2013: Nur geringe Lohnsteigerungen zu erwarten

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Komisch

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2CentsOfWisdom

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19.12.2012 03:48 Permalink
Komisch, dass von den normalen Arbeitnehmern immer verlangt wird,
dass sie sich noch mehr den ... (ihr wisst schon wen) aufreissen,
damit sie in Zukunft __nicht_weniger__ fuer ihre Arbeit bekommen,
waehrend die Management-Spitze selbst dann hohe Bonuszahlungen oder
Abfindungen bekommen, wenn sie den Karren mal wieder kraeftig in den
Dreck gefahren haben und in den vergangenen Jahren vor allem ihr
Golf-Handicap verbessert haben.

Denn eines ist doch wohl jedem hier klar: Die "Lohnsteigerungen" von
1,3 bis ca. 3% von denen hier geschrieben wurde, decken kaum den
Geldwertverfall. Insbesondere wenn man weiss, dass der reale
Geldwertverfall in Wirklichkeit wesentlich hoeher ist, wie der
offiziell von der ReGIERung schoengerechnete. Wenn man den
Durchschnitt zwischen diesem offiziellen Wert und die Steigerung von
Immobilienpreisen in westdeutschen Grossstaedten nimmt, dann liegt
man wesentlich realer am echten Geldwertverfall, sofern man dann
nicht immer noch zu niedrig liegt.

Unterm Strich ist es doch so: Echte Arbeit (die mit Schweiss und
allem drum und dran) wird immer schlechter entlohnt, dafuer reissen
Scheinleister immer mehr des Reichtum unseres Planeten an sich. Der
Kapitalismus arbeitet so und der Turbokapitalismus, welcher sich seit
Jahrzehnten breit gemacht hat, hat die politischen und
gesellschaftlichen Weichen so gestellt, dass Scheinleistung oder die
Zugehoerigkeit zu einer privilegierten "Elite" (man koennte von der
neuen Aristokratie sprechen, wenn diese irgend welche
aristokratischen Zuege tragen wuerde) wichtiger ist als einen
positiven Beitrag zu unserer Gesellschaft zu leisten.

Im Turbokapitalismus gelten vor allem die als Leistungselite, welche
die Lebensbedingungen fuer alle anderen maximal verschlechtern!

(wer es nicht glaubt, sollte sich einfach mal die Bilanz eines
durchschnittlichen Investment-Bankers ansehen -- und zwar aus
volkswirtschaftlicher, nicht betriebswirtschaftlicher Sicht!)

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