Das Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes System zur Radioortung, Navigation und Zeitübertragung. Dafür sind cirka 30 Satelliten (inklusive Reservesatelliten) auf sechs Orbitalbahnen in cirka 20.000 km Höhe in Umlauf. Installiert wurde das Satellitensystem vom US-Verteidigungsministerium. Es ist in einen militärischen und einen zivil nutzbaren Bereich unterteilt, weshalb die GPS-Satelliten zwei Signale aussenden: Ein verschlüsseltes präzises für das Militär (P) und ein unverschlüsseltes für jedermann (L1). Die Genauigkeit von Positionsbestimmungen mit dem zivilen Signal liegt heute bei etwa 15 Meter.
Bis Mai 2000 wurde das zivile Signal von den USA durch die so genannte Selective Availability (SA) künstlich verfälscht. Die erreichbare Genauigkeit lag damals bei 100 Meter. Da das System unter der Kontrolle des Militärs steht, kann die zivile Nutzung jederzeit wieder eingeschränkt werden -- auch wenn dies inzwischen als sehr unwahrscheinlich gilt.
Der zivile Code lässt sich mit GPS-Navigationsgeräten von jedermann, jederzeit, weltweit, bei jedem Wetter und lizenzkostenfrei zur Navigation nutzen. Moderne GPS-Navigationsgeräte mit 12-Kanaltechnik können die Signale von bis zu 12 Satelliten gleichzeitig empfangen und so die Position des Empfängers optimal berechnen. Zur 3D-Positionsbestimmung (Länge, Breite, Höhe) werden die Signale von mindestens 4 Satelliten in guter geometrischer Verteilung benötigt.
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