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10. Februar 2012 20:20

Das ist historisch nicht richtig

Schily schrieb am 9. Februar 2012 21:19

> Grundig hat eine ehrliche Pleite hingelegt.

Nachdem der Laden - insbesondere dank miserabler Produktqualität -
komplett abgewirtschaftet war: Missmanagement. Widerspruch zwecklos -
ich habe damals mein Geld in dieser Branche verdient und kannte alle
diese Firmen samt ihren Produkten von innen, ebenso die meisten der
maßgeblich handelnden Personen. 

> AEG-Telefunken wurde aber durch die Deutsche Bank im Auftrag von
> Etzard Reuter plattgemacht, weil sich Telefunken weigerte ihm die
> Fabrik in Konstanz zu verkaufen aus dem das Zielgerät des Leopard
> Panzers kommt.

Das ist einfach Unsinn. AEG wurde erst 1985 von Daimler-Benz
übernommen, hatte aber schon 1982 Vergleich anmelden müssen
(de-facto-Pleite) und wurde mit über 1 Mrd. DM und Bundesbürgschaften
vor dem endgültigen Aus bewahrt. Der Vergleich riss eine Menge
Zulieferer in den Konkurs. Reuter hatte sehr wohl einen Plan, er
wollte die verkehrsbezogenen Bereiche halten, sanieren und in den ihm
vorschwebenden Verkehrstechnologie-Konzern integrieren, andere
hingegen z.B. Elektrowerkzeuge, wurden verkauft. Alles andere hätte
angesichts des Zustands von AEG auch gar keinen Sinn gemacht. Reuters
Fehler war nicht die Idee an sich, sondern die Tatsache, dass er im
Grunde nicht mehr sanierungsfähige Firmen zugekauft hatte (AEG,
Fokker etc.), die nie mehr aus der Verlustzone kamen (worüber sich
Schrempp nach Amtsantritt höchst großmäulig und unfein echauffierte -
und dann selber einen noch weit größeren Saustall anrichtete, der
Daimler um ein Haar das Leben kostete)