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mehr als 1000 Beiträge seit 06.01.2000

Noch ein paar Anmerkungen zum neuen Layout

Nachdem nun erstmal zwei Tage ins Land gegangen sind nach dem Start
des neuen Layouts von heise online und die Emotionen ja sehr hoch
gekocht sind, will ich noch ein paar Anmerkungen machen.

Eigentlich sind ja viele Punkte in 
http://www.heise.de/newsticker/heise-online-Newsticker-im-neuen-Design--/meldung/114117
schon angesprochen, aber die feste Seitenbreite und das Kleben der
Seite am linken Rand hat wohl zur meisten Kritik geführt.

Eines wollen wir auf jeden Fall ändern: Wir basteln gerade daran,
dass die Seite zumindest bei maximierten Fenstern und im Kiosk-Modus
(F11 bei Browsern unter Windows) zentriert wird - und zwar so, dass
auf die eigentliche Seite zentriert wird, nicht auf die Werbung, bzw.
die möglichen Anzeigen am rechten Rand.

Andere Änderungen, an denen wir derzeit noch arbeiten, betreffen eine
klarere Gestaltung der rechten Spalte, die oft noch etwas
unausgegoren, unruhig und  nicht sehr ausgeglichen wirkt.

Weitere Anpassungen könnten noch kommen, das müssen wir sehen, wie
sich das alles weiter entwickelt.

Eines aber wollen wir erst einmal beibehalten: Die feste Seitenbreite
(angepasst natürlich durch die Zentrierung). Die feste Seitenbreite
hat mehrere Gründe - das Texte bei sehr großen Browserfenstern nicht
zu breit laufen, ist einer davon. Andere liegen aber auch daran, das
Layout der Seite handhabbar zu lassen: Es ist schon im alten Layout
so gewesen, dass etwa bei zwei Bildern in einer nicht besonders
langen Meldung der Text praktisch unlesbar wurde oder sich Bilder
überlagerten, wenn das Browserfenster auf großen Bildschirmen
maximiert wurden. Außerdem ist mit einer festen Seitenbreite eine
Kontrolle über die Positionierung von Werbebannern besser möglich,
damit die Werbebanner unabhängig von der größe des Browserfensters
nicht etwa die eigentliche Webseite oder die Texte stören. Das ist
nicht ganz trivial, zumal die Werbemittel von anderen Servern erst
nachträglich zugeliefert werden, sodass das CSS erstmal nicht weiß,
wann welche Werbung in welcher Größe wohin ausgeliefert wird. Das ist
mit einer festen Seitenbreite halbwegs unter Kontrolle zu halten,
sodass die Werbung keine (oder möglichst wenig) Fehler verursacht.
Und: Ja, wir brauchen die Werbung, um etwas Geld einzunehmen, denn
sowohl unsere Print-Objekte als auch heise online finanzieren sich
nicht durch Luft und Liebe.

Was die Topmeldungen betrifft: Sie sind letztlich nichts anderes als
der Topmeldungs-Kasten, der im alten Layout in der rechten
Navigationsleiste stand. Die Redaktion hat damit einfach bessere
Möglichkeiten, die ihrer Ansicht nach wichtigen Themen herauszuheben,
die sonst in der Vielzahl der Meldungen untergehen würden. Das hat
auch damit zu tun, dass es allzu oft Hinweise von Lesern auf wichtige
Themen gibt, die wir aber schon längst behandelt haben - die aber
über den Tag der Veröffentlichung hinaus noch einige Tage von
Bedeutung sein können. Solche (und Themen, die nach Ansicht der
Redaktion zu sehr ignoriert werden, ein Beispiel der letzten Zeit
wäre das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA, der bislang letzte Bericht
unter 
http://www.heise.de/newsticker/ACTA-US-Wirtschaft-fordert-Maessigung-bei-Anti-Piraterie-Abkommen--/meldung/114166)
können wir nun auf der eigentlichen Startseite etwas mehr in den
Vordergrund rücken. Und das auch dann, wenn sie möglicherweise schon
etwas älter sind. Unter den Topthemen beginnt dann die gewohnte
chronologische Liste der Newsticker-Artikel.

Eigentlich hatten wir das schon geschrieben, aber nochmal: Wer die
Topthemen nicht haben möchte, findet unter
http://www.heise.de/newsticker/classic/ die gewohnte chronologische
Liste ohne Topthemen. Das ist auch über "Newsticker" in der
Navigationsleiste direkt über den Meldungen, über den Topthemen oder
über den Newsticker-Listen zu erreichen. Das bleibt auch so - nur
weil die URL mit dem Begriff "classic" arbeitet, haben wir nicht vor,
sie abzuschaffen. Den Vorschlag, das über das Profil konfigurierbar
zu machen, was für den einzelnen Nutzer die Startseite ist, haben wir
erstmal zur Seite gelegt: Es nutzt ja nur was, wenn man sich direkt
anmeldet, da erscheint es uns doch einfacher, wenn man einfach die
andere URL benutzt, wenn man die Topthemen nicht haben will.

Eine paar persönliche Anmerkungen: So richtig verstehe ich die Leute 
nicht, die auf riesigen Bildschirmen mit maximierten Fenstern
arbeiten. Es mag für seltene Anwendungsfälle sinnvoll sein - zum
Lesen von Texten ist es auf jeden Fall unergonomisch, wenn der Text
dann über die gesamte Seitenbreite läuft. Es hat seinen Grund, warum
beispielsweise Zeitungen und Zeitschriften, die in einem größeren
Seitenformat als etwa Bücher gedruckt werden, in einem mehrspaltigen
Layout erscheinen... Aber nun gut: Es gibt offensichtlich mehr Leute
als ich dachte, die mit maximierten Browserfenstern auf großen
Bildschirmen arbeiten. Und da sieht das Layout tatsächlich scheiße
aus, wenn es am linken Bildschirmrand klebt. Damit nun nicht jeder
sein eingenes CSS für solche Fälle basteln muss, wollen wir so
schnell wie möglich die Zentrierung umsetzen.

Und: Als wir heise online UK starteten, war der allgemeine Tenor
"schönes Layout, wollen wir auch für heise.de". heise online UK hat
aber von Anfang an ein zweispaltiges Layout mit fester Seitenbreite.
Und die feste Seitenbreite wurde für heise Netze und heise Open schon
vor einiger Zeit eingeführt. Was aber anscheinend den  Nutzern dieser
beiden Channel herzlich egal war... 

Hab ich jetzt noch was vergessen? Bestimmt - aber ich bin ja auch
noch da. Und hab ich Rechtschreibfehler gemacht? Bestimmt - aber ich
wollte mich ja jetzt auch schnell wieder ein paar Artikeln widmen.

In diesem Sinne, cu.jk
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