Auf den ersten Blick wirkt IMatch spröde. Die Symbole sind klein geraten und alles andere als intuitiv interpretierbar, sodass man ohne Studium des Handbuchs kaum vorankommt. Ein Pluspunkt ist, dass die Anwendung zügig reagiert und mit großen Datenmengen gut zurechtkommt. Nach dem Import erscheint der erfasste Dateibaum aus Vorschauansichten nachgebildet. Rechts daneben findet sich eine Detailansicht mit darunter angezeigtem Metadaten-Panel, in welches man aber keine IPTC-Infos eintragen darf. Dafür sind Dialoge für IPTC und XMP zuständig. Änderungen belässt IMatch in der Datenbank und schreibt sie auf Wunsch zusätzlich in die Datei oder einen XMP- Begleiter. Losgelöst von der Verzeichnisstruktur organisiert IMatch Datensätze in einem Kategoriebaum. In der Vollbildvorschau lassen sich Fotos per Tastatur flink mit Bewertungen und Farblabels befüllen. Die Taste B nimmt die Bilder in eine Bookmark-Liste auf.
Für die Textsuche besitzt IMatch nicht einen, sondern sieben Dialoge. Die Suche nach XMP-Daten lässt sich so nicht nach Zeit, Format oder Dateigröße eingrenzen. Die Ähnlichkeits- und Duplikatsuche beansprucht noch einmal fünf Menüeinträge. Zurück zum Dateibaum der Datenbank führt ein kleiner versteckter Knopf im Fenster, das die Suchresultate anzeigt. Strg-F öffnet den Filterdialog. Hier kann man nach Dateinamen, EXIF-Datum, Orientierung, Bewertung, Farblabels und Kategorien einschränken, diese Filter abspeichern und per Dropdown-Menü kombinieren. Viele erweiterte Optionen, beispielsweise der Abgleich von Kategorien mit IPTC-Daten, das Übertragen von Datum und Uhrzeit zwischen verschiedenen Metadatenfeldern oder die Ausgabe als Kontaktabzug oder HTML-Diashow, stecken im Skript-Menü. Hier findet man auch den Web-Export, der 27 nüchterne und brauchbare Vorlagen liefert. Jedes VBA-Skript lässt sich über den Skript-Manager beziehungsweise den mitinstallierten WinWrap Basic Editor bearbeiten.
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