Die wichtigsten Soft-Skills

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Re: "Kaum ist der Vertrag unterschrieben"

Avatar von dan1O

dan1O

688 Beiträge

15.04.2012 01:01 Permalink
Daelach schrieb am 13. April 2012 14:59

> Dafür ist die Probezeit gedacht.

Auch, ja. Aber es können ja schlecht alle Berwerber eingestellt
werden, um dann in der Probezeit den "Richtigen" zu finden. Ein
breite Entscheidungsgrundlage ist was feines. Ein Probetag, besser
eine Woche, dass hilft allen dabei.

> Dafür ist das Vorstellungsgespräch gedacht, bei dem tunlicht nicht
> nur Personaler sitzen sollten, sondern auch jemand aus der
> Fachabteilung. Ich habe dabei schonmal das Gespräch von hartnäckigen

Wer hat denn diese Regel aufgestellt? Es wird im Allgemeinen als
postive Entwicklung angesehen, dass nicht bloss 30 Minuten
Fachgespäch über die Vergabe entscheiden. Und Beisitzer aus der
Fachabteilung sind aus Bewerbersicht auch nicht grundsätzlich positiv
zu betrachten. 

> (Quelltext = Doku sag ich nur), habe ich dankend abgelehnt.

Das ist eine Aussage, die ich nur von Bewerbern kenne und zwar im
O-Ton.

> Mit Erfahrung weiß ich recht genau, was ich erwarte, und stelle die
> entsprechenden Fragen. Allein an den Fragen schon sieht aber das
> Gegenüber, in was für Bahnen ich denke. Dazu habe ich noch nie nen
> Probetag gebraucht.

Das ist sehr schön, dass Du Dich so gut präsentierst und Dir auch
selbst so schnell ein Bild vom neuen Unternehmen machen kannst. Damit
bist Du aber die Ausnahme. Bewerber wissen in der Regel nicht, welche
Fragen sie stellen könnten. Oder was sie Antworten könnten. Die
Antworten eines Bewerber sind wichtig bei der Beurteilung und daher
sollte auch die Qualität der Fragen entsprechend hoch sein. Aber das
alleine ist immer noch zu wenig. Es ist auch garnicht so selten, dass
sich jemand im Gespräch sehr gut darsgestellt hat und dann trotzdem
in der ersten Woche gleich wieder gegangen ist. Das Risko besteht
immer, ein Probetag kann es nicht ausschließen. Aber es mindert das
Risko eine Fehlentscheidung aufgrund einer breiteren
Entscheidungsbasis. 

> Dann sehe ich das nicht als Probetag, sondern eher als ein
> erweitertes Vorstellungsgespräch mit höheren Detailgrad. Der
> Unterschied zum Probetag ist, daß gerade KEINE Arbeit erwartet wird,
> wie das im Artikel ja vorgeschlagen wird.
> So ein detailierteres Kennenlernen verfolgt einen ganz anderen Zweck
> als ein Probetag, und gegen so ein erweitertes Vorstellungsgespräch
> habe ich grundsätzlich auch nichts einzuwenden.

Exakt das ist es. Aber in dem Artikel wird auch keine Arbeitsleistung
vorgeschlagen, sondern ein "Krisen-Reaktionstest".

"Und ihm dann spontan eine angeblich eilige Aufgabe übertragen.
Stürzt sich der Kandidat begierig auf diese Chance oder versucht er,
sich irgendwie aus dieser "Verantwortung" zu winden? Auf jeden Fall
ist es ein stressiger Moment für ihn und die Reaktion gibt eine Menge
Aufschluss darüber, wie der Mensch unter Druck im Job reagiert."

Halte ich so aber für wenig nützlich, sofern es nicht
berufsspezifische Standards sind, also betriebsübegreifende
Handlungen und Reaktionen, die sitzen müssen. Es sollte darum gehen,
Menschen und Unternehmen kennenzulernen, um dann die richtigen Fragen
stellen zu können. 

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