Die Woche: Forken sollte wohlüberlegt sein!

< Beitrag >

< Thread >

Re: Vielfalt ist sexy, Vielfalt ist Fortschritt!

Avatar von Nigredo

Nigredo

386 Beiträge

18.01.2013 10:56 Permalink
derGhostrider schrieb am 18. Januar 2013 10:40

> Super! Bei Linux gibt es ganz viel unterschiedliches!
> ALLES ist IMMER irgendwie anders gelöst. Nicht besser: Hauptsache
> ANDERS!

Anders ist besser für viele.

> Somit halt eine sexy riesige Auswahl an nicht voll-funktionsfähigen
> Alternativen! Wow, das ist Freiheit, das ist sexy, das ist so toll!

Diese Alternativen sind alle funktionsfähig. Microsoft kriegt nicht
einmal ein einziges voll funktionsfähiges Betriebssystem hin. Wow,
das ist sexy, das ist toll!

> Es verärgert nicht-fanatische User, da sie alle Naselang
> irgendwo an Grenzen stoßen, was dann nur mit Fork B oder Fork C geht,
> da der von ihnen gewählte Fork A zwar alles bis dahin gut konnte,
> aber dann leider an der Stelle keine Priorität darin gesehen hat.

Zum Glück gibt's Metro, damit sind alle zufrieden.

> Das Leben ist kein Wunschkonzert. Manch ein Fork beruht auf
> Engstirnigkeit, fehlender Kompromissbereitschaft und purer
> Starrsinnigkeit. Es geht nicht darum etwas zu verbessern, sondern
> sich mit aller Gewalt gegen eine Veränderung zu sträuben. Ob das nun
> sinnvoll ist oder nicht.

Gut, dass es dich gibt, der uns allen erklärt, was sinnvoll ist und
was nicht.

> Und das ist wohl auch der Tenor im Artikel. Fast gleiches könnte
> effektiver zusammengelegt werden.

Wird es auf Dauer auch. Gleiches kann nicht in derselben Nische
gedeihen.

> Das haut aber deswegen nicht hin, da jeder meint die einzig wahre
> Inkarnation der Unfehlbarkeit persönlich zu sein. "Unser Fork ist der
> Beste. 

So spinnert muss man erst einmal sein, das anzunehmen.
Und: Wer würde auch schon hingehen und sagen: "Unser Produkt ist
scheiße und XY viel besser"?

> Wenn die anderen dies anerkennen und ihren Fork wegwerfen,
> dürfen sie vielleicht bei uns mitmachen" - so klappt das aber nicht.

Doch, genau so klappt das, seit Jahren.

> Kurz um: Es bleibt dann alles beim alten. 

Es bleibt alles beim Alten, wenn die Leute immer Neues forken?
Klar, klingt logisch. Niiiiicht!

> Jeder schmeißt dem anderen
> Knüppel zwischen die Beine, 

Nein, jeder macht sein Ding und hofft, dass es ankommt. Wenn nicht,
lässt er es.

> jeder meint als einziger im Recht zu sein

Auch das nicht, viele meinen,es besser machen zu können. Mit "im
Recht sein" hat das nicht das Geringste zu tun. Wer so argumentiert,
hat das Prinzip nicht einmal im Ansatz verstanden.

> und am Ende gibt es ganz viele ganz kleine Projekte, die alle nur
> halb fertig werden, wenn überhaupt.

Auch das ist wieder totaler Schwachsinn, denn wenn du so
argumentierst, wird niemals irgendwer fertig, schließlich werden alle
Projekte immer weiter entwickelt, ob sie nun geforkt werden oder
nicht. Allenfalls werden sie langsamer entwickelt. Aber das dürfte
dir ja egal sein, du benutzt ja niemals Forks, weil die alle schlecht
sind, egal wie sich das Hauptprojekt entwickelt und ob es sich
überhaupt noch entwickelt. Vergessen wir nicht, dass viele Forks
entstehen, weil sich beim Hauptprojekt nichts mehr tut. Aber
vermutlich sind diese Projekte einfach "fertig" und ein Fork, der das
Projekt weiterentwickelt, macht es nur kaputt...?

Thread-Anzeige einblenden

Anzeige