Fragen eines verärgerten Android-Einsteigers... Die Google-Zwangs-Cloud!

  • Re: Fragen eines verärgerten Android-Einsteigers... Die Google-Zwangs-Cloud!

    Avatar von Des_Schweinle

    Des_Schweinle

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    Antwort auf Fragen eines verärgerten Android-Einsteigers... Die Google-Zwangs-Cloud! von Des_Schweinle.

    28.01.2012 14:34 Permalink

    Hi!
    Wie schön, dass doch noch eine Diskussion zustande gekommen ist. Um es noch mal deutlich zu machen:
    Wenn mir klar gewesen wäre, wie weit die versteckte Datensammelwut von Google geht, hätte ich mein Smartphone selbst (und zwar ohne Google-Account) eingerichtet und dies nicht dem Freund überlassen.

    Betr. Google-Datenschutz usw.:
    Fakt ist, dass er beim Einrichten eines Google-Accounts zuvor eine umfangreiche Nutzungsvereinbarung bestätigen musste. Auf der waren erschreckende Details zu lesen, was Google alles so speichern mag, egal ob ich es selbst zulasse oder ob Google es abfragt.
    Denn was mit Daten geschieht, die bei Google landen, wird weder durch die aktuellen noch durch die ab 01. 03. 2012 geltenden neuen Bedingungen klar und eindeutig geäußert!
    Statt dessen finden sich schwammige Texte wie (sinngemäß): Google verwendet die bei ihm gespeicherten Daten auch, um die Services für die Kunden ständig zu verbessern. Tja, da kann alles drunter fallen und was eine Verbesserung ist, bestimmt Google und nicht ich. Letztlich also ist diese und andere Bestimmungen ähnlicher Art ein echter Blanko-Scheck für Google und gegen mein informationelles Selbstbestimmungsrecht.

    Da ich auf dem Smartphone auch keine Möglichkeit finde, den zuvor durch OK bestätigten Nutzungsvertrag wieder zu kündigen, kann es gut sein, dass Google immer noch versteckt Zugriff auf mein Gerät hat, denn die können sich eben auf den abgeschlossenen und noch nicht widerrufenen Nutzungsvertrag berufen. Der wurde ja über das Smartphone geschlossen und es ist fraglich, ob er bereits dadurch mit gekündigt wird, wenn ich das Google-Konto über den PC (via Web-Interface) kündige und lösche. Auch über dieses Detail steht nichts in Googles „Datenschutz-” und Nutzungsbedingungen.

    Und dann habe ich mir die Mühe gemacht, die neuen Google-Bedingungen mit den alten zu vergleichen und fand heraus, dass die alten in einigen Teilen durch Nennung von Nutzungsbeispielen ehrlicher und transparenter sind, als die neuen Bedingungen! Die Datensammelwut und Spionagetätigkeit wird durch die neuen Formulierungen viel besser kaschiert!

    Es wurde von einigen hier kritisch geäußert, wieso ich denn auf den Gedanken kommen könnte, auf meinem Smartphone die von mir gewünschte Sicherheit haben zu können. — Bitte schaut doch mal, wo es die noch gibt? Bei Apple, bei Google, bei Windows-Mobile: NIRGENDS! Also habe ich recherchiert und kam zu dem Eindruck, dass das Android-System noch immer das derzeit offenste System ist, sowohl auf Hardware- als auch Software-Seite. Es gibt eben keine Alternative und es gab vor Kurzem einen Heise-Artikel, in dem der Trend beschrieben wurde, dass sogar auch auf Desktop-PCs immer mehr von Seiten der Betriebssystemhersteller bestimmt wird, was dort laufen darf und nicht, sodass wir alle immer weniger Herr über unsere Systeme sind.

    Ich habe für mich beschlossen, spätestens wenn nach 6 Monaten die Beweislast sich für Gewährleistung umkehrt, das Galaxy zu rooten und CyanogenMod zu installieren. Bis dahin wird auch das Mod 9 mit Android 4 stabil verfügbar sein, sodass sich der Aufwand richtig lohnt.

