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Seit Umstellung auf VDSL2+ und Entertain: Nur noch Ärger

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luckyfreddy

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22.01.2010 21:52 Permalink
Hallo Liste.

Ich möchte heute von einem Problem - fast schon von einer Odysee von
Problemen berichten und bin gespannt, ob ihr euch noch einen Reim
darauf machen könnt. Mein Latein endet so langsam.

.: Vorgeschichte :.
Seit Mitte Dezember bin ich von ADSL (6 000) auf VDSL2+ (50 000)
inkl. Entertain umgestiegen. Mein Anbieter ist (nachwievor) T-Online
bei der T-Com. Bislang waren meine Erfahrungen bei der Telekom
durchweg gut. Einzig die Gerätschaften (Speedport), machen
bekanntermaßen gerne mal Ärger. Bislang habe ich einzig bei (A)DSL
auf die Speedport-MODEMS (definitiv nur die reinen DSL-Modems - ich
spreche hierbei nicht von den Routern) gezählt. Ärger hatte ich
hierbei bislang noch keinen - auch bei Kunden nicht. Ich arbeite an
einer Firma, bei der wir an Privatkunden auch Internetprobleme lösen.
So gesehen hatte ich auch schon viel mit der T-Com zu tun gehabt und
war bislang immer überzeugt. Mein Problem scheint jedoch sehr
speziell zu werden... - aber dazu später mehr.

.: Worum geht es :.
Bislang wurde der Internetzugang immer über einen Fli4l-Linuxserver
einwandfrei hergestellt. Dieser war direkt mit dem ADSL-Modem
verbunden und sorgte für eine stabile und gute Verbindung ins Netz.
Seit der Umstellung auf VDSL2+ sieht die Welt ein wenig anders aus.
Durch die gleichzeitige Nutzung von T-Home Entertain ist ein
Multicast-fähiger Switch notwendig, damit Entertain funktionieren
kann. Da ich einen solchen nicht besitze, habe ich den Fli4l
umgestellt, so dass jetzt der mitgelieferte T-Home Speedport W722V
den Zugang zum Internet herstellt. Der Entertain-Mediareciver ist
direkt mit dem Speedport verbunden. Der Fli4l ist nun nicht mehr für
die Einwahl verantwortlich, sondern dient lediglich nur noch als
"Firewall" für die Clients, die dahinter angeschlossen sind. War bei
ADSL die Verbindung NIE gestört und immer stabil, gab es seit der
Umstellung auf VDSL2+ jedoch ständige Verbindungsabbrüche. Das kann
sein, wenn die Clients im Internet sind und man den
Entertain-Mediareciver startet. Das kann aber auch reichen, wenn
einer der Clients nur eingeschaltet wird.

.: Rahmenbedingungen :.
Das Objekt der Problematik ist die eigene Wohnung. Im Flur befindet
sich die Haupt-TAE-Dose, die s.g. 1. TAE der T-Com. Diese ist via
2-Draht-Telefonleitung mit dem Splitter im Büro verbunden.
Telefonieren und Internet via ADSL funktionierte monatelang ohne
Probleme. Es gab auch keine Störungen inform von "Kratschern" beim
telefonieren, oder ähnliches. Hinter dem Splitter teilt sich das
Signal in VDSL2+ und ISDN ab. Die Telefonie ist kontinuierlich nicht
beeinflusst. Im Büro beim Splitter gibt es nun den Speedport W722V,
der das DSL-Signal direkt vom Splitter bezieht. Von hier aus geht nun
via Patchkabel das ganze in eine Wand-Dose, die wiederrum mit
CAT5e-Kabel in das Wohnzimmer gelegt wird und ebenfalls an einer
RJ45-Dose endet. In der Wohnung sind noch weitere dieser Verteilungen
gelegt. Der Netzwerktester (Durchgangsprüfer) zeigte immer optimale
Werte an. Internet ist an allen Anschlüssen mit Notebooks getestet
und einwandfrei. Ein zweiter Strang geht vom Router in den Fli4l und
von dort in den Switch, der wiederrum die Verteilung an alle
Netzwerkdosen regelt. Zum Ausschluss der Problematik (die noch
weitergehend erläutert wird) wurde sogar auf den Fli4l gänzlichst
verzichtet und der Switch direkt mit dem Speedport (ohne Fli4l)
verbunden. Dies änderte jedoch nichts an der vorhandenen Problematik.

