Die Woche: Gefahren beseitigen, nicht ignorieren!

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Re: Komisches Verständnis von Suspend-2-Disc

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Mainzelmännchen

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22.01.2013 10:40 Permalink
rumsdiekuh4ever schrieb am 18. Januar 2013 15:37


> die aussage, man könne die dateisysteme nicht aushängen, weil ja
> anwendungen noch files geöffnet haben.. hat mich etwas in erstaunen
> versetzt.

dein staunen wird gleich größer; weil Du auch kein umount /dev/sdb2
machen kannst, so lange bis alle Dateien da drauf geschlossen sind;
ob Du Suspend-to-Disk machst oder versuchst es im laufenden Betrieb
auszuhängen ist irrelevant; das Problem ist das Selbe ...

> was genau ist denn der unterschied zwischen einer datei und einer
> geöffneten datei? richtig: die offene datei hat genau diese
> information im speicher, wie wo und warum sie offen ist.

Tja, auch hier ist Dein Verständnis zuwenig;
nimm nur diese 3 C-Funktionsaufrufe her
creat
write
close
und jetzt betrachte den Zustand nach dem write, und vor dem close;
was meinst passiert, wenn Du von einem anderen System aus auf genau
diesen File  zugreifst, nachdem es zu diesem Zeitpunkt in den
Suspend-to-Disk geschickt wurde ...

> wenn bei suspend2disc sowieso das (genutzte) ram auf disc geschrieben
> wird, ist genau die info, was offen ist, auch dabei - also kann das
> fs vollständig und sauber ausgehängt werden.

na dann viel spass, beim Abhängen einer externen USB-Platte nachdem
Du das System in den Suspend-to-Disc geschickt hast; die Überraschung
kommt beim nächsten Start, wenn diese externe Platte nämlich nicht
zur Verfügung steht ;-)

> auch versteht es sich,
> dass alle schreibcaches geflushed werden.

falsch -> Suspend-to-Disk legt diese Caches in den dafür reservierten
Bereich auf die Platte und keinesfalls sind die Schreibcaches
geflusht ...

> bei start wird das fs eingehängt

falsch, es ist beim Suspend-to-Disk gar nicht ausgehängt worden ...

> und beim restaurieren des speichers
> haben die anwendungen nicht mal was vom ausgehängten fs mitbekommen.

nur unter optimalen und korrekten Bedingungen ..., siehe oben am
Beispiel mit externer USB-Platte ...

> ich setze mal vorraus, dass die ausführung aller anwendungen gestoppt
> wird, sobald suspended wird.

das ist auch das einzige, was Du voraussetzen kannst;

> somit ist die platte, während das eine os down ist, immer in einem
> konsistenten zustand.

dein Verständnis von konsistent sorgt für gröberen Datenverlust;

> das einzige problem sind dateien, die geändert
> werden, welche während des suspends von einer anwendung genutzt
> werden.

Du widersprichst Dir selbst; wieso ist es auf einmal problematisch
etwas zu ändern, was Du weiter oben als kosistent betrachtest?

> die betrifft aber nicht das fs sondern die anwendung,

wieder falsch;

> weil
> sie nun daten bekommt die ihrem internen zustand zuwider laufen.

das ist leider nicht das einzige Problem ...

> wieso bewußt das fs in einem inkonsistenten zustand belassen werden
> *muss* erschließt sich mir in keinster weise.

weil das automatisch der Fall ist; oder verwendet das OS bei Dir
keinen Speicherbereich f. sogenannte Schreibcaches?

> oder ist es wirklich so banal? es wird nicht geflushed? 'ne, das
> glaub' ich nicht..

es wird schon geflusht aber auf einer anderen Ebene ...

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