Bei weiter entfernten Quellen für elektromagnetische Felder (EMF) wie Mobilfunkbasisstationen oder Fernsehsendern liefert eine einfache Feldstärkemessung oder -berechnung ein brauchbares Maß für die Belastung des Körpers. Die deutlich komplexeren Verhältnisse bei dicht am Körper genutzten Sendern wie Mobiltelefonen lassen sich nicht so einfach ermitteln.
Im Nahfeld dicht bei der Antenne ist die Feldverteilung grundsätzlich nicht gleichmäßig. Die tatsächliche Feldverteilung wird im Wesentlichen von der konkreten Abstrahlcharakteristik der Antenne sowie deren Ausgangsleistung beeinflusst. Die Absorption im Körper wird vor allem von der Körpergröße und von der Art des jeweiligen Gewebes beeinflusst und ist um so stärker, je näher die Sendefrequenz bei der Resonanzfrequenz des Körpers beziehungsweise der betroffenen Körperteile liegt. Die konkrete Belastung ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Feldverteilung und Absorption.
Um trotzdem auch für diese Situation eine Aussage über die Belastung machen zu können, wurde der SAR-Wert geschaffen. Die spezifische Absorptionsrate gibt jeweils für ein bestimmtes Produkt die aufgenommene Leistung pro Körpermasse in Watt pro Kilogramm [W/kg] an.
Ausgehend von einer Leitlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) gilt in Deutschland ein Grenzwert von 2 W/kg für eine Teilkörperbelastung und von 0,08 W/kg für eine Ganzkörperbelastung. Diese Werte sind so bemessen, dass sie sicher vor den thermischen Auswirkungen der Absorption schützen sollen.
Für Mobiltelefone werden diese Werte eingehalten, wenn die maximale Ausgangsleistung bei D-Netz-Handys unter 2 W und bei E-Netz-Handys unter 1 W liegt. Die mit genormten Verfahren an einem Phantomkopf ermittelten SAR-Werte sollten in den Gebrauchsanleitungen der Mobiltelefone angegeben sein.
Übersichten zu SAR-Werten:
In heise mobil sind zum Thema Strahlenbelastung die folgenden Artikel verfügbar
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