5. Januar 2013 12:03

Re: Interpretationen

Buddenbrook schrieb am 5. Januar 2013 10:39

> Nein, nur so lang, bis du mir recht gibst ;-)

Uh, im gewissen Sinne hast du ja auch recht. Ich möchte hier nur ein
paar Denkanstöße geben um das ganze nur aus einer anderen Sicht zu
beleuchten. :)



> Das ist eine verbreitete Ansicht, aber meiner Meinung nach nicht
> zutreffend. Es ist das häufige Problem der unscharfen Grenze:
> Existiert zwischen zwei Bereichen nur eine neblige Grenze, führt das
> Viele zu dem Schluss, es gebe gar keine. Sicher gibt es in diesem
> Fall Gebiete, über deren genaue Lage sich zu recht streiten lässt.
> Aber ebenso sicher gibt es Gebiete, die eindeutig hier oder dort
> liegen. Das ist bei manchen Europabildern der Fall gewesen.

Nun, da müssten man jetzt im Grunde Anfangen jedes Bild aus dem
Wettbewerb auseinander zu nehmen und es nach diesen Kritieren
abzuklopfen.


> Zum anderen darf man den Begriff der Interpretation nicht
> überstrapazieren. Interpretieren heißt deuten - doch wenn das keine
> Kaffeesatzdeuterei werden soll, muss sie sich in gewissen Grenzen
> abspielen. Sonst wäre jede Themenvorgabe unmöglich; alle Bilder
> müssten zu allen Wettbewerben zugelassen werden.
> Ich persönlich schätze selten Kunstwerke, die außer des Vortrages
> noch der Interpretation bedürfen. Schon gar nicht solche, bei denen
> jeder "hineininterpretieren" kann, was er will.

> Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich darf jeder in ein
> Kunstwerk so viel "hineininterpretieren", wie er möchte. Doch für
> meinen Geschmack sollte sich ein Künstler nur selten allein darauf
> verlassen; zumindest bei gegenständlicher Kunst.

Europa ist ein sehr große und auch schwammiger begriff. Solange man
es nicht direkt noch eingrentzt kann man ihn dehnen und Strecken wie
man will. Solang man noch ein Bezug zu Europa erkennen kann ist es
legetim. Ich lasse mich da gerne mal von ganz neuen Ansätzen
überraschen auf denen ich noch nie selber gekommen bin. Das erweitert
meinen Horizont. Noch malder Bezug zu Mathe. Kein richtig. Kein
Falsch.


> Auch hier Einspruch: Allein das Thema "Ausland" oder "Ausländer" zu
> illustrieren, reicht nicht, denn das ist kein rein europäisches
> Thema. Ja, das Thema Europa ist zugegebenermaßen schwer ins Bild zu
> setzen.
Was wiederum die Vorschläge mit dem Volksfest und den Trucks auch ins
Abseits stellt. Oder etwa nicht? Aber da kommen wir doch auf den Kern
des Problemes. Europa an sich kann man nicht so direkt in ein Bild
fassen. Ohne das es zu Plakativ wirkt. Wenn müsste man das
Europäische Parlament als Motiv nehmen. Aber das wird auf dauer auch
Langweilig. Und wenn du "Europa" in die Bildersuche eingibst wirst du
außer Europa Landkarten kaum wirklich passende Bilder finden. Die
Konsequenz könnte also nur sein in Zukunft die Parameter für solche
Wettbewerbe klarer einzugrenzen oder wieder Plakativere Themen wie
"Brücken" zu nehmen.


> Richtig. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist dein Bild das
> mit den Friedhofskreuzen. Finde ich zwar auch nicht schlagend
> europäisch, weil der Bezug zu Europa nur durch den Titel deutlich
> wird, aber es ist ohne Zweifel noch eines von den eher Geeigneten.

Wenn dieser Ort allgemein bekannter wäre bedürfte dieses Bild IMHO
keine Überschrift. Denn wenn man schon allein weiß wo es aufgenommen
wurde bedarf es eigentlich keine weitere Erklärung oder?

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