Rechner in einem Netzwerk, der allen Clients in diesem Netz bestimmte Dienste zur Verfügung stellt. Dazu können etwa am Rechner angeschlossene oder im Netz verteilte Drucker (Printserver) oder die Festplatten der Server-Maschine gehören (Fileserver). Zunehmend erfolgt die Datenlagerung auf speziellen Subsystemen (Storage Server).
Die Server-Software muss nicht unbedingt auf einem speziell dafür abgestellten Rechner (dedicated Server) arbeiten. In einem Peer-to-Peer-Netz stellen normale Arbeitsstationen Server-Dienste zur Verfügung.
Während früher kommerzielle Server meistens spezielle (Unix-)Maschinen von Großfirmen wie IBM, HP/Compaq, Sun, Fujitsu-Siemens oder NEC sowie Spezialfirmen wie SGI, Bull, Cray, Unisys waren, dominieren nun die billigeren x86-Server (auch PC-Server, Intel-based-Server, IA-32-Server genannt) von der Anzahl und mittlerweile auch vom Umsatzanteil her. Spezielle Server-Chipsätze bringen auch den x86-Maschinen Funktionen, die früher nur im Mainframe-Bereich üblich waren, etwa das Austauschen von Hardware-Komponenten im laufenden Betrieb.
Die Zahl der Server ist vor allem mit zunehmender Internet-Verbreitung extrem gewachsen, denn einerseits sind zahllose Webserver bei den Internet Service Providern (ISP) nötig und andererseits Zugangs-Server für die Anbindung der Anwender. Dazu kommen die Maschinen, auf denen die Datenbanken (Database Server) laufen, oft sind das größere Systeme mit vielen Prozessoren.
Während bei kleineren Firmen meistens noch PC-Server im klassischen Tower- oder Pedestal-Gehäuse stehen, haben sich in Rechenzentren die Rack-Server im 19-Zoll-Standardformat etabliert. In die flachsten Systeme mit 1 HE (Höheneinheit der Height Unit/HU, 1,75 Zoll, etwa 4,5 Zentimeter) Bauhöhe passen bis zu zwei (selten vier) Prozessoren, Doppelkern-Prozessoren erlauben hier noch höhere Packungsdichten. Vertikal orientierte Blade-Server in speziellen Sub-Chassis lassen sich noch enger zusammenpacken. Mit Techniken wie der Virtualisierung oder durch [#2384 Partitionierung] lässt sich ein phyischer Computer in mehrere, logisch voneinander unabhängige virtuelle Maschinen aufteilen.
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