.: Mysteriöse Probleme :.
Soweit könnte man meinen, dass das ganze noch in irgendeiner Form
nachvollziehbar wäre. Immerhin könnte ein Kurzschluss in den
Netzwerkleitungen, oder sonstwas verantwortlich sein. Es sei jedoch
gesagt, das mittels ADSL immer alles einwandfrei funktionierte. Es
gab nie Schwierigkeiten - an keiner der vorhandenen Dosen. Zu Beginn,
vor dem Schaltungstermin auf VDSL, als die ganze Internetgeschichte
noch über ADSL ablief, wurde der Entertain-Mediareciver jedoch schon
geliefert. Ich schloss das Gerät auch schon an und steckte es in die
Netzwerkdose - aus reiner Neugierde, ob man denn nicht mit DSL6000
auch schon etwas sehen konnte. Was passierte? Das Gerät bootete
nicht, da kein Firmwareupdate möglich war. Die Internetverbindung
über ADSL blieb jedoch stabil bestehen. Nachdem die Umstellung
vollzogen war, und der Speedport W722V als Zugangslösung vorgesehen
und installiert war, gab es ein anderes Bild. Ohne den
eingeschalteten Entertain-Reciver schien die VDSL2+ 50MBit Leitung
stabil zu sein. Downloads waren in erstaunlicher Geschwindigkeit
möglich - auch Uploads schienen kein Problem zu sein. Sobald der
Entertain-Reciver eingeschaltet wurde, verschwand das Internet - und
das fast über Stunden hinweg. Irgendwann bootete der Reciver dennoch
(und auch das Internet war wieder da). Dennoch gab es ständig
Abbrüche und an richtiges Fernsehen war nicht zu denken. Doch die
Probleme fielen, nachdem sie genauer betrachtet wurden, noch stärker
auf und sind nicht nur auf den Entertain-Reciver zu beschränken.
Vielmehr bricht die DSL-Verbindung auch zusammen, wenn der DVD-Player
im Wohnzimmer nur eingeschaltet wird. Dabei muss der
Entertain-Reciver weder eingeschaltet, noch mit einem Kabel verbunden
sein, noch sonstwas. Dabei befinden sich beide an getrennten
Sicherungskreisen. Die Krönung kommt jedoch noch, siehe später, nach
den Infos, "was schon probiert wurde"!

.: Was wurde unternommen / geprüft? :.
Es wurden eine ganze Reihe Lösungsvorschläge durchprobiert. Die
naheliegensten Dinge sind:
- Firmware vom Speedport W722V geprüft -> ist aktuell (Version
80.04.76)
- LAN-Kabel vom Entertain-Reciver direkt (ohne Umwege über die
Hausverkabelung) in den Speedport gesteckt -> Ergebnis unverändert
- Bis auf das Entertain-Reciver-LAN-Kabel (und DSL-Kabel) alle
anderen LAN-Kabel aus dem Speedport entfernt -> Problem unverändert
vorhanden
- Alle LAN-Buchsen durchprobiert -> Problem an allen Buchsen
vorhanden
- Entertain-Reciver nur mit Strom- und LAN-Kabel (ohne Verbindung zu
TV o.ä.) verbunden -> Bootvorgang zeitweise möglich (leider nicht
reproduzierbar!)
- Netzwerkkabel geprüft und testweise auch getauscht -> keine
Verbesserung
- Werksreset durchgeführt und alles neu konfiguriert -> gleiches
Problem besteht weiterhin
- NEUEN SPEEDPORT (!) geliefert bekommen und ausgetauscht -> gleiches
Problem
- Steckdosen (Strom) getauscht/andere Steckdose genommen (sowohl bei
Entertain-Reciver, als auch bei Router) -> Problem besteht weiterhin
- Switch ausgetauscht -> Problem besteht weiterhin
- Die Krönung: USV (!!!) erhalten und die gesamte Router-, Switch-
und IT-geschichte NUR ÜBER BATTERIE (!), also definitiv ohne externe
Stromversorgung (!) laufen lassen, um Probleme mit dem Stromkreis
auszuschließen: Problem besteht dennoch weiterhin; selbst wenn im
Wohnzimmer der DVD-Player eingeschaltet wird und es praktisch
KEINERELEI (!) physikalische Verbindung zum DSL-Modem geben
dürfte!!!! Für mich absolut unverständlich!!!? *seufz*
- USV an Mediareciver gesteckt -> Problem besteht weiterhin

