Die Woche: OpenOffice im Amt

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Re: Abhängigkeit macht machtlos

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Anselm Lingnau

859 Beiträge

30.11.2012 23:33 Permalink
nihill schrieb am 30. November 2012 16:53

> Im schlimmsten Fall suchst und bezahlst Du ein Team, dass die
> Software weiter entwickelt. Oder einfach nur pflegt, so dass diese
> mit neuen Datanbankversionen und ähnlichem klar kommt.
> Das ist natürlich nicht immer eine Option und teuer ist der Spaß
> obendrein.

Bei halbwegs populärer Software steht man ja in der Regel auch nicht
alleine da. Wenn sich zum Beispiel alle OpenOffice-Anwender
zusammenrotteten und jeder nur 10 Euro im Jahr pro Rechner gäbe, dann
käme schon einiges zusammen. Allein die Stadt München mit ihren
15.000 Arbeitsplätzen könnte so bequem anderthalb Vollzeit-Entwickler
finanzieren oder so.

Es gibt auch keinen speziellen Grund, warum derselbe Ansatz nicht für
den Support von »Fachanwendungen« in der öffentlichen Verwaltung
klappen könnte. Das Sozialamt von Augsburg dürfte kaum auf arg
anderer gesetzlicher Grundlage arbeiten als die Sozialämter von
Regensburg, Nürnberg und Passau und so weiter. Es fehlt halt nur an
den notwendigen gemeindeübergreifenden Organisationsstrukturen und
dem Willen zur Zusammenarbeit.

> Diese Option ist bei MS-Software nicht mal denkbar.

Genau das ist mit ein Beweggrund, warum Institutionen wie die Stadt
München auf Linux umstellen. Wer versucht, das Problem auf gesparte
Lizenzgebühren runterzurechnen und ob da alles korrekt berechnet oder
hart genug verhandelt wurde, der hat nicht begriffen, worum es
eigentlich geht.

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