IPv6

Re: Auswahl der Quell-IP für IPv6-Verbindungen

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PacketTracer

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08.10.2012 12:09 Permalink

Hi,

ich habe zwar keine Ahnung von Debian oder Linux, aber generell wird die (Quell-)adresswahl durch Regeln festgelegt, die in RFC3484 festgelegt sind. Nach Regel 7 aus Kap. 5 dieses RFC wird für die LAN-interne Kommunikation also immer die temporäre Quelladresse bevorzugt (die Regel definiert es zwar anders herum, in der Praxis ist jedoch meistens die Bevorzugung der temporären Adresse voreingestellt).

Ein Ausweg könnte sein, dass Du zusätzlich statische ULA-Adressen aus fd00::/8 konfigurierst (RFC4193), konkret also aus einem Block fdxx:xxxx:xxxx:yyyy::/64, wobei Du xxxxxxxxxx über einen ULA-Generator definierst (z.B. http://www.sixxs.net/tools/grh/ula/ oder http://www.kame.net/~suz/gen-ula.html) und yyyy ein Subnetz darstellt (z. B. yyyy=0000).

Damit diese in Deinem Netz bevorzugt für die interne Kommunikation verwendet werden, musst Du allerdings noch zwei Einträge in der "Policy Table" (siehe Kap. 2.1 in RFC3484) jedes Rechners hinzufügen, siehe hierzu auch Kap. 10.6 aus RFC6724:

Default:

Prefix Precedence Label ::1/128 50 0 ::/0 40 1 2002::/16 30 2 ::/96 20 3 ::ffff:0:0/96 10 4

Default mit zusätzlichem ULA-Eintrag:

Prefix Precedence Label ::1/128 50 0 fdxx:xxxx:xxxx:yyyy::/64 45 5 <-- Hinzufügen ::/0 40 1 2002::/16 30 2 ::/96 20 3 ::ffff:0:0/96 10 4 fc00::/7 3 6 <-- Hinzufügen

Wie das bei Deinen Linux-Systemen geht, musst Du allerdings selbst herausfinden.

Gruß
PacketTracer

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