Windows 8

Die Weiterentwicklung von Windows 7

Hier geht es um alle Fragen und Themen rund um den Nachfolger von Windows 7. Die Vorläufer werden in folgenden Foren diskutiert: Windows 7, Windows Vista, Windows XP, Windows 2000, Windows NT und Windows 95/98/SE.

1. Januar 2013 15:04

Welcher Dateimanager macht wirklich keine zusätzlichen Fehler? (Part I)

> > Ne ne, da gibt's noch einiges weiteres, das Dateiverschiebungen
> > ziemlich mühsam macht, teilweise seit Vista!

> Wer viel Dateimanagement macht, benutzt dafür Dateimanager und keinen
> Explorer.

Jein – resp. wiedermal so eine Antwort vom Sender Jerevan: im Prinzip
schon, nur darf der dann keine zusätzlichen Fehler machen, der
hundskommune Windows-Explorer macht schon genug - und das scheint
offenbar alles andere als trivial zu sein; denn der Zeitaufwand zum
Nachprüfen muß auch berücksichtigt werden; und da ist hundskommuner
WinExpl. mit WinDiff/KDiff3 zwar zu oft handgestrickt, aber ohne
wesentliche Nacharbeit.

> > – seit Vista gibt's keine (nachrüstbare) Ordnergrößenkolonne mehr.

> Sorry, aber was soll das denn sein?

foldersize auf sourceforge.net – war auf dem Mac unter System 7/8
Standard – von Anfang an; und das war Anfang 1990er! Die API, die
FolderSize nutzt, wurde von M$ dann mit fadenscheinigen Begründungen
abgeklemmt.

> > - Es lassen sich nicht alle Dateien mit längerem Namen auswählen.
> > Beispiel: Ordner mit einem Haufen Bildern, zum einen Originale in
> > JPEG, zum anderen Kleinformate, auch in JPEG, mit einem längeren
> > Namen (aber jeweils nicht einem identischen Namenszusatz, der per
> > Suche auffindbar wäre). Unter XP einfach "Multiselektion von hinten"
> > machen - und es bleiben nur diejenigen mit langem Namen hängen. Aber
> > Vista nicht mehr möglich.

> Das ist ein Anwendungsfall, den wahrscheinlich nur Du benutzt ;)

Aber ziemlich häufig; und v.a. dann, wenn div. Daten genau so
vorbereitet werden (z.B. mit 11view JPEG-Bilchen größenanpaßen und
Namenszusatz geben; dann wird der Name entsprechend länger – und wenn
die dann im selben Ordner sind wie die Originalbilder, laßen sich die
in einem Rutsch (1x Click-Drag und dann rüberziehen) wieder
separieren. Geht seit Vista nicht mehr.

> > – a.a.O. auch schon erwähnt: es lassen sich keine zwei Fenster
> > öffnen, ohne daß das zweite gestaffelt über das erste zu liegen
> > kommt.

> Manchmal möchtest es du nebeneinander und manchmal übereinander ohne
> Rechtsunten-Verschiebung?

Ich fürchte, Du hast nicht ganz mitgekriegt, worum's dabei geht:
gesetzt der Fall, Du hast Boot-Platte C:\ mit dem Desktop ebenda –
und mußt einen manuellen Datenabgleich machen zwischen Laufwerk K:
und Q: – und zwar NICHT Q: muß wie K: werden oder vice versa, sondern
auf K: hat's Zeugs, das auf Q: fehlt und vice versa plus es hat
einige Dinge doppelt weiteren Verzeichnissen auf K: und Q: ... Was
ist also das einfachste: zwei WinExplorer-Fenster, eins oben, eins
unten (damit Dateildetails sichtbar sind, denn darauf kommt's auch
an), und dann kann problemlos hin- und hergeschoben werden. Via
Schreibtisch geht nicht, da anderes Volume. Und in nur einem Fenster
gäbe eine üble Klickorgie, wenn das Zeugs z.T. tief in herarchischer
Verschachtelung drin ist.

> > Alles äußerst ärgerliche Dinge, die das Arbeiten völlig
> > unnötigerweise teilweise ziemlich mühsam machen. Ohne
> > Ordnergrößenanzeige ist sinnvolles Vergleichen und Datenverschieben
> > immer ein Blindflug im Nebel.

