bonsaipilot schrieb am 10. Februar 2012 20:20
> > AEG-Telefunken wurde aber durch die Deutsche Bank im Auftrag von
> > Etzard Reuter plattgemacht, weil sich Telefunken weigerte ihm die
> > Fabrik in Konstanz zu verkaufen aus dem das Zielgerät des Leopard
> > Panzers kommt.
>
> Das ist einfach Unsinn. AEG wurde erst 1985 von Daimler-Benz
> übernommen, hatte aber schon 1982 Vergleich anmelden müssen
> (de-facto-Pleite) und wurde mit über 1 Mrd. DM und Bundesbürgschaften
> vor dem endgültigen Aus bewahrt. Der Vergleich riss eine Menge
So ein Unsinn, Etzard Reuter hat der Deutschen Bank einen Wink
gegeben, AEG den normalen Überziehungskredit nicht mehr zu gewähren.
AEG hatte unglücklicherweise die gleiche Bank wie Daimler Benz und
Reuter wollte 1982 Daimer Benz zu einem Rüstungskonzern umbauen. Weil
es ihm nicht gelang alle an der Produktion des Leopard beteiligten
Firmen zu kaufen gab er die Anweisung AEG verhungern zu lassen.
Wie bereits erwähnt: AEG war definitv Konkurrenzfähig, denn alle
Teile haben mindestens 10 Jahre danach noch gelebt.
Allergings hatte ich auch darauf hingewiesen, daß Herbert Mataré
(Entdecker des Transistor-Effekts bei Telefunken um 1943) in seinem
letzten Interview erklärt, das AEG im Krieg den "Fehler" begangen
hatte vor den englischen Bombardierungen nach Osten aus Berlin zu
fliehen. Dadurch hatte AEG nach dem Krieg nahezu alles verloren.
Siemens flüchtete nach Bayern und behielt ihr Eigenkapital.
AEG litt also nur seit 1945 an einem noch nicht überwundenen
Eigenkapitalmangel, unter dem es nur mit etwas höheren
Überziehungskrediten überleben konnte.
Die AEG war nach meiner Einschätzung für Deutschland erheblich
wichtiger als die Commerzbank, die durch den Deutschen Staat mit über
4 Milliarden Euro gestützt wurde. Hätte die AEG 1982 auch nur ein
Viertel davon bekommen, dann könnte es die AEG heute noch geben. Es
hat ja auch der 2.-beste Elektro Konnzern (Siemens) überlebt.....