> Wenn mails nicht angenommen werden, ist dies _immer_ ein Problem auf Empfaengerseite.
das ist schlichtweg falsch.
1) Emails müssen einem internationalen standard (RFC) entsprechen
2) Wegen der Spamflut haben alle Provider für das Empfangen von Emails bestimmte Filter, die u.a. IP-adressen, die als Virussender oder excessive Spamschleudern bekannt sind, oder als BOT-Netzen zugehörig identifiziert wurden, bereits beim Server des Providers ausfiltern.
Der Empfänger hat darauf i.d.R. überhaupt keinen Einfluss. Also z.B. kann ein User von T-Online eben nicht bestimmen, ob er auch mails erhält, die mit Viren verseucht sind UND von einem unbekannten Sender, denn er nicht extra in seiner Whitelist aufgenommen hat..
Je nach Land und Provider werden für die Indentifikation international anerkannte und neutral erstelle Blacklistings verwendet, die mehrfach täglich ein Update erfahren.
Die international wichtigste Organisation dabei ist http://www.spamhaus.org/
Ist nun eine IP in einer der wichtigen Blacklists z.B. als einem BOT-Netzwerk zugehörig gelistet, aber es ist eine "shared" IP eines Providers, kann der Provider (und nur der Provider) diese IP wieder freischalten lassen. Üblicherweise haben die grossen Provider hierfür eine automatische Routine.
Ausserdem handhaben die meisten Provider die Vergabe ihrer shared IPs so, dass bei Einwahl ein Kunde eine gelistete IP einfach nicht zugeteilt bekommt. Der Kunde hat also von dieser Sicherheitsroutine keinen Nachteil oder Beschränkung.
Bei O2 geschieht das nicht. Dort werden auch gelistete IPs bei EInwahl einfach an den Kunden übergeben, wodurch seine versendeten Mails nun im Header eine IP tragen, die blacklisted ist und von anderen Providern als zu einem (z.B.) BOT-Netz gehörig identifiziert wird. Das Ergebnis, seine Mail kommt nicht an, ohne dass er davon in Kenntnis gesetzt wird., vielmehr erhält er ein "erfolgreich versendet" angezeigt.
Diese O2-Praxis ist doppelt bedenklich: einmal wird nicht Sorge getragen, dass der Kunde einen ungestörten Emailverkehr hat, zum anderen wird nicht Sorge getragen, dass kriminelle Kunden (nämlich eben die, deren Sendungen zuvor als Massen-Spam oder BOT oder Virus etc. identifiziert wurden) geblockt werden.
Bezeichnender Weise weist die internationale Statistik aus, dass aus Deutschland mehr als 3x so viele VIren, Spam und BOT-Netz-Sendungen, stammen, wie aus USA, und noch immer 1.5x mehr, als aus Russland. Das zeigt, dass es über deutsche Einwahlen besonders leicht ist, derartigen Müll zu versenden.
Es ist also ausschliesslich Sache des Providers (hier: O2) für die saubere und ungestörte Übermittlung von Emails seiner Kunden Sorge zu tragen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert. (28.01.2012 19:48)