4. Februar 2013 18:05

Bider OK, Bedienung Grande Kacke!

Ja, die D6 ist lichtstark, man kann Fotos in Situationen machen, die
mit anderen Kameras in den Müll gewandert wären.
Alles gut und schön,
Aber die Bedienung ist furchtbar. Zwei ineinanderliegende Räder und
Wippen, dazu eine absurd überfrachtete Future-itis: wer bitte schön,
betreibt auf einem unbeweglichen 1MB-Display eine RAW-Entwicklung?
Aber zur Bedienung: Schon in Ruhe und Muße verhakeln sich die
Auslösungen: statt einen Menüpunkt zu wählen, ist man plötzlich in
einem anderen Tab.
Um nach einem OK wieder zur Auswahl zu gelangen, muß man einen
"Menu"-Kopf drücken, der ist weit weg von dem hakeligen Drehkram,
nämlich oben links. Einige Funktionen werden auch durch das Rad beim
Auslöser ausgewählt, aber keineswegs durchgängig die Auswahl zwischen
Menu-Punkten und Tabs, sondern munter durcheinander. Als Drittes gibt
es dann noch einen Knopf, mit dem man gelegenlich eine witere Ebene
erreicht.
Eine schnelle Funktionsauswahl unter Produktionsbedingungen ist so
gut wie ausgeschlossen. Wer im Studio fotografiert oder im Urlaub
Zeit und Muße - und keine Handschuhe braucht! kann mit dem Möhrchen
leben. Und natürlci die Poser, die mal wieder den Dicksten haben
wollen.
Die Abblendtaste zur Bestimmung der Schärfentiefe befindet sich an
einer Stelle, die man im Meeting mit der Fragestellung findet, "wo
isses am unpraktischsten?".
Ähnliches gilt für die schnelle Bewertung bei der Wiedergabe. Die
Vergrößerungsfunktion des Rädchens (beim Auslöser) beginnt erst dann,
wenn man die Lupentaste (neben dem Display) gedrückt hat.
Welche Daseinsberechtigung das Display oben, hinter dem Auslöser hat,
erschließt sich nicht.
Bildqualität OK, Handling: kein Mist, sondern Grosser Mist, für
Produktion nicht zu gebrauchen, also eher was für Poser als für
Profis. Die müssen eben einen Riesen mehr ausgeben und die große
Schweser MarkIII kaufen. Dann entfallen auch die Zicken wegen doch
dürftigen Anzahl der Autofokus-Felder.

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