> Seit Festplatten massig Platz haben, machen nicht mehr viele
> Dateimanagement.

NB: ich hatte mal vom Scheff ein T-Shirt gekriegt mit dem Spruch "not
enough memory at thsi time" (und irgend eine Scherzkeksfigur dazu),
und da hieß es jeweils: mir könne man so viele Platten am Rechner
anhängen, wie man will – es gehe nicht lange, und es sei dort drauf
nur noch etwas zwischen 20 MB und 20 kb frei ... :D

> Und die, die Dateien hin und her schubsen müssen, benutzen
> Dateimanager und keinen Explorer. Eh schon ein Wunder in W7 gewesen,
> dass Ctrl-Shift-N eingeführt wurde ;)

Ctrl-Shift-N (resp. Cmd-Shift-N) ist auf dem Mac ein neuer Ordner
(das war früher nur Cmd-N, was für ein neues Fenster genommen wurde).

> > Die Kacheln per se wären zwar nicht unbrauchbar – es ist aber
> > unbegreiflich, weshalb es dort nicht auch hierarchisch strukturiert
> > wurde wie im Startmenu. 

> Das stimmt allerdings. Wenn man Office installiert, hat man schon 20
> neue Kacheln im "Hauptmenü" :(

Völlig hirnrissig, sowas; man kann zwar gruppieren, aber nicht auf
mehrere Ebenen setzen. Aber hey: je mehr Kacheln, desto gonzoiger,
leetiger oder nerdiger ist doch der Nutzer ... :oP

> > Der Hintergrundfarbton gefällt mir
> > zwar; die Piktogramme hingegen sind Müll.

> Geschmäcker sind verschieden. Mir gefallen die endlich klaren
> Piktogramme, aber dafür gefällt mir der blendend weiße Hintergrund in
> den Systemeinstellungen überhaupt nicht.

Na gut, der sollte sich auch dezenter einrichten lassen; aber die
Piktogramme sollten doch bitte gleich die Programmicons sein ... ;)

> > Das allerärgerlichste ist aber das quer über bestehende Icons
> > poppende "Kachel-Icon" in der Desktop-Ansicht. Das ist sowas von
> > hässlich und unpraktisch (immer erst in die Ecke fahren, um dann
> > zurückziehen doch wieder das falsche zu treffen, da man etwas zu weit
> > rauszog und das Icon schon wieder weg ist. Zudem völlig
> > misproportioniertes Format in der Ecke unten, in keiner Relation zur
> > Menuzeile.

> Hier geh ich auch konform. Ich schließe die Fenster immer noch per
> Doppelklick in der linken oberen Ecke der Titelleiste, weil der Weg
> einfach kürzer ist, wenn man mal von Alt+F4 absieht. Aber mit W8
> lande ich oft auch in diesen neuen Ecken, falls die Anwendung oben
> links oder maximiert ist.

Das mit den zu langen Mauswegen ist ein Beispiel, wie sich eben
Tastatur- und Maus- eben nicht wirklich mit Tatschbedienung unter
einen Hut bringen lassen.

Was bei Tatsch-optimierten Layouts auch nervt (Ricardo ist so ein
Fall): pro Seite sind nur noch 7-8 Zeilen sichtbar; zuvor waren das
20 bis 25.

> > Ich konnte mich von der Bedienung her nie richtig mit Vista und
> > Nachfolgern anfreunden. Klar wurden einige Dinge nachgerüstet – aber
> > auf Kosten essentieller Dinge, die die Bedienbarkeit schon ab Vista
> > wesentlich umständlicher machten.

> Also das Suchen im W7-Startmenü ist schon sehr praktisch.

Brauch' ich selten – und wenn, dann will ich das sowieso in einem
weiteren (dritten) Fenster haben, da die beiden Standardfenster schon
dort sind, wo sie bearbeitet werden; und wenn's mal in einem
bestehenden sein muß, dann eben: 1x Klick auf den
Suchen-Spalte-anzeigen-Button, dann links im Feld den Text eingeben,
und mit einem weiteren Klick laufenlassen. Der Minderaufwand ist nur
marginal. 

> Liegt nat. daran, dass man kein richtiges Startmenü mit aufklappenden
> Menüs mehr hatte.

