Die Woche: OpenOffice im Amt

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Kommunale Gebeitsrechenzentren und Städte- und Gemeindebund...

Avatar von blst82a

blst82a

709 Beiträge

04.12.2012 21:46 Permalink
...müssten vorangehen, sich zusammenschließen, gemeinsam eine
Linux-Distribution bauen, die dann vor Ort nur noch angepasst werden
muss. Aber an sonsten fix und fertig mit allen Fachanwendungen
daherkommt, die sich ggf. einzeln aktivieren und deaktivieren lassen.

Es geht nicht nur um irgendwelche Dokumentenvorlagen für Formulare.

Es geht z.B. um Systeme, welche Einladungen für Ausschussitzungen
rechtzeitig und rechtlich einwandfrei produzieren, und dabei die
Beschlussvorlagen unterschiedlicher Ämter und Sachbearbeiter --mit
dem Betreff auf der Einladungstitelseite-- mit dranhängen, die
Einladung form- und fristgerecht als Serienberief an die
Ausschussmitglieder und Verwaltungsvertreter schicken, den
Protokollanten unterstützen, und am Ende Auszüge aus den
protokollierten Beschlüssen, Änderungen und Anfragen wieder an die
Sachbearbeiter in den Ämtern zurückmailen...

..Das ist nur der Kernaufgabenbereich Ratsinformationssystem!

Unter 50.000 Einwohner wird das schwierig werden, sowas im Alleingang
funktionsfähig zu implementieren. Die Gemeinde-It ist oft schon
hinreichend damit beschäftigt, hier und da neue Clients auszurollen,
zu reparieren, Updates für das Sammelsurium an Fachanwendungen oder
auch den Server und seine Serverprogramme klarzumachen und -meist
älteren Mitarbeiterinnen- Windows zu erklären. Bei manchen Gemeinden
ist die IT dann noch für alles zuständig, was für den Bauhof zu
High-techig ist, Telefonanlagen, Beamerlampen...

Da wird es schwer, nebenher ein plattformübergreifendes
Ratsinformationssystem für Hintertupfingen zu programmieren. Und
einen Ersatz für die 150 anderen Anwendungen. Zumal es gerade auch im
ländlichen Bereich mehr Windows- als Linux-Admins gibt....

Nee, das geht in der Tat eigentlich nur als gemeinsame Initiative....
Sonst bleibt es bei deutschlandweit maximal 50 - 100
Linux-"Insellösungen" in entsprechend großen Städten. Und wenn jeder
sein Ding macht, muss sich jeder neue Admin auch neu einarbeiten,
auch wenn er aus einer anderen Linux-Stadt kommt. 

Bei einem einheitlichen Kommunal-Linux könnte der Admin aus
Hintertupfingen dagegen sehr schnell auch in Frankfurt oder Stuttgart
anfangen, ohne dass er sich umstellen müsste. Damit könnte das sogar
eine Chance sein, die kommunale Softwarelandschaft noch mehr zu
vereinheitlichen als es bisher der Fall ist.

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