmechanik mit der
"realen" Welt an, so haben sie obiges nicht richtig verstanden.
Zur Physik gehört halt nicht NUR reine Mathematik.