Windows 8

Die Weiterentwicklung von Windows 7

Hier geht es um alle Fragen und Themen rund um den Nachfolger von Windows 7. Die Vorläufer werden in folgenden Foren diskutiert: Windows 7, Windows Vista, Windows XP, Windows 2000, Windows NT und Windows 95/98/SE.

1. Januar 2013 13:35

Re: W98 war untenrum Schrott mit brauchbarer Oberfläche, W8 ist andersrum...

Oberguru schrieb am 30. Dezember 2012 21:07

> Ne ne, da gibt's noch einiges weiteres, das Dateiverschiebungen
> ziemlich mühsam macht, teilweise seit Vista!

Wer viel Dateimanagement macht, benutzt dafür Dateimanager und keinen
Explorer.

> – seit Vista gibt's keine (nachrüstbare) Ordnergrößenkolonne mehr.

Sorry, aber was soll das denn sein?

> - Es lassen sich nicht alle Dateien mit längerem Namen auswählen.
> Beispiel: Ordner mit einem Haufen Bildern, zum einen Originale in
> JPEG, zum anderen Kleinformate, auch in JPEG, mit einem längeren
> Namen (aber jeweils nicht einem identischen Namenszusatz, der per
> Suche auffindbar wäre). Unter XP einfach "Multiselektion von hinten"
> machen - und es bleiben nur diejenigen mit langem Namen hängen. Aber
> Vista nicht mehr möglich.

Das ist ein Anwendungsfall, den wahrscheinlich nur Du benutzt ;)

> – a.a.O. auch schon erwähnt: es lassen sich keine zwei Fenster
> öffnen, ohne daß das zweite gestaffelt über das erste zu liegen
> kommt.

Manchmal möchtest es du nebeneinander und manchmal übereinander ohne
Rechtsunten-Verschiebung? 

> Alles äußerst ärgerliche Dinge, die das Arbeiten völlig
> unnötigerweise teilweise ziemlich mühsam machen. Ohne
> Ordnergrößenanzeige ist sinnvolles Vergleichen und Datenverschieben
> immer ein Blindflug im Nebel.

Seit Festplatten massig Platz haben, machen nicht mehr viele
Dateimanagement.
Und die, die Dateien hin und her schubsen müssen, benutzen
Dateimanager und keinen Explorer. Eh schon ein Wunder in W7 gewesen,
dass Ctrl-Shift-N eingeführt wurde ;)

> Die Kacheln per se wären zwar nicht unbrauchbar – es ist aber
> unbegreiflich, weshalb es dort nicht auch hierarchisch strukturiert
> wurde wie im Startmenu. 

Das stimmt allerdings. Wenn man Office installiert, hat man schon 20
neue Kacheln im "Hauptmenü" :(

> Der Hintergrundfarbton gefällt mir
> zwar; die Piktogramme hingegen sind Müll.

Geschmäcker sind verschieden. Mir gefallen die endlich klaren
Piktogramme, aber dafür gefällt mir der blendend weiße Hintergrund in
den Systemeinstellungen überhaupt nicht.

> Das allerärgerlichste ist aber das quer über bestehende Icons
> poppende "Kachel-Icon" in der Desktop-Ansicht. Das ist sowas von
> hässlich und unpraktisch (immer erst in die Ecke fahren, um dann
> zurückziehen doch wieder das falsche zu treffen, da man etwas zu weit
> rauszog und das Icon schon wieder weg ist. Zudem völlig
> misproportioniertes Format in der Ecke unten, in keiner Relation zur
> Menuzeile.

Hier geh ich auch konform. Ich schließe die Fenster immer noch per
Doppelklick in der linken oberen Ecke der Titelleiste, weil der Weg
einfach kürzer ist, wenn man mal von Alt+F4 absieht. Aber mit W8
lande ich oft auch in diesen neuen Ecken, falls die Anwendung oben
links oder maximiert ist.

> Ich konnte mich von der Bedienung her nie richtig mit Vista und
> Nachfolgern anfreunden. Klar wurden einige Dinge nachgerüstet – aber
> auf Kosten essentieller Dinge, die die Bedienbarkeit schon ab Vista
> wesentlich umständlicher machten.

Also das Suchen im W7-Startmenü ist schon sehr praktisch. Liegt nat.
daran, dass man kein richtiges Startmenü mit aufklappenden Menüs mehr
hatte.
Blöd nur, dass dieses Suchen in W8 jetzt leider einen Unterschied
macht, ob man nach "Apps" oder "Systemsteuerung" sucht, sodass man
manuell vorher umstellen muss. 

> Was auch nervt, ist die ständige Komplettbildschirmumschaltung;
> völlig unnötig und augenkillend – sprich: migränefördernd; und das
> geht an die Gesundheit!

