Abnehmtipps von A bis Z
Der dünne Mann
Diane Sieger
Bei manch einem hat die weihnachtliche Völlerei dauerhafte Spuren hinterlassen. Gänsebraten, Knödel und Unmengen von Schokoladen-Nikoläusen ruhen wie Blei auf den Hüften, und der Sommer mit seinen ausgefallenen Bademoden liegt in nicht mehr allzu weiter Ferne. Es ist also an der Zeit, ein bisschen was für die Figur zu tun.
Wer ernsthaft eine Diät ins Auge fasst, sollte sich im ersten Schritt ein wenig grundsätzliches Wissen über Ernährung aneignen. Hierfür geeignet ist das Webangebot der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V., die wissenschaftlich fundierte Informationen rund um eine gesunde Kost präsentiert. Wer den Pfunden mit Hilfe einer Ernährungsberatung zu Leibe rücken möchte, findet hier beispielsweise unter dem Stichwort „Ich nehme ab“ eine Übersicht von Diätassistenten und Ökotrophologen, die mit einem kompletten Programm hilfreich sein können. Die Ernährungspyramide, die Schüler möglicherweise im Biologieunterricht kennenlernen, aber wahrscheinlich erfolgreich wieder aus den Köpfen verdrängen, erläutert diese Site in neuer 3D-Ausgabe (ein installierter TurnTool Viewer vorausgesetzt) und lehrt darüber hinaus, welche Lebensmittel in welchen Mengen täglich zuträglich sind.
Weitere Infos liefert das Ernährungsinformationssystem der Universität Hohenheim. Dort finden sich neben Erklärungen zu Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ein BMI (BodyMassIndex)-Rechner, ein Energiebedarfsrechner und ein Ernährungsanalyse-Tool. Mithilfe dieser Berechnungswerkzeuge lässt sich leicht feststellen, ob eine Gewichtsreduktion angebracht oder sogar empfohlen ist.
Mit dem Mond zusammen abnehmen
Auf dem Markt tummeln sich unzählige Diätkonzepte - es gleicht einer Wissenschaft, die geeignetste und effektivste Variante herauszupicken. Ob Trennkost, Weight Watchers oder esoterische Wege mit Steinwasser bei abnehmendem Mond, für jeden ist eine andere Methode die beste. Zur Wahl einer „guten“ Diät wäre eine Checkliste hilfreich. Wen der Weg weiter zum Bayerischen Rundfunk führt, der bekommt einen Überblick über die gängigsten Diätmodelle. Jetzt heißt es nur noch eine aussuchen und loslegen.
Oftmals hilft es zu sehen, dass man in seinem Leid nicht allein ist. Im Zeitalter der Weblogs lassen sich die Abnehmversuche von Leidensgenossinnen und -genossen in Tagebuchform mitverfolgen. Bloggerin Silke beispielsweise berichtet von ihrem Kampf gegen das Fettgewebe. Eine weitere fleißige Bloggerin ist Anna Winter. Für das Onlineangebot der Frauenzeitschrift Brigitte berichtet die Münchnerin abnehmen von den kleinen und großen Qualen des Alltags, dem Standhaftbleiben gegenüber Torte und Kuchen und dem Kampf gegen die Lust auf Kartoffelchips vorm Fernseher. Wer schon mal eine Diät gemacht hat, findet sich hier sicherlich wieder.
Will man seine eigenen Erfahrungen mit anderen teilen, findet man bei den „Naschkatzen“ ein umfangreiches Forum, das quasi dem Abnehmen in der Gruppe gleicht. Ganz egal, ob es sich um den Austausch von Diätgruppenerfahrungen, Detailfragen zu bestimmten Programmen oder dem Teilen von Frusterlebnissen oder positiven Geschehnissen des Tages handelt - hier darf man alles thematisieren, was auch nur im Entferntesten mit Gewichtsreduktion zu tun hat. Besonders interessant ist das „Naschkatzenbuch“, eine Onlinezusammenfassung von Erfahrungen und Tipps, das in seinem letzten Kapitel auch in das Thema Essstörungen eintaucht und eine erste Übersicht über die Symptome von Magersucht, Bulimie und Orthorexie bietet.
Geteiltes Leid ist halbes Leid
Sucht man nicht nur den Austausch, sondern benötigt zusätzlich etwas Kontrolle über den Diätverlauf, ist man beim kostenlosen Nestlé-Ernährungscoach bestens aufgehoben. Die Anmeldung ist ganz einfach: Name, Adresse, Größe und Gewicht eingeben, spezielle Anforderungen an die Speiseplangestaltung (beispielsweise vegetarisch) anklicken und den Ratschlägen des Coaches folgen. Für jeden Tag gibt es leckere Rezeptvorschläge inklusive Einkaufsliste zum Ausdrucken, ein Ernährungstagebuch für zusätzlich gefutterte Kleinigkeiten sowie Bewegungstipps. Die Betreuung erfolgt per Email und einmal pro Woche geht es ab auf die Waage, um Farbe zu bekennen. Die Erfolge lassen sich in einer übersichtlichen Tabelle ablesen. Und wenn mal die Motivation ein wenig flöten geht oder die Gewichtsabnahme mit schlaffem Bauch und labberigen Oberarmen endet, kann man sich im Forum mit anderen Betroffenen austauschen.
Wem diese Form der Kontrolle schon zu weit geht, wer aber trotzdem seine Tagesbilanz, Kalorienzunahme und -verbrauch im Blick haben möchte, kann sich ein Diättagebuch als Freeware herunterladen. Hier kann man seine tägliche Energiezufuhr eingeben und mit seiner aufgebrachten Energie (egal, ob sie durch die tägliche Arbeit, Sport oder andere Aktivitäten erlangt wurde) verrechnen lassen. Schnell bekommt man einen Überblick, wann es zu viel wird, und im Bereich „Statistik“ lassen sich Erfolge in kleinen Graphen ablesen. Manch einer wird sich ganz schön erschrecken, wie viele Kalorien oder Kohlenhydrate in der vermeintlich leichten Nahrung so stecken.
Abnehmwillige, die keine Diät nach Plan anstreben, jedoch trotzdem und ohne Aufwand ein paar Pfunde verlieren möchten, sollten den Artikel „Der Weg zum Wunschgewicht“ lesen. Mit zehn einfachen Regeln gelingt eine Gewichtsreduktion manchmal auch ohne Punktezählen oder ständig knurrendem Magen.
Egal, welche Methode zur Gewichtsreduktion zum Zuge kommt, jeder wird einmal an einem Punkt ankommen, an dem es nicht mehr weiter geht oder die Motivation rapide nachlässt. Da lohnt sich ein Blick in einen Wer-weiss-was-Artikel, der viele kleine Tipps zur Umstellung von Ernährung und Gewohnheiten gibt. Manche Ratschläge klingen zwar zu Anfang etwas merkwürdig, ergeben aber durchaus Sinn, wenn man ein wenig länger über sie nachdenkt. Beispielsweise: „Schokoriegel in dünne Scheiben schneiden und diese lutschen - ein Schokoriegel beschäftigt dann vieeel länger“.
Gewappnet für den Kampf gegen die Kilos heißt es jetzt: Ran an den Winterspeck! Wer als erster sein Idealgewicht erreicht hat, darf den neu erworbenen Sixpack im Sommer am Stand zeigen.

