ALM-Prognosen #3: Verteilte Versionskontrollen halten Einzug in Unternehmen

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Kontra DVCS ...

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Hedges

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24.04.2012 14:27 Permalink
Wir haben uns sehr schnell gegen ein DVCS entschieden:

* unser aktives Produkt hat eine Historie von 20 Jahren, das
  komplette Repository passt auf keine Laptopplatte,
  schon gar nicht auf die SSDs schneller Entwickler-Laptops.

* bliebe die Nutzung von Netzwerkspeicher (SAN/NAS), aber
  schon ein "zentral"-dezentrales Replikat pro Projekt-
  mitarbeiter erzeugt unglaubliche Kosten für SAN,NAS,Netz,
  Backup, usw.

* Neben Entwicklern gibt es auch Autoren und Grafiker.
  Die wollen einzelne Dateien holen, bearbeiten, zurückgeben.
  Die wollen schnell in 4 Minuten ein Wort oder einen
  Strich ändern und nicht vorher 2 Stunden ihre eigene
  Komplettkopie machen.

* Wir bezahlen viel Geld für ein sicheres Gebäude, sichere
  Serverräume, Wachdienste, etc.
  Es ist schon ärgerlich, wenn Mitarbeiter einige Quellen
  auf ihrem Laptop speichern, statt auf Netzlaufwerken,
  aber das komplette KnowHow der Firma von 20 Jahren auf
  einem Laptop, dessen Festplattenverschlüsselung ich
  in der Wolke in weniger als 4 Wochen knacken kann?

* DVCS löst nicht die Probleme, die uns wirklich auf
  den Nägeln brennen.

Unser System ist gerade so groß und fett geworden, weil
das eingesetzte VCS die Vorteile hat, die hier einem
DVCS zugesprochen werden, z.B. die Möglichkeit eine
modulübergreifende Änderung ("User Story") ganz
bequem und atomar durchführen zu können.

Man kann aus einem Blatt DIN A4-Papier ganz tolle Flugzeuge
bauen, nur eben keine Passagiermaschinen ...
Leider laufen in der IT viel zu viele Propheten rum,
die nicht über Papierflieger hinausgekommen sind. 
Schlimm wird es, wenn die als Manager dann Entscheidungen
treffen und Tools einführen wollen, mit denen die am
Wochenende mit ihrem kleinen Sohn ganz tolle Papierflieger gebastelt
haben.

Ciao!


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