Ursprünglich "Redundant Array of Inexpensive Disks". Definiert sind die RAID-Stufen 1 bis 5. Ein RAID-5-Controller versieht die Daten blockweise mit einer Parität und verteilt sie auf mehrere gleichberechtigte Platten. Für RAID 5 sind mindestens drei Platten nötig, von denen eine ausfallen darf. Das später dazugekommene RAID 0 (Stripe Set, Verteilung von Daten auf mehrere Platten ohne Parität) ist nicht fehlertolerant, kann sich aber durchsatzsteigernd auswirken.
In Servern kommt meist RAID 5 zum Einsatz, neueste Verfahren (RAID N) erlauben auch den Ausfall mehrerer Platten im RAID-Verbund. Die einfachste Maßnahme zur Steigerung der Fehlertoleranz ist RAID 1 (Mirroring), dabei werden Schreibvorgänge auf eine zweite Platte "gespiegelt". Mit JBOD ist "Just a Bunch of Disks" gemeint, eine Partition erstreckt sich dabei über mehrere Laufwerke. Auch die Kombination von RAID-Modi ist möglich, etwa ein Stripe Set (RAID 0) das zur Steigerung der Ausfallsicherheit auf ein zweites gespiegelt (RAID 1) wird -- Kurzbezeichnung RAID 10 oder 0+1.
RAID ist bei vielen Betriebssystemen auch rein per Software möglich, dann kann aber nur dieses System davon booten und auch Backups sind kompliziert.
RAID-Hostadapter gibt es für SCSI-, FC-, Ultra-ATA-, Serial-ATA- und mittlerweile auch SAS-Festplatten sowie als "Zero-Channel-RAID" (ZCR-)Karten, die bereits vorhandene Hostadapter um eine RAID-Funktion ergänzen.
Preiswerte RAID-Adapter für PC-Mainboards haben meist keinen eigenen Prozessor und bieten nur RAID-Modi wie 0, 1 und 10. Sie sind mittlerweile schon in PC-Chipsätzen integriert und erlauben auch Spezialfunktionen wie ein RAID 0 und ein RAID 1 parallel auf nur zwei Festplatten.
Aufwendige RAID-Hostadapter bieten einen integrierten Prozessor, der die für RAID 5 nötigen Redundanzinformationen berechnet. Außerdem sind beliebig aufwendige Steuer-Werkzeuge zur Konfiguration und zur Wiederherstellung beschädigter RAID-Verbünde (Rebuild) üblich. In Profi-Servern stecken RAID-Hostadapter mit Cache-Speicher, der zur Ausfallsicherung auch batteriegepuffert sein kann. Schließlich gibt es für Server externe Storage-Subsysteme, die per SCSI oder FC mit dem Host (oder mehreren gleichzeitig) verbunden sind.
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