Die Woche: Forken sollte wohlüberlegt sein!

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Re: Vielfalt ist sexy, Vielfalt ist Fortschritt!

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derGhostrider

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18.01.2013 11:00 Permalink
> > Da hat der PC für mich zu arbeiten. 

> Das tut er auch ohne die perfekte Auswahl.
Oder eben auch nicht. Oder zumindest so, daß es keine echte
Erleichterung ist den PC zu verwenden.
Oder man darf erst selbst dermaßen viel Arbeit reinstecken, indem man
das halbe System umbaut, damit man dann die Software, die man
benötigt, mit viel Glück händisch kompilieren kann, nachdem man
unzählige Abhängigkeiten aufgelöst hat...

Es gibt Leute, die haben einfach besseres zu tun.

> Das ist nicht richtig. Ich brauche dazu gar nicht die "Linux hat
> Windows auf Endgeräten bereits überholt"-Rechnung anführen, die
> Smartphones mit einbezieht, auch auf ganz normalen PCs steigt der
> Marktanteil von Linux stetig.
Warum ist dort "linux" weit vorn? Ganz einfach: Als ANDROID wird dem
User eine vorgekaute Lösung hingeschmissen, die soweit funktioniert.

DAS ist der einzige Grund. Abgesehen von ein paar Nerds (das sind
dann vielleicht 1% der Kunden) interessiert keine Sau, wie das OS
heißt, solange ihre "Apps" darauf zu finden sind und das System
läuft.

> Die Behauptung "Linux ist unwichtig" ist allerdings der größte
> Bullshit, den ich seit langem lese.
Er hat gar nicht mal so Unrecht, aus der Sicht des Endusers. Es
spielt da nämlich eigentlich gar keine Rolle, wie das OS heißt,
solange die Anwendungen funktionieren. Und zwar Problemlos und so,
wie erwartet.

Du wirst es kaum glauben, aber wer das OS als Selbstzweck sieht, der
sollte sich ernsthafte Gedanken machen.
Es gibt nämlich auch Leute, die mit dem PC z.B. arbeiten. Denen ist,
wie nun schon bestimmt dreimal geschrieben, das OS schnurz egal, da
ihre Anwendungen laufen müssen.
Funktionieren die Programme, die sie brauchen, problemlos und sind
auch alle verfügbar, dann ist das darunter liegende OS offenbar gut
(genug).

Wer Linux benutzt, nur "weil Linux besser als Windows ist", der ist
ein ganz armer Mensch.
Es gibt gute Gründe für die Verwendung eines jedes OS: Es war
vorinstalliert, es ist besonders verbreitet, es ist nicht verbreitet,
es ist besonders schnell, eine besonders große Unterstützung von
Hardware, eine besonders große Unterstützung auf der Softwareseite,
besonders kleiner Speicherbedarf, spezielle einzigartige Funktionen,
etc, etc.
All das können sinnvolle Begründungen sein.

Vollkommen irrelevant ist hingegen, was irgendwie in die Ecke
Beitrebssystemfanatismus geht. ALLE Betriebssysteme haben ungefähr
die gleichen Schwächen. KEIN Betriebssystem ist frei von Fehlern oder
unglaublich super toll in der Bedienung.
Die wichtigsten Kriterien sollten die eigenen Einsatzzwecke sein.

Und nur, weil die Smartphone-Hersteller keinen Cent zuviel ausgeben
wollen und eine unschön und resourcenfressende Linux-Distri namens
Android damit einen hohen Marktanteil ergattert hat, bedeutet es eben
nicht, daß viele User sich tot-freuen würden, daß auf ihrem
Smartphone nun Android läuft. Ich wüsste zu gerne, wieviele gar nicht
wissen, daß das eine angepasste Linux-Distribution ist!
Es spielt aber auch schlichtweg gar keine Rolle, da es dem User egal
ist. Der User sieht eine Touch-Oberfläche mit Icons. Diese sind seine
"Apps". Den Unterbau interessiert keine Sau, weil es für die
Verwendung vollkommen egal ist.

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