Das stimmt. Noch nerviger waren aber die Vista-UAC-Warnungen, bei
denen der Sound teilweise sogar stockt (HW-anhängig) und der
Bildschirm schwarz wurde.

Zum Glück ist W8 etwas großzüger, was "Administratorrechte" verlangt.
In Vista konnte man die Netzwerkkarte nicht einfach mal deaktivieren,
ohne dass man gefragt wurde.

> Die Idee von Kacheln ist durchaus nicht unbrauchbar – die Umsetzung
> ist aber jenseits!

Es wird in nächsten Versionen bestimmt verbessert :)

> W8 war bei mir v.a. eines: instabil – nach knapp 2 Wochen war mehr
> als nur eine Installation dermaßen zerschoßen, daß das System selbst
> nach einer Neuinstallation verlangt hat.

Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Was hast Du denn
installiert? Und Testinstallationen gehören in die VM.

> > Aber selbst so wie es jetzt ist, ziehe ich W8 einem W7 oder XP vor.

> Kommt darauf, wofür! Zum Datenverschieben gab's seit XP nur
> Rückschritt; zum in einem Programm arbeiten ist's im wesentlichen
> Egal, welches System untendrunter läuft.

Nur Rückschritt seit XP halte ich für übertrieben. Oder wie fandest
Du XP-Suchmethode, "alle" Dateien zu finden und diese dann zu
verschieben/kopieren?

Und wie gesagt: Zum Datei handlen nimmt man einen Dateimanager und
keinen Explorer.

> Im derzeitigen Zustand kann ich nur davon abraten.

Für manch einen sind Apps wichtiger als ein Startmenü.

> > Ich kann den Verriss wg. der Tiles auf dem Desktop zwar verstehen,
> > aber ehrlich gesagt: Die Stockoptik von XP mit dem neuen Startmenu
> > ist damals ähnlich angeeckt, bis sich das alle wieder auf W2k-Look
> > zurechtgerückt hatten.

> Hehe ... :D ... es gibt einfach nix schlankeres. Das kann man nur
> verschlimmbessern, wenn man schon an einem Optimum angelangt ist.

Auch wenn es natürlich Pflege bedarf: Eine Art Startmenü für
Programme kann man sich auch mittels Desktopsymbolleiste "basteln".
Einfach aktivieren und Programmverknüpfungen dort sammeln.

> > Und bei Vista/7 waren die unnötigen Gimmicks
> > und die verhunzte Systemsteuerung ähnliche Grütze.

> Und die sind v.a. eines: unpraktisch. 

Also die Systemsteuerung ist ja seit Vista wohl deutlich besser
geworden, weil es dort eine Suche (englisch, deutsch) gibt, eine
Anzeige mit allen Systemsteuerungssymbolen und weil aufgeräumt und
neu sortiert wurde (z.B. Gerätemanager auf der Startseite) und für
Einsteiger ja wohl deutlich selbserklärender.

> Aber bei W8 kommt's noch viel
> schlimmer: äußerst ärgerlich sind die mehreren Konfigurationsebenen.
> Es gibt nicht mehr einfach eine zentrale Systemsteuerung; die ganze
> Kachlerei hat eine separate Einstellungszentrale. Das ist völliger
> Humbug, keine zentrale "Verwaltung" mehr zu haben.

Wieso sollte man denn keine 2 Systemsteuerungen haben? Und
Metro-Einstellungen lassen sich aufm Server per Gruppenrichtlinie
hoffentlich administrieren.

Außerdem brauchte MS eine 2. für Windows RT.

> Das perfide dabei
> ist: es ist völlig verwirrend und unübersichtlich – und bar jeglicher
> Logik (was in welcher "Systemsteuerung" sein soll – der richtigen
> oder der verkachelten. Des weiteren lassen sich WLAN-Netze nicht mehr
> richtig verwalten, usw. usf. 

In Metro? Oder in der Desktopsystemsteuerung? Ich find es bei Metro
nervig, dass die Zugangsdaten immer gespeichert werden, sodass man
diese dann manuell hinterher löschen muss. Bei Metro-WLAN kann man
einen alten Schlüssel nicht einfach überschreiben. Man muss zurück
zur Desktop-WLAN-Einstellung.

> Was untendrunter läuft (da denke ich an Unicode-Integration o.ä.),
> mag respektabel sein; das will ich nicht verhehlen. Aber Oberfläche
> und Bedienung sind einfach nur voll daneben. Insgesamt kann ich es
> ernsthaft niemandem empfehlen; zumindest nicht vor einem allfälligen
> SP1 – doch steht natürlich noch völlig in den Sternen, ob es dann
> nicht noch schlimmer wird.

Wieso sollte es mit einem SP1 schlimmer werden? Oder glaubst Du noch
an die Theorie mit den geraden SPs ;)

Gruß,
Heppchen

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