.: Die absolute Krönung :.
Das Problem besteht nicht nur, wenn man den DVD-Player einschaltet,
sondern auch vereinzelt, wenn man in einem Rechner wieder den Browser
öffnet oder den Bildschirmschoner weg macht/das Gerät aus den StandBy
zurück holt. Für mich ist die absolute Krönung - ja, quasi ein
verbaler Faustschlag mitten in mein Gesicht, da nicht verständlich -
der Fall, dass der Speedport die Internetverbindung verliert, wenn
der DVD-Player (der nur am Strom angeschlossen ist; kein Scart und
keine weitere Verbindung zu anderen Geräten!) nur eingeschaltet wird
und dabei der Entertain-Reciver ausgeschaltet ist und auch kein
Netzwerkkabel in den Netzwerkdosen vom Wohnzimmer eingesteckt ist, es
also faktisch KEINERLEI Verbindungen zum Speedport geben kann und
jener dabei vollständig (einschließlich aller anderen angeschlossenen
Geräte, wie Switch und Server) von der USV (für den Test) gespeist
werden. Das Problem ist in 9 von 10 fällen reproduzierbar.

.: Am Ende :.
Die Suche in div. Foren brachte keine wirklich vergleichbaren Fälle
an den Tag. Auch die vielen telefonate mit der T-Com raubten
allenfalls nerven. Alleine der Austausch für das Speedport-Gerät war
ein großer Aufwand - alles musste durchgecheckt werden (Firmware,
Einstellung X, Einstellung Y, etc.) - und das mehrfach, bis endlich
ein neues Gerät geschickt wurde. Das Problem ist jedoch unverändert
auch beim neuen Gerät vorhanden. Auch wenn es reproduzierbar ist, ist
meine Sorge, dass man mir bei der T-Com was berechnet, wenn die einen
Techniker rausschicken und es dort dann auf die (im Vergleich zu
"Otto-Normalnutzer") abenteuerliche Verkabelung (Linuxserver, USV,
Switch und Netzwerkkabel gelegt - das sind sicher keine alltäglichen
Lichtblicke, bei der Endkundenbetreuung) schieben, oder in welcher
Form auch immer die Elektroverkabelung dafür verantwortlich machen,
die im Zweifelsfalle dem Vermieter zuzurechnen wäre. Ich möchte nicht
die dicke Rechnung erhalten - und auf dem Problem sitzen bleiben.
Auch habe ich keine Lust auf ständige Telefonate mit der T-Com, sitze
aber auf dem zwei-Jahres-Vertrag zunächst fest. Ich betone nochmals,
dass die ADSL-Verkabelung (durch die selben Netzwerkleitungen, etc.)
nie zu Problemen geführt hatte.

Jetzt seit ihr gefragt. Ich hoffe, dass ihr nach dem langen Roman
eine Lösung wisst, oder noch Ideen habt. Könnt ihr das Problem
erklären (ggf. elektrotechnisch, obwohl das mittels Batterie ja
eigentlich nicht mehr möglich sein kann)?

Besten Dank und alles Gute,
Christopher

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