    Betr. Android-App-Market:
    Ich brauche fast gar keine Apps aus diesem Angebot und die wenigen mir wichtigen habe ich gerade aus anderen Quellen besorgen / kaufen können z.B. pdassi usw. Allerdings sehe ich bei etlichen App-Anbietern den Trend, ihre Apps zunehmend ausschließlich via Google-Android-Market zu verkaufen, womit ausgerechnet die Entwickler der Machtkonzentration Vorschub leisten. Ich habe bereits sogar den Fall gehabt, dass eine legal heruntergeladene kostenlose App zwar installiert aber nicht gestartet werden konnte. Statt dessen kam die Meldung, ich müsse sie unbedingt über GoogleMarket installieren! Voll krass so ein Mist!!!

    Betr. CRM-Ersatz für Googles Angebote:
    Und dann noch die Betrachtung betr. Sync mit meinem eigenen Server bzw. CRM-System:
    Vielen Dank für die guten Tipps hier! Aber die genannten Systeme wie z.B. Zimbra erfordern einen komplett aufgesetzten Server. Das ist zu teuer und aufwendig für mich und übersteigt meine technischen Kenntnisse. Wie gesagt, mein Beruf ist ein völlig anderer und die Technik begeistert mich zwar, aber ich muss aufpassen, mich nicht zu verzetteln.

    Die von mir genannte Tine 2.0 ist das einzige mir bisher bekannte System, das sich auf einem ganz normalen LAMPP-System installieren lässt und sogar auf XAMPP usw. lokal auf dem PC ausprobiert werden kann. Zudem glänzt es mit einer nahezu automatischen Installationsroutine. — Fast jeder Selbstständige hat heutzutage eine Website auf einem Shared-Hosting-Server liegen. Und nachdem selbst Massenhoster wie 1 und 1 ihre technischen Restriktionen aufgegeben haben, kann man wohl selbst dort die Tine 2.0 installieren. Meine Websites liegen auf dem Server eines kleinen Hostinganbieters, der Shared-Hosting über CGI anbietet. Auch dort lief Tine auf Anhieb.

    Mein Problem ist aber, dass der Funktionsumfang von Tine 2.0 noch deutlich nicht meinen Anforderungen entspricht und dass die Bedienoberfläche auf einem Tabellendesign statt DIV-Containern beruht, und zudem nicht auf die Bedienung via Touch-Screen optimiert ist. Da ist noch viel zu tun! – Wenn diese Punkte gelöst sind, ist auch auf Smartphones keine Client-App mehr nötig.

    Betr. Sync-Problematik für Offline-Arbeiten / Client-Lösung:
    Wer allerdings die Kosten der Datenübertragung sparen und mit offline-Daten arbeiten will, der sieht sich dann mit der Aufgabe konfrontiert, entweder einen Client zu programmieren oder vorhandene Apps dazu zu bringen, sich mit Tine zu syncen.

    Was mich wundert ist, dass anscheinend die Spezifikation zum Sync mit Google-Kontakte, Google-Kalender, Google-Aufgaben-Planung nicht auch von CRM-Programmierern webbasierter Lösungen verwendet wird. Sowas in Tine einfügen, wäre natürlich toll. Aber vielleicht hat Google seinen „Google-Sync-Vorgang” auch patentrechtlich geschützt?

    Weiß da jemand etwas darüber?
    Gibt es Quellen, wo das Google-Sync beschrieben ist?
    Oder kennt jemand ein besser für mich geeignetes CRM als Tine 2.0?

    Beste Grüße
    Clemens

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert. (28.01.2012 14:39)

    Danke
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  • Avatar von eZee-W

    eZee-W

    1 Beitrag

    Antwort auf Re: Fragen eines verärgerten Android-Einsteigers... Die Google-Zwangs-Cloud! von Des_Schweinle.

    26.04.2012 14:55 Permalink

    ...und da viele andere schon die selben Gedanken hatten:

    https://fsfe.org/campaigns/android/android.de.html

    Danke
    Zitieren Antworten
  • Re: Fragen eines verärgerten Android-Einsteigers... Die Google-Zwangs-Cloud!

    Avatar von Des_Schweinle

    Des_Schweinle

    6 Beiträge

    Antwort auf Fragen eines verärgerten Android-Einsteigers... Die Google-Zwangs-Cloud! von Des_Schweinle.

