5. November 2012 23:33

Re: Basic?

Richard schrieb am 5. November 2012 17:03

> netsuvi schrieb am 5. November 2012 16:45

> > 
> > Du vergisst das Wesentliche. Es geht nicht darum einfach Sprachen zu
> > lernen oder miteinander zu vergleichen.

> Es geht darum, Sprach*konzepte* (funktional, prozedural,
> objektorientiert, deklarativ) zu lernen und miteinander zu
> vergleichen - und das geht am einfachsten mit Sprachen, die das
> jeweilige Konzept so "rein" wie möglich realisieren.

Die Idee ist schön und gut, einzig mangelt es mir am Glauben. D.h.
ich würde bei einer derartigen Agenda davon ausgehen, dass die Leute
v.a. Buzzwords gelernt haben.

> Wenn man das mal kann, dann reduziert sich das Erlernen einer neuen
> Sprache auf eine Einordnung der damit realisierten Sprachkonzepte
> (meistens wird eine Mischung aus verschiedenen Konzepten realisiert),
> Erlernen der Syntax (das ist simpel) und (inzwischen meist der größte
> Batzen) Kennenlernen der zugehörigen API/Bibliotheken.

Freilich, nur sollten dazu die Grundlagen auch so ganz wirklich
gelernt sein. 

D.h. jemand sollte schon
- eine genau Vorstellung davon haben wie der Code am Ende auf
gängigen (va. Register-)Maschinen umgesetzt werden.
- sich im Zweifel auch in einer weniger mächtigen Umgebung behelfen
können.

> > Sondern etwas zu lernen, mit dem man nachher auch Applikatione
> > schreiben kann. 

> Nur wenn man sich dumme Programmieraffen ranzüchten will die dann ihr
> Leben lang keine neue Sprache mehr wirklich lernen werden weil sie
> die dahinterstehenden Konzepte nicht kapiert haben.

Persönlich kenne ich sowohl die gängigen akademischen als auch
betrieblichen Lernmethoden, sowie deren Ergebnisse. In Firmen werden
-wie du sagst- v.a. Programmieraffen herangezüchtet, an den Unis v.a.
Projektmanager die keinen Schimmer von dem haben was sie malen. -
Beides ist mit Grandiosität verkleisterter Bullshit, weil
halb-richtig falsch ist.

IMHO sollte man Einsteiger den harten Weg gehen lassen, d.h. mit
einfachen Sprachen schon brauchbare Ergebnisse produzieren lassen.
Auf dem Weg kann man dann sukzessive beim begreifen der wesentlichen
Konzepte helfen.

> > Genau da haben ein paar Sprachen ihren festen Platz.

> Genau da wechselt die Mode alle paar Jahre, und es ist *äußerst*
> hilfreich wenn man erkennen kann welcher alte Wein da jetzt gerade
> wieder in den hochmodernen Schlauch gegossen wurde.

Richtig! 

Nur kommen wir an der Stelle wieder bei schnöden Makroassemblern wie
dem Pascal der 80er oder C heraus. Nachdem dann jemand mal die
Buzzword-Chain Opcode -> Assembler -> Makroassembler durchdrungen
hat, kann man zügig andere die anderen Worthülsen wie OOP oder
Funktionale Programmierung erläutern.

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