News-Meldung vom 31.12.2012 08:00
Kurz vorgestellt: Olympus M.Zuiko Digital 17 mm f/1.8
Das M.Zuiko Digital 17 mm f/1.8 ist eine weitere lichtstarke Festbrennweite für das Micro-Four-Thirds-System. Optisch reiht es sich nahtlos in die Serie von M.Zuiko Digital 12 mm f/2.0, M.Zuiko Digital 45 mm f/1.8 und M.Zuiko Digital 75 mm f/1.8.
Das M.Zuiko Digital 17 mm f/1.8 ist eine weitere lichtstarke Festbrennweite von Olympus. Das Weitwinkel-Objektiv dürfte vor allem für Straßenfotografie interessant sein.
Bild: Olympus
Sein Tubus ist aus Metall gefertigt. Insgesamt macht das Zuiko einen soliden Eindruck. Wie sein 12-mm-Pendant hat es einen verschiebbaren Fokusring über den der Fotograf zwischen Autofokus und manuellem Fokus wählen kann. Beim manuellen Fokussieren mit nach hinten geschobenem Ring hilft eine Entfernungsskala scharfzustellen. Praktisch ist das besonders für Schnappschüsse und Straßenfotografie.
Bildkritik. Am besten ist das17-mm-Zuiko zwischen f/2.8 und f/8.0. Fotos, die mit diesen Blenden aufgenommen wurden, sind angenehm scharf und wirken kontrastreich. Verglichen zu anderen Vertretern dieser Objektivreihe wie dem M.Zuiko Digital 12 mm f/2.0 oder M.Zuiko Digital 75 mm f/1.8 liefert das neue Zuiko allerdings weniger brillante und klare Ergebnisse. Ihnen fehlen der hohe Detailkontrast und damit die plastische Wirkung.
Die Abbildung zeigt 100-Prozent-Ausschnitte der oberen rechten Ecke der Testszene. Oben sehen Sie das 17-mm-Olympus bei f/1.8 (rechts) und f/4.0 (links); unten zum Vergleich das 17,5-mm-MFT-Nokton bei f/1.8 (rechts) und f/4.0 (links)
Die Auflösungsleistung der Linsenkonstruktion ist sehr gut. Bei f/4 erreicht sie im Bildzentrum etwa 88 Prozent der theoretisch möglichen Auflösung. Blende f/8.0 bringt einen Sprung auf knapp 95 Prozent. Zu den Ecken hin verliert die Schärfe kaum.
Bei Offenblende f/1.8 leistet sich das Objektiv ebenfalls keine Patzer. In der Bildmitte löst es bereits 1540 Linienpaare pro Bildhöhe (Lp/Bh) auf, was etwas weniger als 90 Prozent der möglichen Auflösung entspricht. Allerdings fällt die Auflösung bei der kleinen Blendenzahl zu den Bildrändern hin um knapp 20 Prozent.
Die Werte für Chromatische Aberration sind moderat und bewegen sich konstant um ein Pixel. In den Fotos selbst sind tatsächlich auch abgeblendet noch Farbsäume erkennbar. Mit Verzerrungen hat das 17-mm-Objektiv allerdings nicht zu kämpfen. Die prozentuale Abweichung der Bildhöhe in den Ecken im Vergleich zur Bildhöhe in der Mitte bleibt ebenfalls konstant unter 0,1 Prozent und ist damit zu vernachlässigen.
Fazit. Grundsolide, nicht überragend – das beschreibt wohl das M.Zuiko Digital 17 mm f/1.8 am treffendsten. Seine Auflösungsleistung ist tadellos, allein vom Gesamtbildeindruck kann es nicht ganz zu seinen Verwandten in der Reihe aufschließen. Ihm fehlen Brillanz und Detailkontrast. Angekündigt ist das M.Zuiko Digital 17 mm f/1.8 für etwa 550 Euro. Nach aktuellem Stand (18.12.) ist es noch nicht lieferbar.
(ssi)






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