Die Neuerungen von Linux 3.7

Re: WTF: NAT für IPv6?

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DarkSpir

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01.01.2013 08:24 Permalink
Anselm Lingnau schrieb am 19. Dezember 2012 21:38

> Codehunter schrieb am 18. Dezember 2012 16:22

> > Reicht der Adressraum schon wieder nicht mehr aus?

> Doch, aber dafür gibt es andere Argumente. Die Sache ist allerdings,
> vorsichtig gesagt, nicht unumstritten.

Was ich ehrlich gesagt nicht verstehen kann. Okay, natürlich, die
Idee hinter IPv6 war, dass wir genug Adressen für die nächsten 20
Jahre haben werden (ich lehn mich da nicht mehr weit aus dem Fenster,
das haben in der Geschichte der IT schon zuviele gemacht und sind da
bitterböse gestürzt). Aber mir missfällt der Gedanke, dass jedes
Gerät in meinem Netzwerk jederzeit über eine feste IP von außen
angesteuert und identifiziert werden kann. Ich mein, denkt mal nach.
Wenn ich wo einbrechen will, versuch ich denjenigen erst mal im Netz
zu identifizieren. Dann scanne ich sein Netzwerk und schaue über die
MAC-Adressen was er da so für Geräte hat und welche IPs diese haben.
Wenn da Smartphones dabei sind: Win. Ab da pinge ich gezielt die
Smartphones an. Wenn sie länger nicht mehr antworten, ist wohl keiner
zuhause...

Ich mein, ich find ja schon gruselig, dass sich keiner Gedanken
darüber macht wie das ist, wenn alle mit festen IPs unterwegs und
somit im Netz jederzeit identifizierbar sind ohne dass ich an den
Provider gehen oder Tracking-Cookies benutzen muss. Ich find's da
eigentlich besser, wenn sich die IP alle 24 Stunden wenigstens einmal
ändert. Klar, das bietet auch keinen besonders großen Schutz, ist
aber besser noch als gar nix.

Also NAT wird das Mindeste sein was ich mit IPv6 tun werde, wenn ich
meine Systeme umstelle. Und wenn ich mir die Hardware ansehe, die bei
mir rumsteht, werde ich mich von IPv4 intern eh nie so ganz
verabschieden können...

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