Wobei die Suche ja auch nur ein weiteres WinExpl-Fenter aufgemacht
hat.

> Blöd nur, dass dieses Suchen in W8 jetzt leider einen Unterschied
> macht, ob man nach "Apps" oder "Systemsteuerung" sucht, sodass man
> manuell vorher umstellen muss.

Das ist eh die übelste Kac*e (sorry), was die sich da haben einfallen
lassen. Es gibt nicht mehr eine (zentrale) Systemsteuerung, sondern
diverse Dinge sind in der Kachlerei zu erledigen. Völlig
inkonsequent, undurchdacht und unausgereift.

> > Was auch nervt, ist die ständige Komplettbildschirmumschaltung;
> > völlig unnötig und augenkillend – sprich: migränefördernd; und das
> > geht an die Gesundheit!

> Das stimmt. Noch nerviger waren aber die Vista-UAC-Warnungen, bei
> denen der Sound teilweise sogar stockt (HW-anhängig) und der
> Bildschirm schwarz wurde.

Die haben mich eh nie groß gestört – ich hab' auch im Netz permanent
diverse Abfragen (Schriften, unsichere Daten senden, Schriften,
ActiveX, etc.). Wenn man eh weiß, was kommt, und daß man im System
was macht, dann kommen die eben – man erwartet sie ohnehin. Auf die
andere Seite ist das schon ein gewisser Sicherheitsgewinn: da kann
nicht irgend ein Skript im Hintergrund jene abgesichterten Programme
laufen lassen und im System Schindluderei betreiben, ohne daß der
Nutzer etwas davon mitbekommt. Daß der Nutzer sich dessen gewahr zu
sein hat, ist natürlich Voraussetzung – und das ist offenbar auch
nicht jedermann's Sache. Ich hab' (auch im Netz) lieber einige
Abfrage zuviel als das Gefühl, da laufe irgendwas, was nicht
kontrollierbar zu sein scheint.

> Zum Glück ist W8 etwas großzüger, was "Administratorrechte" verlangt.
> In Vista konnte man die Netzwerkkarte nicht einfach mal deaktivieren,
> ohne dass man gefragt wurde.

Na gut – mit derartigen Abfragen hab' ich keine Probleme; im
Gegenteil: andersrum will ich wissen, wenn irgend ein Tool irgend ein
bewußt manuel abgeschaltetes Gerät einschalten will – gerade bei
Verbindungen nach draußen.

> > Die Idee von Kacheln ist durchaus nicht unbrauchbar – die Umsetzung
> > ist aber jenseits!

> Es wird in nächsten Versionen bestimmt verbessert :)

Da lassen wir uns mal überraschen, was da noch kommen wird ... :D

> > W8 war bei mir v.a. eines: instabil – nach knapp 2 Wochen war mehr
> > als nur eine Installation dermaßen zerschoßen, daß das System selbst
> > nach einer Neuinstallation verlangt hat.

> Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Was hast Du denn
> installiert? Und Testinstallationen gehören in die VM.

Testinstallationen kommen bei mir auf eine leere Platte eines sonst
leeren Rechners – da kann die dann rumfuhrwerken, wie sie will.

> > > Aber selbst so wie es jetzt ist, ziehe ich W8 einem W7 oder XP vor.
> > 
> > Kommt darauf, wofür! Zum Datenverschieben gab's seit XP nur
> > Rückschritt; zum in einem Programm arbeiten ist's im wesentlichen
> > Egal, welches System untendrunter läuft.

> Nur Rückschritt seit XP halte ich für übertrieben. Oder wie fandest
> Du XP-Suchmethode, "alle" Dateien zu finden und diese dann zu
> verschieben/kopieren?

Ich sag' mal soviel: eine Suche sollte nicht dermaßen eng im System
eingebunden sein, daß sie direkt von der Systemversion abhängig ist.
Die Suche ist ja nur eine Erweiterung zum (eingebauten) Dateimanager.
Aber mit der von XP kann man durchaus arbeiten ... :)

> Und wie gesagt: Zum Datei handlen nimmt man einen Dateimanager und
> keinen Explorer.

Wenn der dann auch genauso seriös Dateien managen würde ... ;)

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