    26.04.2012 15:43 Permalink

    Hallo eZeeW!
    Diese Site ist mir bekannt. Inzwischen habe ich bei OwnCloud reingeschaut, aber das ist noch ganz am Anfang, könnte sich aber schnell entwickeln. Es geht jedoch in Richtung PIM. Und das ist mir zu wenig.

    Wenn ich in den nächsten Monaten mehr Zeit habe, werde ich Tine 2.0 durch vtiger ablösen und damit meine Versuche machen.

    Hintergrund ist: Ich habe Klienten, deren Namen und Anliegen der Schweigepflicht unterliegen. Deren Kontaktdaten, Daten zu deren Gesprächsterminen, Dokumentationen usw. sollen auf einem Server weitgehend sicher liegen, damit ich sowohl von zu Hause (Heimbüro) als auch von unterwegs Mobil als auch in den Praxisräumen oder Tagungsstätten an diese Daten heran komme. Nur so kann ich spontan von unterwegs alle meine Termine, Aufgaben und Projekte im Blick halten und bei Terminänderungen prompt reagieren.

    Selbst, wenn man eine PIM-App hat, die anscheinend nur die Rechte einfordert, die sie wirklich zur Funktion benötigt wie z.B. Kontaktdaten, Termine, Aufgaben, Projekte auslesen, verändern und Internetzugang, so weiß ich dennoch nicht, ob zusätzlich zu der notwendigen Internetverbindung zu meinem Server nicht zusätzlich im Hintergrund Daten auf den Server des App-Entwicklers oder dessen Werbepartner übertragen werden. Das ganze Google-/Android-Sicherheitskonzept betr. der im Manifets der App eingeräumten Erlaubnisse ist schlichtweg für den Ar***!!!

    Ich möchte nunmehr nach Root und Cyanogenmod überhaupt keine App mehr auf dem Smartphone haben, die ich nicht 100% in ihrem Verhalten meinen Daten gegenüber kontrollieren kann, bei der ich also absolut sicher bin!
    Alle Kontakte, Termine, Aufgaben, Projekte, Daten laufen ausschließlich über das CRM-System, das auf meinem Webspace, also auf einem LAMP-Server gehostet wird und zwar bei einem deutschen Provider mit Server-Hardware / Standort in Deutschland und unter dessen ausschließlicher Kontrolle.
    eMails werden über das CRM laufen. Ich möchte möglichst das CRM über den Browser bedienen via https-Datenverbindung. Falls dies wegen des kleinen Displays nicht geht, muss ich doch nach einer Client-App schauen. vtiger hat für iPhone und Android bereits die ersten Apps draußen, aber sie sind noch nicht ausgereift.

    Aber diese Lösung geht eindeutig in die richtige Richtung. Natürlich muss ich dann auf alle sonst erhältlichen zusätzlichen Apps verzichten, damit mein Sicherheitskonzept nicht wieder durchbrochen wird.
    Aber wenn man mal Google-Play (welch eine euphemistische Verharmlosung!!!) durchsucht, welche App denn wirklich für meinen Aufgabenbereich noch sinnvoll, nützlich oder gar notwendig wäre, dann finde ich keine!!!
    Von Softmaker ist gerade das Office für Android als Beta erschienen und es läuft sehr gut. Das ist sinnvoll. Aber ich werde es natürlich direkt von Softmaker kaufen und gewiss nicht über den „Google-Spielplatz für Spyware-Verteilung”!

    Wir benötigen sehr gute Template-Entwickler, die die Benutzeroberfläche von CRM-Systeme im WebBrowser so optimiert, dass sie auch auf kleinen Displays bedienbar und überschaubar bleibt. Dann braucht man auch keine Client-Apps zur Bedienung der CRM auf Mobilgeräten, denn ansonsten muss man bei jedem Versionswechsel des Betriebssystems und oft auch bei Wechsel der Geräte die Apps entsprechend anpassen.

    Es braucht beim CRM doch nur eine user-agent-Abfrage erfolgen, um ein passendes Template auszuliefern und die Probleme wären gelöst.

    Und wer Spiele spielen will und daddeln will, der soll weiter bei Google spielen gehen und sich dafür nackt ausziehen (= persönl. Daten unkontrolliert preis geben).

    Beste Grüße
    Clemens

    Danke
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