News-Meldung vom 02.10.2008 14:07 Uhr
Microsoft-CEO Steve Ballmer hat auf einer Partner-Veranstaltung in London ein neues Betriebssystem angekündigt. Er nannte es vorläufig Windows Cloud. Innerhalb der nächsten vier Wochen, wahrscheinlich noch zur Professional Developers Conference 2008, will Microsoft es möglicherweise unter anderem Namen der Öffentlichkeit vorstellen. Dabei geht es um eine Variante des kommenden Windows 7, Nachfolger von Windows Vista, die als Plattform für Applikationen dienen soll, die Server im Internet nutzen – für das sogenannte Cloud Computing.
Amazon, Betreiber des Elastic Cloud Computing (EC2), hat darauf prompt reagiert und die Unterstützung von Microsofts Server und SQL Server als Datenbank noch für diesen Herbst bekannt gegeben. Offensichtlich spielt der Seitendruck von Googles Web-Anwendungen und Chrome eine wichtige Rolle, gegen den Microsoft sich mit Windows Cloud stellen will.
Als "dummes Zeug" (Stupidity) bezeichnete Richard Stallman, Gründer der Free Software Foundation und Initiator des GNU-Betriebssystems, im Guardian am selben Tag Cloud Computing. Als typisches Beispiel nannte er Gmail. Cloud Computing führe zu Herstellerabhängigkeit und steigenden Kosten. Letztlich zwinge es die Anwender, die Kontrolle über ihre Informationen an Dritte zu übergeben.
(rh)
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