News-Meldung vom 08.08.2011 10:18 Uhr
Der Internetdienstleister Google macht auch auf seinen europäischen Servern gespeicherte Daten den US-Behörden zugänglich. In der Vergangenheit habe das Unternehmen schon mehrfach Nutzerdaten aus Europa an US-amerikanische Geheimdienste weitergeleitet, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage der Wirtschaftswoche.
In den USA ansässige Unternehmen sind durch US-Gesetze wie den Patriot Act dazu gezwungen, auch im Ausland gespeicherte Daten auf Anfrage an die nationalen Behörden zu übermitteln. Google-Konkurrent Microsoft räumte bereits im Juni ein, europäische Daten aus seinem Cloud-Dienst Office 365 an US-amerikanische Regierungsstellen weiterzureichen.
Datenschützer wiesen schon damals auf eine Unvereinbarkeit zwischen US-amerikanischen Anti-Terror-Gesetzen und dem europäischem Datenschutzrecht hin, nach welchem Nutzer über eine Weitergabe ihrer Daten informiert werden müssen. Auch im europäischen Parlament regte sich Unmut. Eine öffentliche Stellungnahme der US-amerikanischen Behörden steht noch aus.
(jh)
Version zum Drucken Per E-Mail versenden Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-1319347
Mehr zum Thema Patriot Act Google Datenschutz Cloud Computing Microsoft
iOS, Android, Windows Phone 7 und HTML5 - das neue Sonderheft von heise Developer führt Einsteiger und Profis in die Programmierung mobiler Geräte ein.