IDImager stellt Kategorien und Datei-Browser gleichermaßen zur Verfügung. Der Dateibaum im Medien-Explorer reagiert im Unterschied zum Katalog-Explorer sehr träge. Dieser zeigt Bewertungen, Farbmarkierungen, Dateitypen, die Hierarchie importierter Ordner, Kalender und alle Metadaten als Baumansicht an. Am besten bedient man IDImager mit Tastenkombinationen, statt in den unübersichtlichen Menüs zu suchen. Shift-Enter öffnet die Vollbildansicht, Alt-Enter wechselt zum konfigurierbaren Metadatenfenster (leider muss man zur Bewertung die Maus bemühen). Hier lassen sich IPTC-Daten eintragen oder als XMP- Vorlage übernehmen. Man kann außerdem XMP-Dateien exportieren und sogar eigene XMP-Felder sowie benutzerdefinierte Eingabemasken definieren. Im Katalog- Explorer erstellt oder ändert man lediglich hierarchische Kategorien. Auf Wunsch synchronisiert IDImager diese mit einem beliebigen Metadatenfeld. IPTC-Daten bearbeitet man im Metadaten-Panel. Zur besseren Übersicht organisiert das Programm Fotoserien in Stapeln oder fasst Versionen zusammen, beispielsweise Raw, JPEG, Druck- und Web-Variante.
IDImager zeigt GPS-Daten an, allerdings ist der Knopf in der Skript-Palette gut versteckt. Anschließend zeigt Virtual Earth den Aufnahmeort per Pin. Die Stapelverarbeitung benennt um und bietet einfache Bildbearbeitungsoptionen sowie Effekte. IDImager startet Diashows auf Knopfdruck oder öffnet den Diashow-Designer inklusive Zeitleiste und einer riesigen Effektauswahl. 150 mit der heißen Nadel gestrickte Effekte sind eindeutig zu viel des Guten – zehn taugliche wären die bessere Wahl gewesen. Auf Knopfdruck überträgt das Programm Fotos auf die Seiten von Flickr, SmugMug, Zenfolio, Picasaweb und Facebook. Außerdem erstellt es Web-Galerien. Von der Indextabelle über die Farbgebung bis zu den bevorzugten Bildeffekten lässt sich alles haarklein konfigurieren. Ähnliches gilt für den Druckdialog, der vor Optionen förmlich überquillt.
Auf der nächsten Seite: IMatch