Linux/Unix

Re: Backup, die tausendste

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alterpinguin

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05.01.2013 15:16 Permalink
Erich von der Schatzinsel schrieb am 5. Januar 2013 03:15

> Hi,

> Bickabunk schrieb am 5. Januar 2013 02:50

> > Erich von der Schatzinsel schrieb am 5. Januar 2013 02:36
> > 
> > > > Wenn Du rsync meintest, das scheidet leider wegen Unzulänglichkeiten
> > > > beim Zielsystem aus.
> > > 
> > > Warum denn das?
> > >
.
wozu der Aufwand? Ich schätze da will einer gar keine Linux/BSD..Unix
Lösung.
Auf den meisten käuflichen externen USB-Festplatten ist beim Kauf
schon eine Backupsoftware installiert - extra für solche Leute.
Wer weniger Geld hat (wie ich) kann es so machen und sein Linux
System sichern indem die gesamte Systempartition gesichert wird und
die extra Userbereiche gesondert z.B. nur mit rsync.
Die Systempartition zu sichern wird noch nicht einmal besonders groß,
wenn die Partition per dd und einer Kompression abgespeichert wird
(leere Plattenbereiche lassen sich sehr gut komprimieren). Einziger
Nachteil, man braucht grundsätzlich ein zweites bootbares System
damit die Systempartition auch garantiert nicht gerade verändert
wird. Da es sich um die Systempartition handelt ist das so oft gar
nicht notwendig, da sich dort die Änderungen (Updates) in Grenzen
halten und selbst bei einem noch nicht gesicherten Systemupdate
dieses sich bei z.B. Ubuntu auch wieder nachträglich durchführen
lässt. Bei den Userdaten ist wichtig zu wissen was man sichern will
und wenn man das weiß, dann lässt sich das per rsync in einzelne
Ordner auf externen Festplatten leicht machen. Dazu ist rsync schnell
selbst wenn es sich um große Datenbestände handelt, die sich nur in
kleinen Teilen ändern.
Z.B. für normale Userbereiche nutze ich ein Miniscript mit dem
rsync-Aufruf, der (für mich) unnötige Userbereiche nicht sichert, wie
mit so einem Eintrag auf dem Backupmedium:

sudo rsync -a --progress --del --exclude .mozilla/firefox/*/Cache/*
--exclude tmp/* --exclude makehuman/* .....u.s.w.
/home/UserVerzeichnis/ ./UserBackupVerzeichnis

Geht dann tatsächlich einmal so ein System hopps, dann muss ich auf
einer neuen Festplatte eine Systempartition in der alten Größe
(Partitionsstelle und UUID) wieder anlegen, das Systembackup per dd
dorthin kopieren - die Userbereiche anlegen, was nicht notwendig ist,
wenn die auf anderen Festplatten liegen, die gar nicht defekt sind -
und mit einem entsprechenden Bootsystem(USB) gezielt das System
wieder starten um (am einfachsten) aus diesem System die Bootsektoren
wieder zu schreiben. Danach neu booten und das System läuft wieder.
Für eine Systempartition reichen locker 50GB .. bis (wer mehr will)
100GB und davon ist das meiste leer, wenn Userbereiche extern auf
anderen Partitionen liegen.

Die alten Partitionsdaten + UUID protokolliere ich in eine extra
txt-Datei mit passendem Namen zur komprimierten Systempartionskopie.
(das ist meist die Ausgabe von fdisk -lu und dazu die uuids aus
/dev/disk/by-uuid/ ).

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