Früher als EPOC32 auf reinen PDAs zu Hause, ist Symbian OS mittlerweile zum Smartphone-Betriebssystem mutiert und zeichnet sich vor allem durch Systemsicherheit, Stabilität und Sparsamkeit aus. Der Microkernel des 32-Bit-Systems benötigt nur 200 KByte Speicher. Dennoch bietet das System erstaunlich viel wie etwa präemptives und kooperatives Multitasking, ein Dateisystem sowie eine dynamische Speicherverwaltung. Alle Kommunikationsschnittstellen und -protokolle setzen modular auf dem Microkernel auf. Die meisten Programme laufen, um die Systemstabilität und -sicherheit zu gewährleisten, unter einer Virtual Machine ab – Systemabstürze reduzieren sich dadurch auf ein Minimum.
Symbian OS hat bereits Programmier-Module für Grafik, Verschlüsselung, Telefonie, Bluetooth und IrDA integriert. Es bietet Dienste zum Austausch von Objekten zwischen zwei Geräten, beispielsweise Visitenkarten, Termine oder andere Daten (OBEX - Object Exchange). Das Betriebssystem versteht die Handy-Protokolle für GSM sowie die schnellen Mobilfunk-Datendienste EDGE und UMTS mit HSDPA.
Auch für die Netzwerkkommunikation bringt es eine Vielzahl an Protokollen mit, beispielsweise TCP/IP oder WAP, und meistert zudem verschlüsselnde Protokolle wie HTTPS, WTLS und SSL – für den Austausch sensibler Daten via Internet unverzichtbar. Es versteht die Standards POP3, SMTP, MHTML und IMAP4 (zum Versenden und Empfangen von E-Mails) sowie SMS-Messaging.
Symbian OS läuft auf ARM-CPUs und präsentiert sich mittlerweile mit mehreren Oberflächen. Die bekanntesten sind das von der gleichnamigen Firma entwickelte UIQ sowie Nokias Eigenentwicklungen Series 60, Series 80 sowie Series 90. Theoretisch ist die Symbian-OS-Version, unter der die GUIs laufen, austauschbar; allerdings hängt es vom Hardware-Hersteller ab, welche Kernel-Version zum Einsatz kommt. Die aktuell eingesetzten Versionen sind 9.3 und 9.5. Der Nutzer bemerkt allerdings meist kaum, was sich unter der Haube der grafischen Benutzeroberfläche befindet.
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