Internet: Spam

Unerwünschte E-Mails und anderer Missbrauch

Unverlangte Werbung (Spam) ist eine der größten Plagen für den Internet-Nutzer. Diskutieren Sie hier, wie man sich technisch oder rechtlich gegen Spam und anderen Missbrauch des Internet zur Wehr setzt.

23. Dezember 2012 13:34

Re: zu hoher Traffic durch Robots und Würmer

vr1131 schrieb am 21. Dezember 2012 17:37

> Ich habe seit einigen Jahren eine Seite die ich für bei Itunes
> angebotene Podcasts verwende.
>
>
> 1 639362 25.79% AppleCoreMedia/1.0.0.10A406e (Apple TV; U; CPU OS 6_0
> like Mac OS X; en_us)
> 2 395306 15.95% AppleCoreMedia/1.0.0.10A403 (iPad; U; CPU OS 6_0 like
> Mac OS X; nl_nl)
> 3 361682 14.59% AppleCoreMedia/1.0.0.10A403 (iPhone; U; CPU OS 6_0
> like Mac OS X; en_us)
> 4 175290 7.07% AppleCoreMedia/1.0.0.10A403 (iPhone; U; CPU OS 6_0
> like Mac OS X; de_de)
> 5 153252 6.18% AppleCoreMedia/1.0.0.10A403 (iPad; U; CPU OS 6_0 like
> Mac OS X; ru_ru)
> 6 113791 4.59% AppleCoreMedia/1.0.0.10A403 (iPhone; U; CPU OS 6_0
> like Mac OS X; en_gb)

Sorry für die gute Nachricht, aber wenn die Aufstellung tatsächlich
der Realität entspricht, dann entfallen 75% Deines Traffics alleine
auf die diversen Geräte der Apple-Familie. Unter Berücksichtigung,
dass iTunes auch unter Windows verfügbar ist, würde ich erst einmal
nicht davon ausgehen, dass da irgendwelche Robots etc. pp. am Werke
sind.

Außerdem solltest Du Dir irgendwo eine Aufstellung nach Hosts bzw.
Reverse-DNS Einträgen anzeigen lassen können. Diese Aufstellung würde
ich dann mal auf Plausibilität untersuchen, d.h. hinterfragen ob der
meiste Traffic v.a. aus Einwahl-Pools stammt. Falls ja, hast Du
schlicht einen erfolgreichen Podcast (lässt sich auch mittels
Plausibilität hinterfragen: Falls Du nur das letzte Treffen des
Karnikel-Züchtervereins besprichst eher nicht; falls Du z.B. eigene
DJ-Mixes präsentierst durchaus denkbar).

Schlussendlich sei noch angemerkt, dass 126TB kein vernachlässigbares
Datenvolumen ist. Ohne Protokoll-Overhead entspricht das ~427MBit/s
die 24/7 übertragen werden. Die Kosten dafür liegen typisch im
vierstelligen Bereich, pro Monat versteht sich.
D.h. dass ein Massen-Hoster, der Dir ggf. ein all-inclusive Paket für
<10€ monatlich vertickt hat, darauf langfristig keinen Bock hat ist
nachvollziehbar. Sicherheitshalber weise ich noch darauf hin, dass
idR. keine Kontraktionspflicht besteht, d.h. idR. steht es einem
Unternehmen frei zu kündigen und ggf. auch keine weiteren Verträge
mehr mit Dir einzugehen (deshalb angemerkt, weil manche glauben, dass
Firmen grundsätzlich immer liefern müssen).

> Ich habe keine Ahnung was ich dagegen tun kann - hat jemand
> vielleicht eine Idee und hilft mir mit 2,3 Stichworten auf die
> Sprünge?

1) Könntest Du das Download-Volumen reduzieren. Z.B. indem Du die
Dauer/Häufigkeit Deines Podcast einkürzt. Ebenso einen Versuch wert:
Daten effizienter codieren (z.B. statt 192KBit/s MP3 nur noch
32KBit/s AAC).

2) Könntest Du Dir einen Hoster suchen, der Dir z.B. 200TB Traffic
garantiert.

3) Könntest Du Dir Rackspace/Rootserver + Traffic zulegen,
Kostenpunkt ~1000€ aufwärts. Ideen alá shared V-Server würde ich
direkt verwerfen.

4) Sofern Du Zugriff auf den Webserver selbst hast, z.B.
Download-Versuche zählen und pro Tag hart limitieren.

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