News-Meldung vom 14.09.2009 13:34 Uhr
Ohne öffentliche Ankündigung haben die Entwickler der freien Web-Browser-Engine Webkit angefangen, 3D-Funktionen zu integrieren. Im August hatte die Khronos-Group auf der Siggraph ihre WebGL-Initiative angekündigt.
WebKit beginnt mit der Implementierung von WebGL.
Die Bugzilla-Site des Projekts enthält einige Einträge, die sich auf WebGL-Ergänzungen des canvas-Elements beziehen. Ein Youtube-Video zeigt ein Build von Webkit, das 3D-Testdaten wiedergibt.
WebGL ist im Wesentlichen ein JavaScript-Interface zu OpenGL ES 2.0 (Open Graphics Library for Embedded Systems), sodass Browser 3D-Grafiken ohne Plug-in anzeigen können. Die aktuellen Nightly-Builds von Webkit schalten WebGL noch nicht frei. Wer damit experimentieren will, muss die Quellen selbst herunterladen und mit Xcode (Mac OS X) beziehungsweise VisualStudio/VisualC++ und den Cygwin-Tools (Windows) übersetzen.
WebGL muss man in der Konfiguration manuell einschalten, etwa durch ENABLE_3D_CANVAS = ENABLE_3D_CANVAS; in der Datei WebCore/Configurations/FeatureDefines.xcconfig. Testdaten befinden sich im Verzeichnis WebCore/manual-tests/webgl.
WebKit ist eine freie Browser-Engine, die aus dem KDE-Projekt hervorging. Sie bildet unter anderem die Basis für Apples Safari und die Widget-Engine von Symbian S60.
(ck)
Version zum Drucken Per E-Mail versenden Newsletter abonnieren
Permalink: http://heise.de/-755769
Parallelprogrammierung - die Kunst der Multi-Core-Nutzung
Agile ALM - agile Praktiken im Application Lifecycle Management
Webentwicklung - Applikationen für mobile Clients